Hirngrütze #1
Ist euch mal aufgefallen, wie Kleinkinder ungeniert und mit riesigen Augen Personen anstarren, die aus dem “typischen” Bild der Gesellschaft herausfallen, das ihnen immer vorgehalten wird? Leute in Rollstühlen, Menschen die von Blindenhunden geführt werden, Frauen mit Bärten - die Liste könnte ich ins Unermessliche weiterführen. Aber irgendwann merken wir, welche aggressive Natur das Starren eigentlich verkörpert. Sei es, weil wir denken, die Leute machen sich über uns lustig, weil wir in der Schule bereits als Lachnummer behandelt worden sind. Immer diese kleinen Grüppchen von Schülern, die mit vorgehaltener Hand in die eigene Richtung zeigten, und ihre Gesichter sich von einem Lachen verzogen. Man lernt nicht mehr hinzu schauen. Weil man mit Sicherheit weiß, dass sie am Rand des eigenen toten Winkels dort stehen und starren. Diese stetige aufkommende Paranoia, die einen den ganzen Tag begleitet. Egal wo man ist, hat man das Gefühl beobachtet zu werden.









