On A Sidenote #1
31. 12. 15 / 1. 1. 16 – Oder einige Dinge, die ich dieses Jahr gelernt habe.
Am Anfang des Jahres habe ich mich von meinem langjährigen festen Freund getrennt – 4 Jahre sind wir den selben Weg gegangen und haben uns im Endeffekt immer weiter voneinander entfernt. Es waren trotz allem vier gute Jahre, auf die ich ehrlich gesagt nicht mit Groll zurückblicke. Er und ich haben uns für ungefähr 4 Jahre gegeben, was wir brauchten, um als Mensch zu wachsen. Da waren wir wirklich gut füreinander.
Aber am Ende waren wir zwei andere Menschen geworden.
Ich, die unbedingt nach Berlin wollte – und immernoch will – einen künstlerischen Beruf anstrebt und frei sein will. Mich darf man nicht einsperren, man muss mir Luft zum Fliegen geben, dann komme ich freiwillig zurück. Er, der lieber in seinem Städchen bleiben und seine Ausbildung machen wollte – das ist nichts Schlechtes, aber nichts für mich. Noch anhänglicher als am Anfang unserer Beziehung – was auch nichts Falsches ist, hat man den richtigen Partner dafür – und mittlerweile unfassbar eifersüchtig und besitzergreifend geworden – das widerum ist etwas Schlechtes. (Entweder du trennst dich von deinen Partnern, weil du ihnen nicht vertrauen kannst – aus welchem Grund auch immer – oder du gestehst ihnen das selbe Vertrauen zu, wie sie dir.)
Ihr seht: Wir passten nicht mehr zusammen, auch wenn wir viereinhalb Jahre ein Paar gewesen waren und uns eine lange Zeit lang nicht hätten vorstellen können, dass sich das jemals ändern könnte.
Jetzt ist es fast ein Jahr schon vorbei und ich kann wieder atmen, mich kreativ verwirklichen und mich mit den Menschen umgeben, die mir gut tun. Er hat mir nicht mehr gut getan. Und da half auch kein "Aber ich liebe dich." oder ein "Bringt man den keine Opfer für seine große Liebe?" (Am Rande bemerkt: Wenn das Opfer du selbst oder ein Teil deiner Seele ist: NEIN.)
Es gibt nicht nur eine große Liebe. Es gibt eine erste Liebe, aber auch die sollte man nicht so feiern und in den Himmel loben, dass sich die Partner nicht mehr trauen, sich zu trennen, weil die Gesellschaft einem erzählt, es wäre besonders erstrebenswert, ewig mit seiner ersten Liebe zusammen zu bleiben. Egal, wie sehr man sich irgendwann hasst und egal, wie sehr man nicht mehr zusammenpasst. Die erste Liebe trifft man oftmals in jugendlichen Jahren und so sehr sie einem helfen können, als Mensch zu wachsen und selbstständig zu werden, zu sich selbst zu finden: Das muss nicht automatisch heißen, dass man auch mit 20 noch zu ihnen passt.
Und auch wenn ich das Gefühl hatte, ich könne niemanden mehr lieben oder ich auch obwohl ich davon überzeugt war, dass mich niemand mehr so lieben kann, wie er, oder gar noch mehr: Ich hatte dieses Jahr wieder eine Beziehung, in der ich mich so viel wohler gefühlt habe, als in dem letzen Jahr mit ihm. Wir sind nicht dazu verdammt, mit denjenigen, die wir uns als erstes aussuchen, ewig zusammen zu bleiben.
Nein, wir können es uns aussuchen. Und das sollten wir auch.
Ich hab mir jedenfalls geschworen, dass ich nur noch mit Leuten zusammen bleibe (freundschaftlich oder in einer Beziehung), wenn wir auch beide glücklich sind und uns wohlfühlen. Solange wir uns geben können, was wir verdienen und brauchen.
Wenn dem nicht mehr so ist, dann sollte man auch das Gespräch suchen und den Betreffenden sagen, dass sie in deiner Geschichte keine Rolle mehr spielen. Aber dass die Kapitel mit ihnen sehr toll und schön waren und sehr viel zur Charakterentwicklung deinerseits beigetragen haben. (Wenn dem so war, versteht sich.)
Und wenn beide das akzeptieren, einander respektieren und sich "im Guten" trennen, dann steigen auch die Chancen dafür, sich irgendwann, in ein paar Jahren wiederzusehen und einen netten Plausch zu halten. Und vielleicht - aber das ist kein Muss - verbringt man dann wieder ein Paar Seiten oder gar Kapitel mit einander, weil man als Mensch gewachsen ist und neue Seiten an seinem Gegenüber entdeckt hat, die man erkunden will.
Wie viele verschiedene Ideen, betreffend meiner Zukunft, in diesem Jahr durch meinen Kopf gewandert sind.
Erst Berlin. Dieses Jahr.
Dann doch hier bleiben und „erst mal was ordentliches lernen“.
Dann Regensburg, noch dieses Jahr.
Dann doch hier bleiben, aber Regensburg, nächstes Jahr.
Und jetzt? Berlin. Nach Regensburg. Mit einer wundervollen Person, die ich erst vor 3 Monaten kennengelernt hab.
Und was lernen wir daraus? *mich räusper* Wie einst ein weiser Mann sagte: „Pläne sind so richtig hart für’n Arsch.“ Ein bisschen Planung ist immer von Vorteil, aber sich an einer Sache festzusaugen, kann andere Türen verriegeln – für immer sogar. Dieses Risiko kann man in Kauf nehmen, oder halt nicht.
Jedenfalls wollte ich zum Schluss noch Danke sagen.
Dem Universum und allen magischen Energien, die mir Kraft geben und mich daran erinnern, wer ich bin.
Den Youtubern, die ich feiere, für's awesome sein.
Dem Internet, ohne dass mein Leben so anders aussehen würde.
Den ganzen Musikern, die ich höre, für die unvergesslichen Momente und weil ihr mich einfach versteht, (teilweise) am anderen Ende der Welt.
Und zum Schluss ein paar besonderen Menschen.
@sleeping-to-die Eva. Mein Gingertwin. Wer kann bitte von sich behaupten, von Freundschaft zu Liebe zu Freundschaft gewechselt zu haben, ohne auch nur den Hauch von Vertrauen eingebüßt zu haben? Du weißt, wie viel du mir bedeutest. <3 Dir wünsch ich zu Finden, was du suchst und viel positive Energie, die du zu Kraft wandeln kannst. Und dass du nun endlich mal Strify triffst, gottverdammtnocheins.
@raynaud-dead-hands Ray. Meine Wüstenrose. Du beruhigst mich, bist, wenn ich es brauche, der Wind unter meinen Flügeln, bist ein wundervoller Kritiker für mein Geschreibse – und ganz ehrlich? Ich find dich mega hübsch. Innerlich und äußerlich. Dir wünsch ich viel Geduld und Kraft. Du weißt wofür. Auf dass unsere Story länger ist als ein paar Seiten und diese Verbindung zwischen uns nicht zerreißt.
@leodreamlife Leo. Mein Leopardenkätzchen. Du sorgst dafür, dass sich viele meiner Ängste und Zweifel in Luft auflösen. Danke für dein offenes Ohr und deine Offenheit gegenüber Sachen, die einem eigentlich nicht sonderlich normal vorkommen dürften. Fæyn kann ich wegen/mit dir ausbauen und ausgestalten, was mir als Autor so unfassbar hilft. Dir wünsch ich Platz zum Atmen und um deine Flügel ausstrecken zu können.
@gluecks-panda SaSa. Mein Glückspanda. Du bist wie eine kleine Schwester für mich. Ich kann bei dir so bescheuert sein, wie ich will. Und du kannst so toll malen. ♥ „Dieses Jahr hat es nicht gut mit dir gemeint.“ wäre wohl noch untertrieben. Dir wünsch ich jetzt einfach nur viel viel Geduld mit dir selbst, auf dass du mit der Therapie schaffst und verändern kannst, was du dir für dich wünscht. Du weißt, ich bin für dich da, wenn etwas sein sollte.
@phancywork Sophie. Für dich hab ich leider keinen Spitznamen. Sehr sad. Du bist die andere Person der beiden hier in meiner Stadt, mit denen ich mich treffen und was unternehmen kann. Danke, dass du mich ins Studium mitgenommen hast und danke für die paar Abende, die wir bisher miteinander verbracht haben – gern mehr davon! :D Dass ich mit dir über meine FF quatschen kann, auch wenn du die Berliner Youtuber gar nicht wirklich verfolgst, find ich so mega cool von dir. Dir wünsch ich viel Spaß und Erfolg bei deinem Studium und in deinem Auslandssemester. Außerdem auch mal Zeit zum Durchatmen.
@rubypaw @fantleman @miss-dorian Ruby, Fee und Carla, die auch keine Nicknames haben. Meh. Ihr seid sehr sehr coole Freunde und Squadmitglieder und ich kann mich mit allen von euch über etwas anderes sehr gut unterhalten. Ich freu mich unheimlich auf was auch immer wir noch erleben werden. Ihr seid awesome. Euch wünsch ich Ruhe, besseres Internet und viel Erfolg in Schule und Studium. :3
And a big big thank you to all the followers, I barely interact with, but who always like and reblog my posts. I see you. Kudos to you. To name a few : @sunny-plan @kulturhaus-terror @valyrian-snow @undergroundvalentine @spam-ocean @penguinregina @pfefferminzgruenesorgen and anyone else. ♥
May Luna, the godess of the moon, bless all of you. Happy New Year! :D










