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Protokollnotiz Polizeiüberfallkommando Brunnenstraße 134/ Freie Hilfe vom 13.11.2020:
Am Donnerstag abend, dem 12.11.2020 wurde ich etwa gegen 23.00 bis 24.00 Uhr durch lautes Schlagen gegen meine Wohnungstür in der Brunnenstraße geweckt. Zunächst dachte ich, es handelt sich um jemand aus dem Haus oder meinen Mitbewohner, der vielleicht an der Tür irgendwie Stress macht und hatte mir kurz laut aus dem Flur der Wohnung heraus derartige Belästigung verbeten, bin dann wieder in mein Bett zurückgegangen. Ich hatte schon geschlafen, davor etwas Martini getrunken und war dementsprechend nicht ganz klar bei Bewusstsein. Fakt ist, das ich etwa eine Minute später in meinem Zimmer in Unterwäsche und mit Handschellen gefesselt auf dem Boden saß und von acht Polizeibeamten umringt war, die die Wohnung gestürmt hatten. Es handelte sich bei dieser Gruppe um sieben männliche Personen und eine weibliche Beamtin. Ich wurde etwa zwanzig Minuten lang in meinem Zimmer von diesen Leuten traktiert. Sie fragten mich hauptsächlich, was ich mit dem anderen Bewohner der Wohnung zu tun hätte und mit dem, der vorher in dieser Wohnung gewohnt hatte. Mein Mitbewohner war nicht da, dort alles ruhig und trotzdem hat einer der Beamten die abgeschlossene Tür meines Mitbewohners in sinnloser Gewaltanwendung eingetreten. Auch von mir ging zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gewalt- oder Gefährdungssituation aus. Einen tatsächlichen Tatvorwurf oder die Erklärung der Situation einer akuten Gefahr konnten die Beamten auf mein wiederholtes Fragen auch nicht formulieren.
Ich bin dann notdürftig in Handschellen von einem Beamten angekleidet, in Handschellen aus der Wohnung gebracht und in Handschellen in einen schon bereitstehenden (!) Gefangenentransportwagen verfrachtet worden. Dieser befand sich genau an der Stelle an der ich drei Tage zuvor am 09.11.2020 einen schwarzen LKW fotografiert hatte, mit dem im Haus Brunnenstraße 134 Getränke angeliefert wurden.
Ich bin dann in diesem Gefangenentransportfahrzeug an mir zunächst unbekannte Stelle verschleppt worden. Nach etwa 15 Minuten Fahrt mit Blaulicht durch die Stadt Berlin hielt das Fahrzeug und ich wurde von einem Polizeibeamten aus dem Fahrzeug geholt. Beim Aussteigen war ich mir direkt gegenüber mit einer Gruppe männlicher Polizeibeamter konfrontiert, etwa fünf Personen, die mit ihrem Gesäß in meine Richtung auf dem Geländer eines Treppenabsatzes saßen und mich gemeinsam, gewissermaßen im Chor, mit der Bezeichnung “Na, du Schwuchtel!” empfingen. Ich wurde dann in einem Dienstgebäude der Polizei, das sich am nächsten Morgen als das Polizeirevier in der Perleberger Straße, Nähe Schultheiss Quartier, herausstellte, bis zum Ende eines langen Ganges geführt und dort in eine Zelle gebracht. In dieser Zelle war ich dann von etwa fünf Polizeibeamten umringt. Ich war in Handschellen und von mir ging auch zu diesem Zeitpunkt keinerlei Gewalt- oder Gefährdungspotential aus, trotzdem wurde ich brutal zu Boden gebracht, erhielt Schläge und mindestens einen Fußtritt gegen den Kopf. Dieser war nicht schwer, wiegt aber schwer, in seiner bewußten Kalkulation und in Referenz zu einem Überfall in Zeulenroda im Jahr 2000. Drei Hooligans hatten mich damals überfallen und es kam zu einem Prozess in Aschersleben (!) mit Verfahrenseinstellung, weil ich nach einem Jahr nicht mehr genau sagen konnte, ob mir bei diesem Überfall nun mit Turnschuhen oder mit Stahlkappenschuhen gegen den Kopf getreten wurde.
Ich wurde dann von mehreren Beamten in dieser Zelle am Boden liegend festgehalten und ein Polizeibeamter beugte sich von hinten über mich, kniete auf meinem Rücken, entleerte meine Hosentaschen und nestelte dann an meiner Hose herum, als wolle er mir diese ausziehen. Ich habe während dieser etwa fünf Minuten dauernden Situation immer wieder die Frage wiederholt: “Warum schlagen und treten Sie mich?”. Die Situation hatte eindeutig auch inhaltliche Aufladungen mit sexuellen Konotationen, im Prinzip die Andeutung einer homosexuellen Vergewaltigung. Die Beamten liesen dann von mir ab und ich wurde barfuß, ohne Strümpfe und ohne Jacke allein in dieser komplett gekachelten Zelle bis zum Morgen des 13.11.2020 um 08.00 Uhr eingesperrt. Wie bei meiner letzten Verhaftung am 20.12.2018 war in dieser Zelle ebenfalls eine blutähnlicher Fleck an der Wand zu finden.
Alle in dieser Nacht gemachten Gewalterfahrungen, die mir von Staatsbediensteten zugefügt wurden, lassen sich auf Kontexte referenzieren, die ich als Filmemacher und Journalist täglich auf meiner Homepage publiziere. Es handelt sich bei diesem Polizeieinsatz um faschistischen Terror gegen freie, unabhängige Publizistik und um ein psychopathisches Stalking gegen mich als Filmschaffenden, eine Person mit internationaler Relevanz und einem Bedeutungshorizont von fast 100 Jahren Filmgeschichte, weltweitem Filmgeschäft.
Es lassen sich bei dieser Gewaltorgie ganz klar auch Kontexte zu Webseitenveröffentlichungen von mir im November 2019 lesen. Warum mir jetzt beim Schreiben ausgerechnet das Wort “SA-Schlägertruppe” durch den Kopf geistert, weiß ich nicht. Fakt ist aber, das diese Wiederholung von Gewaltaktionen in Fixierung auf Termine und Daten einem zwanghaftem Verhaltensmuster entspricht, wie es Psychopathen zu eigen ist. Ich bin mir sehr sicher, das sich solche Leute nirgendwo auf der Welt in Pullovern durch die Gegend bewegen sollten, auf denen das Wort “Polizei” steht. Hinzu kommt, das mir von den Polizisten auch ein Päckchen Tabak aus der rechten Hosentasche genommen worden war, welches mir bei der Entlassung aus diesem “Polizeigewahrsam” am Morgen des 13.11.2020 unterschlagen wurde. Das macht aus dieser “Polizeiaktion” auch einen Raubüberfall. Ich werde jetzt wieder gegen mehrere Polizeibeamte Strafanzeige erstatten müssen, bin mir dabei nur noch nicht sicher wo. Sie können das jetzt hier und auf meine Berufsehre, der Meinungs- und Pressefreiheit absolut verpflichtet, im Internet schon nachlesen. ...