Die Dichtungsspezialisten haben im amerikanischen Groveland drei Pumpenteststände für ein erweitertes Testen von Packungen in Pumpen installiert. Bei den Tests seiner Packungen für rotierende Wellen werden Messwerte für den relativ neuen Industriestandard DIN EN 16752 „Zentrifugalpumpen - Testprozedur für Dichtungspackungen“ erarbeitet.
Gemeinsam entwickelt von der European Sealing Association (ESA) und der nordamerikanischen Fluid Sealing Association (FSA), erlaubt die DIN EN 16752 zukünftigen Dichtungskäufern zum ersten Mal einen qualifizierten Vergleich der Messwerte von Packungen verschiedener Hersteller, oder von zwei Packungen eines Herstellers. In der Vergangenheit haben die Hersteller gegebenenfalls eigene Testprotokolle benutzt, oder Schätzungen der Leistungsgrenzen anhand der Werkstoffauswahl vorgenommen.
Jeder Pumpenstände ist ausgerüstet, um kontinuierlich Druck und Temperatur des Mediums zu messen, die Leistungsaufnahme, die Wellendrehzahl und die Leckagerate, jeweils mit einem digitalen Datenerfassungssystem. Jeder Stand ist mit einem drehzahlvariablen 20 kW Motor ausgerüstet, um eine Feinabstimmung der Wellendrehzahl für jede Konfiguration simulieren zu können. Leckraten der Stopfbuchse werden gesammelt und automatisch gemessen. Chesterton wird nun Tests all seiner existierenden Packungen für rotierende Anwendungen entsprechend dieser DIN EN 16752 vornehmen. Die Messwerte werden später im Jahr 2020 den Kunden zur Verfügung gestellt.
“Diese neuen Teststände erlaubt uns ein präziseres Testen, rund um die Uhr,” sagt Thiru Veeraraghavan, Chesterton’s Vizepräsident für Engineering und Innovationen. “Wir wollen drei fortlaufende Tests, um Richtwerte zu erstellen, und mit diesem System können wir das viel schneller verwirklichen.
Um die Kapazität der Teststände über die definierten Parameter der DIN EN 16752 hinaus zu erweitern, kann an jeder Einheit im Chesterton Labor eines von drei austauschbaren Stopfbuchsmodellen montiert werden. Dadurch kann man Packungen verschiedener Größe bzw. Querschnitte unter einer großen Bandbreite von Konditionen testen. Die Teststände sind für Drücke bis 34 bar und Drehzahlen bis 5.000 min-1 ausgelegt. Kombination unterhalb dieser Grenzen können variiert werden. Das ermöglicht das Testen von Anwendungen mit spezifischen Bedingungen, oder man bringt eine Packung an ihre Leistungsgrenzen.
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