Kritik am Protestantismus
Die Verfehlungen Anderer sind niemandes Sieg.
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Kritik am Protestantismus
Die Verfehlungen Anderer sind niemandes Sieg.
“Noch bis auf diesen Tag werden wir in der katholischen Kirche und ihrem Dogma die Anklänge und gleichsam die Erbschaft von der Philosophie der alexandrinischen Schule finden; es ist in ihr viel mehr Philosophisches, Spekulatives als in dem protestantischen Lehrbegriff, Dogmatik, wenn überhaupt in dieser noch ein Objektives ist und sie nicht ganz leer gemacht ist, in der dann der Inhalt mehr geschichtlich [...] gehalten ist, wodurch die Lehre trocken wird. Die Verbindung der Philosophie mit der Theologie des Mittelalters ist in der katholischen Kirche der Hauptsache nach erhalten worden; im Protestantismus dagegen hat sich das subjektiv religiöse Prinzip von der Philosophie getrennt.“ - G. W. F. Hegel
“Daß man auf logisch-philosophische Begründung, gar auf souveräne Vernunft ganz verzichten solle, war die ursprüngliche Regung der lutherischen Reformation. Bei aller Leugnung der natürlichen Freiheit zum Guten, hat sie zuletzt seine Verwirklichung ausschließlich in die Tiefe des einzelnen Gemüts, ins Gewissen verlegt, das dabei auf keine Ratio sich berufen konnte. Keine Moral ist unrationalistischer als die bloß aufs Wort begründete protestantische Ethik überhaupt.” - Max Horkheimer
"Dunkel hat sich über die deutsche Erde gelagert": Viele Vertreter der protestantischen Kirche empfanden das Ende des Kaiserreichs als Schma
Angesichts der Corona-Krise erlaubt der Vatikan Priestern in allen betroffenen Gebieten, die Generalabsolution zu erteilen. Und er bietet den am ...
Katholen erfinden #protestantismus mit #corona
Samuel Scheidt Da Jesus an dem Kreuze stund. It’s interesting to see the interweaving of the lines in the score.
Fulbert Steffensky stellt den Diskussionen um die katholische Kirche die Stärken des Katholizismus an die Seite. Eine Einladung.
Lob am Protestantismus
Die Demokratisierung der Bewusstlosigkeit.
Do. 19. Oktober 2017, 19:30 Uhr: "Jedermann sei untertan" - Deutscher Protestantismus im 20. Jahrhundert. Irrwege und Umwege. (Vortrag)
Geißstr.7, Stiftungssaal, 1. Stock; Stuttgart
Vortrag und Diskussion mit Karsten Krampitz
Die ersten vier Jahrhunderte ihrer Geschichte standen die evangelischen Kirchen unter dem „landesherrlichen Regiment“ und dementsprechend immer auf der Seite der Obrigkeit. Doch mit der Weimarer Reichsverfassung wurden die Kirchen in die Freiheit entlassen. Die Entwicklung des deutschen Protestantismus nach 1918/19, mit allen Irrwegen und Verwerfungen, ist von einer neuen Qualität.
Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisationen geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD. Für die Zeit nach dem Krieg zeigt Krampitz, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab und bis in die 1960er Jahre hinein die alten Eliten vorherrschten. Ausführlich geht er auf die besondere Entwicklung der evangelischen Kirche in der DDR ein. Während sich die EKD in Westdeutschland dem Staat andiente, die Wiederaufrüstung durch den Militärseelsorgevertrag begleitete und in ihren Erziehungsheimen schlimmstes Unrecht beging, geriet der ostdeutsche Protestantismus zunehmend in die ideologische Diaspora. Auch der 1969 gegründete Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR litt an Mitgliederschwund, bekam aber gleichzeitig immer mehr Zulauf.
Karsten Krampitz studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin; Promotion zum Thema des Verhältnisses von Staat und Kirche in der DDR.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Geißstr.7