Der war mir schon vorher aufgefallen und auch sein Besitzer, der Thomas, der da immer rumwuselt und irgendwas umstellt und immer auch Sorge hat um die Kundschaft. „Ich bin aber kein Sammler, ich bin ein Loswerder“, hat er gesagt. Und das mitten in diesem Laden, wo man bei jeder dritten Sache denkt: Das wird der doch nie los. Und oft weiß er selbst nicht mal, was es ist, wozu es taugt. Aber es ist halt schön oder zumindest seltsam, eine kleine Entdeckung, beim Entrümpeln gefunden, und ehe ers wegwirft, stellt ers aus. Denn er ist, auch wenn ers nicht zugeben will, halt beides: Loswerder und Sammler bzw. Müllverwerter und Kulturbewahrer, wie er sagt. So einer ist selbst ein Fundstück, das, ich will nicht sagen, ausgestellt werden muss, aber inszeniert mit all seinen Dingen und seiner Musik. Denn er ist ja auch noch Musiker in einem Kollektiv, Metabolismus heißen sie. Ihre Lieder sind vom Stil her genau so durcheinander wie sein Laden. Und genau wie beim Laden muss man dem Thomas manchmal erst ein bisschen zuhören, aber dann ergibt das Durcheinander absolut Sinn und macht sehr großen Spaß.