Zu Gast im Leben anderer.
So fühle ich mich häufig.
Mein eigenes Leben ausgebremst von dem tiefsten Wunsch, der sich nicht erfüllen mag.
Wenn ich meine Freunde treffe, bin ich häufig zu Gast in einem Leben, das ich selbst gern hätte: Chaos mit Kinderspielsachen, deren Tage gesteuert durch die Bedürfnisse ihrer Kleinsten.
Sie führen dieses Leben, das ich selbst gern seit über 3 Jahren hätte.
Ich sehne mich nach „ankommen“.
Einfach leben.
Und zwar so wie ich es gern hätte.
Aber ich kann mir dieses Leben nicht kaufen oder erarbeiten, kann es mir nur wünschen und darauf hoffen, dass ich es jemals führen darf.
Und so lange das Beste daraus machen, dass es eine Leere in meinem Leben gibt.
Ich kann sie versuchen anderweitig zu füllen, auch wenn es schwer ist.
So lange bin ich weiterhin die kleine Randfigur, die stets zuschauen darf und deren Herz schwer, von all diesen Momenten, die mir so besonders erscheinen.
Ich frage mich, ob sie meinen Freunden auffallen.
Ob ihnen bewusst ist, wie gut das Leben zu ihnen war, als sie mit ihren Kindern beschenkt wurden.
Ich hoffe von Herzen, dass sie niemals diesen Schmerz fühlen müssen, wie leer sich ein Herz anfühlen kann, obwohl nur eine vermeintlich kleine Sache im Leben fehlt.
Wenn man ein Kind vermisst, dass noch nie da war, ein Kind das vielleicht nie kommen wird.












