Die digitale Musikdatei
Die Session "Die digitale Musikdatei" drehte sich voll und ganz um Musik, genauer gesagt um das Mastering. Der Masterengineer Philipp Welsing erklärte, wie der Prozess des Masterings abläuft, was es für Unterschiede gibt und warum er sich mehr Transparenz bei den digitalen Anbietern wünscht.
Zu Beginn des Workshops erklärte Welsing, dass der Prozess des Mastering in drei Schritte unterteilt ist. Zuerst dient das Mastering der Qualitätskontrolle, um sicherzustellen, dass keine Störgeräusche in der Audiodatei zu finden sind. Anschließend hieran wird das Audiomaterial nachbearbeitet und durch das sogenannte Dithering Verzerrungen entfernt. Zum Schluss wird dann das DDP-Master erstellt, welches an das Label und das Presswerk geht. Hierbei ist es laut Welsing wichtig, dass insgesamt eine möglichst gute Klangqualität erzielt wird.
Nach diesem Punkt, ging Welsing noch kurz auf die Unterschiede zwischen dem Mastern von CDs und Vinyls ein, bevor er dann auf "Mastered for iTunes" zu sprechen kam. Dieses Siegel, welches Apple für die Einhaltung von bestimmten Kriterien vergibt, ist nicht nur gut für das Marketing, sondern auch der Klang ist bei Audiodateien mit diesem Siegel hörbar besser. Durch Tools von Apple können die Audiodateien extra angepasst werden, sodass die Klanqualität den Ansprüchen von Apple genügt.
Solche Möglichkeiten wünsche sich Welsing auch von anderen Anbietern, da es so transparent ist, wie die gewandelten Audiodateien sich beim Endkunden anhören. Die meisten Anbieter verraten hingegen noch nicht einmal, was sie wie ändern, sodass letztendlich der Kunde minderwertige Audiodateien erhält.
Zum Abschluss der Session wurde dann im kleinen Rahmen der Veranstaltung gefachsimpelt und beispielsweise diskutiert, worauf man beim Mastern noch alles achten muss und ob Neil Youngs PonoPlayer eine ernste Alternative darstellt.















