Welcome home, Easy.
Spoiler-y flitter.
[The taste of your lips is my idea of luxury.]
Taylor Swift - King Of My Heart
Als die Hiobsbotschaft über den medienwirksamen Auftritt von KayC in der WG die Runde macht und sein Halbbruder Tobias schließlich mit seiner Reisetasche über der Schulter und mit betretener Miene aus dem Raum verschwindet, ist Ringo plötzlich ganz allein mit Easy in der Küche.
Er schluckt schwer und spürt sein Herz viel zu schnell in seiner Brust schlagen. Fein prickelt die Wärme in seinen Wangen.
Zwischen all’ den mühsam aufgeblasenen Herzchen-Luftballons, den Amerika-Flaggen und den Unmengen an Popcorn fühlt Ringo sich plötzlich nicht mehr wohl in seiner Haut. Viel zu viel Kitsch, seinem Geschmack nach. Aber natürlich sind sie davon ausgegangen, dass KayC den Heiratsantrag von Tobias annimmt und sie glücklich zurückkehren… Und Elli musste ja unbedingt auf diesen 5kg-Popcornsack bestehen. Und wer durfte ihn schleppen?! Natürlich er.
Aus dem Augenwinkel nimmt er wahr, wie Easy endlich seinen schwarzen Rucksack abstellt und aus seiner Jacke schlüpft. Achtlos findet sie ihren Platz auf der WG-Couch. Das Adrenalin bahnt sich seinen Weg durch Ringos Körper und er nimmt sich Zeit, seinen Gegenüber von Kopf bis Fuß zu mustern - ihn mit seinen Blicken regelrecht zu verschlingen. Easy sieht müde aus, abgekämpft und ist etwas blass um die Nase. Aber wahrscheinlich ist das nach den dramatischen Ereignissen in Las Vegas und dem mehrstündigen Rückflug auch kein Wunder.
Nur eine Sache hat sich nicht geändert - das freudige, helle Leuchten in diesen bernsteinfarbenen Augen, die zarten Grübchen, als Easy Ringo fast schüchtern anlächelt. Ihm wird noch wärmer und er erwidert es stumm, fast unfähig, sich zu bewegen und gar etwas zu sagen. Wie sehr hat er diesen Tag herbeigesehnt, von ihm geträumt. Und nun bringt er vor lauter Glück kein einziges Wort heraus. Ringo beobachtet, wie sich Easys Mund zögerlich öffnet, um etwas zu sagen. Doch bevor auch nur eine Silbe aus seiner Kehle dringen kann, fasst Ringo nach Easys Händen, zieht ihn behutsam zu sich heran - in eine innige Umarmung. Wieder schluckt er gegen den Kloß in seinem Hals an, aber dann lässt sich Ringo mit jedem Zentimenter seines Körpers fallen. Seine Hände krallen sich in den schwarzen Stoff von Easys Pullover. Zärtlich streicht er mit der Nase über dessen Hals, lässt nur wenige Sekunden später seine Lippen folgen und setzt federleichte Küsse auf die weiche Haut. Es ist seine Art zu zeigen, wie sehr er diesen Kerl vermisst hat. Fest inhaliert er Easys Geruch - wenn er ihn doch nur irgendwie festhalten könnte. Er hört das leise, zufriedene Seufzen, welches an sein Ohr dringt. Ringo könnte stundenlang so verharren, die verdammte Zeit und gleich die ganze Welt für immer anhalten. Nur Easy und er.
Vorsichtig löst sich dieser aus der Umarmung, schaut ihn einfach nur an, ehe sein Daumen über Ringos Wange streicht. Diese Berührung reicht, damit Ringo flatternd die Lider schließt und nur noch genießt. Plötzlich sind da Easys sinnliche Lippen an seinem Mund, flüstern leise: “Du hast mir gefehlt.”
Ein zitterndes Keuchen entkommt Ringos Kehle, ehe er seine Lippen sprechen lässt und Easy einen gefühlvollen Kuss schenkt. Er stöhnt innerlich auf, als seiner Zunge Einlass gewährt wird. Seine Geschmacksknospen drohen förmlich zu zerspringen. Ringo zieht den schmalen Körper vor sich an der Hüfte noch enger an sich, ehe sie die akute Atemnot zu einer Pause zwingt. Easys Wangen haben einen feinen Rotton angenommen: “Ich… ich denke, ich gehe besser duschen, ich stinke bestimmt duch die lange Reise…” Er kommt nicht weiter, denn Ringos Zeigefinger liegt schon auf seinen Lippen: “Psst. Weniger stressen, mehr küssen. Außerdem habe ich dir… uns schon ein Bad eingelassen.” Ringo kann ein Grinsen nicht unterdrücken, als Easy lacht und etwas ungläubig den Kopf schüttelt. Nur zu gern gibt er Ringos Forderung nach, umfasst mit beiden Händen seinen Nacken und lehnt schließlich seine Stirn gegen seine: “Herr Beckmann, Sie sind unverbesserlich.”














