Weil jede gute Zeit zur besten mit dir wird und ich viel zu selten danke sag für alles was du bist. Wenn ich einen Menschen bauen könnt', dann wär er so wie du. In allen Farben, einfach so.
Chapeau - Robert Redweik
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Weil jede gute Zeit zur besten mit dir wird und ich viel zu selten danke sag für alles was du bist. Wenn ich einen Menschen bauen könnt', dann wär er so wie du. In allen Farben, einfach so.
Chapeau - Robert Redweik
Du bist n’ schöner Grund zu leben.
Chapeau
Geht doch, irgendwie
Eigentlich möchte ich deutschsprachige Musik wirklich okay finden. Aber ich befürchte, dass wir in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Die Gründe dafür sind recht zahlreich – einige davon habe ich unlängst in der ausführlichen Besprechung des Debüts Die Einzige von Alina genannt und ein paar davon gelten leider auch für manchen der folgenden deutschen Künstler. Allesamt Newcomer, die offenbar um jeden Preis berühmt werden wollen. Oder müssen, damit sich die Investitionen der Labels auch ja lohnen. Keine Ahnung, wie da der Hase läuft. Aber genug der Vorrede.
Robert Redweik, Modeltyp, Musiker, Doktortitel in der Tasche und Dozent an der Münchner Uni. Alles das mit 33 Jahren. Außerdem hat er schon Titel für und mit Midge Ure, Selig, Udo Lindenberg, Jennifer Rostock oder der Band Milliarden geschrieben. Zumindest steht das so im Pressetext, also dieses „für und mit“. Darüber stolpere ich, weil ich es beachtlich fände, wenn Redweik mit dem Frontmann von Ultravox schon einen Song (oder gar mehrere) geschrieben hat. Aber wie gesagt: da steht „für und mit“, was auch immer das heißt. Dein Vegas heißt nun das Debütalbum des Münchners, das ganz viel will und dabei viel zu oft nach Schlager klingt. Ein paar Songs sind sehr modern produziert (Goldfischglas oder So high). Dass das alles aber trotzdem ein Riesenschmu ist, wird deutlich, wenn man sich die Texte genauer anhört. Ich frage mich, wie man damit zufrieden sein kann und wer auf Seiten einer Plattenfirma das alles durchwinkt. Andererseits passt das wunderbar in das Schema der deutschsprachigen Musik, das Böhmermann in diesem Sommer so liebevoll zur Schau gestellt hat. Das sind Texte, die man nur zu gern mitgrölt im übervollen Partyzelt und die an anderer Stelle wieder so tun, als würden sie besonders deepe Weisheiten in kluge Worte kleiden. Aber wie gesagt: Wenn man diese Texte mitliest und vor allem mitdenkt (!), dann tun sich Abgründe auf. Was mich wirklich stört, ist, dass man als Künstler überhaupt damit zufrieden ist. Vermutlich hätte ich jede einzelne dieser austauschbaren Geschichten, wenn ich sie das erste Mal zu Papier gebracht hätte, sofort im Mülleimer entsorgt. Das sind Texte, die raus müssen aus dem Kopf, klar. Texte, die keine Mühe machen. Das sind die immer gleichen ersten Sätze, die einem zu diesem und jenem Thema einfallen. Kalenderweisheiten für Teenager eben. Und solche, die daran glauben wollen. Für keinen dieser Sätze hat man sich gequält. Nichts davon hat Persönlichkeit und weckt auch nur den Anschein einer echten Geschichte, die dahintersteckt oder es zumindest könnte. Jaja, Las Vegas. Ist das nicht die Stadt der vielen blinkenden Lichter? Die ablenken sollen von den Taschenspielertricks, mit denen den Touristen das Geld aus der Tasche gezogen wird. Ich komme einfach nicht klar auf diese Art von Musik. Aber muss ich ja auch nicht.
Robert Redweik Dein Vegas VÖ: 25. August 2017
Von München nach Hamburg und hin zum Folkpop-Duo Liza & Kay. Die beiden, soviel kann ich schon mal sagen, haben mit Mit der Aussicht Einsicht ein solides Album veröffentlicht. Kurz gesagt: Nicht jeder der 13 Songs ist überdurchschnittlich gut, aber die Mehrheit. Nicht jeder Text erzählt eine Geschichte. Aber im besten Fall passiert das doch und dabei einfach mal anders, als man es von vergleichbaren deutschsprachigen Künstlern bereits kennt. Immer wieder hört man neue Reime, wie sie eben nicht schon in zig anderen Texten vorkommen. Baustelle etwa erzählt vom Druck, der auf uns allen lastet, immer alles und vor allem für jeden um uns herum richtig machen zu müssen. Oder Verstand, das genau den Moment beschreibt, wenn einer von zwei Menschen, die dabei sind, sich ineinander zu verknallen, doch plötzlich einen Rückzieher macht. Mit der Aussicht Einsicht ist nicht das große deutschsprachige Popalbum, das alle vereint – den Mainstream und die Anspruchsvollen. Aber es ehrt Liza & Kay, dass sie Musik machen, die sie genau so wollen, vermutlich an ihren Texten werkeln und basteln, bis es passt, ohne dass verloren geht, was die beiden eben erzählen wollen. Das ist wirklich charmant.
Liza & Kay Mit der Aussicht Einsicht VÖ: 25. August 2017
Und das Beste zum Schluss: Petterson sind vier Freunde aus Bremen, die – wenn man so will – Indie-Pop machen, der allerdings auch ziemlich erwachsenentauglich rockt, ohne peinlich zu sein. 53 Minuten lang ist das Album Blick nach vorn geworden und dabei doch keine Minute zu lang. Themen wie Freundschaft, Beziehungsenden und Neuanfänge – alles was die lange Zeit des Erwachsenwerdens begleitet – finden sich in den Texten der Band wider. Nichts hieran wirkt gekünstelt, was schon mal eine große Kunst ist. Und auch wenn es nicht bei jedem der Songs sofort Klick macht: Jeder funktioniert, weil man den Jungs abnimmt, dass sie uns echte Geschichten erzählen und dabei teilhaben lassen an echten Emotionen. Ganz weit weg von kalkuliertem Kitsch. Darauf ein Jever, möchte ich fast sagen. Und kann ich ja im Grunde auch, weil ich kein Geld hierfür bekomme. Nur Petterson wünsche ich genug davon, um weiterhin Musik machen und Alben aufnehmen zu können wie dieses hier.
Petterson Blick nach vorn VÖ: 29. September 2017
Neues von DAVID GILMOUR, THE FRANKLIN ELECTRIC, LA SCALTRA, MACKLEMORE, ROBERT REDWEIK, VAN HOLZEN
### DAVID GILMOUR schickt Vorboten zum Konzertfilm Live At Pompeii 45 Jahre ist es her, dass David Gilmour mit Pink Floyd zwei Shows in Pompeji im...
© monkeypress.de - sharing is caring! Autor/Fotograf: Monkeypress.de Redaktion Den kompletten Beitrag findet Ihr hier: Neues von DAVID GILMOUR, THE FRANKLIN ELECTRIC, LA SCALTRA, MACKLEMORE, ROBERT REDWEIK, VAN HOLZEN
Das Beste kommt erst dann, wenn man es tut
Warum nicht
Lass uns ins Leben springen.
Robert redweik
Oh bitte bleib genau so wie du bist Ganz einfach groß mit einem Wort nur unbeschreiblich. Mein Jahr lang Sommer lass nie los Du bist ein schöner Grund zu leben Chapeau
Robert Redweik
Wenn ich einen Menschen bauen könnt', dann wär er so wie du.
Robert Redweik