#OnThisDay May 9, 2001
Photoshoot with Robert Deutsch in New York City.
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#OnThisDay May 9, 2001
Photoshoot with Robert Deutsch in New York City.
Lutherland
Autor: André Laame / 30. Oktober 2017
Ein Hörspiel des MDR mit Illustrationen von Robert Deutsch
Am 31. Oktober 2017 jährt sich das Reformationsjubiläum bereits zum 500. Mal. Aus diesem Anlass hat der MDR das Hörspiel »Lutherland« bei Lorenz Hoffman in Auftrag gegeben. Die Story: Die Werbeagentur »Meschwitz & Friends« lässt den Schauspieler Winfried Schaller als Luther bei den Feierlichkeiten auftreten. Einmal auf den Geschmack gekommen, ist er schon bald nicht mehr von seiner Rolle zu trennen. Doch dann droht alles aus dem Ruder zu laufen.
Die Werbeagentur plant zum Jubiläum eine PR-Maßnahme mit einem Schauspieler im Lutherkostüm.
Begleitend zur Hörspielproduktion überlegte sich der MDR etwas Besonderes: Robert Deutsch wurde gefragt, ob er Lust hätte, einige Illustrationen anzufertigen. Er sagte zu und herausgekommen ist ein phantastisches Wimmelbild. Im Zentrum ein Denkmal des Reformators vor der Dresdner Frauenkirche, drumherum Schauplätze wie die Wartburg, eine Werbeagentur, der Dorfkrug und vieles mehr.
Es macht Spaß genauer hinzusehen. Denn Robert Deutsch übertrug die Geschichte frei und mit viel Ironie. So wirbt eine Brauerei mit einer Reklame, auf der sich Jesus und Luther kumpelhaft zuprosten. An anderer Stelle findet eine Pegida-Demonstration statt: Unter den Anhängern eine Ratte im feinen Anzug. Die Katholische Kirche wird auf einem Schild als No-Go-Area ausgewiesen. Von solchen und ähnlichen Einfällen wimmelt es nur so in »Lutherland«. Und überall taucht der Lutherdarsteller auf, so dass man den einzelnen Episoden der Geschichte gut folgen kann.
Der Schauspieler Winfried Schaller wird überredet die Rolle des Reformators anzunehmen.
Was macht Luther bei einer Pegida-Demo?
Es ist viel los im »Lutherland«.
Robert Deutsch ist Comiczeicher aus Leipzig. Kürzlich erschien seine erste Graphic Novel »Turing« im Avant Verlag. Darin erzählt er die Geschichte des bekannten gleichnamigen Wissenschaftlers. Alan Turing ist übrigens auch in obigen Bild zu finden.
Größere Ansichten und das Hörspiel als Podcast zum Nachhören gibt es hier: http://www.mdr.de/kultur/themen/hoerspielreihe-lutherland-refjahr-100.html
alle Bilder: © Robert Deutsch, 2017
Aaliyah photographed by James Patrick Cooper and Robert Deutsch in New York on May 9, 2001.
When Aaliyah died, this shoot was ONE OF the very first photos all over the news (this specific shoot all over USA Today). Beautiful photography, but every time I see this shoot, I can't help but think of the first few days that I found out Aaliyah actually died and that it was not a bad rumor or dream. 😔
Robert Deutsch auf den Spuren von Humboldt
Autor: André Laame / 15.6.2018
Humboldt auf dem Orinoco
Robert Deutsch ist bekannt als Autor der Graphic Novel »Turing«. Sein neues Werk handelt von Alexander von Humboldts Südamerikareise. Erschienen ist es kürzlich im neuen Magazin »Der Spiegel Expedition«. Ich hatte Gelegenheit mit Robert darüber zu sprechen.
AL: Robert, warst du schon vor deiner Arbeit an dem Comic vertraut mit den Abenteuern des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt?
RD: Nein, ich hatte keine Ahnung, dass er so ein draufgängerischer Typ war, der zwar alles genauestens vorbereitet hat, aber mit einer gewissen Naivität in seine Abenteuer gezogen ist. Bekannt war mir sein Name durch die Humboldt-Universität in Berlin und die vielen Straßen, welche nach ihm benannt sind.
AL: 1800 bricht Humboldt zusammen mit seinem französischen Kollegen Bonpland auf, um den Urwaldkanal Casiquirare zu finden. Sie treffen auf Raubtiere und Kannibalen, werden krank und erleben viele weitere Strapazen. Wie schwierig war es für dich, all das in einem 20-seitigen Comic zu verknappen?
RD: Es ist immer eine Herausforderung die Informationen einer Geschichte in wenige Bilder zu verpacken. In der grafischen Erzählung zu Humboldt, zu der ich sehr ausführliche Tagebuchberichte von Humboldt selbst hatte, musste ich mich aufs Wesentliche beschränken und die Kerninformationen in zwei bis drei Kästchen erzählen. Die größte Herausforderung war es, wieder einen guten visuellen Übergang zu schaffen, damit die Erzählung flüssig bleibt. Was im Bild auf der Strecke bleibt, kann dann im Text ergänzt werden.
Skizze zu obigen Bild
AL: Bei Magazinproduktionen ist das Timing häufig sehr eng. Trotzdem hast du dich wieder für die Malerei entschieden. War das nicht ein Wagnis für die Umsetzung?
RD: Die Bildredakteure des Spiegel haben mich wegen meines Stiles gebucht, daher hatte ich keine andere Wahl der Umsetzung. Ich habe vor Beginn der Umsetzung einen Zeitplan erstellt und mir ausgerechnet, wieviel Zeit ich pro Seite habe. Da ich ca. 35 Tage für das Erstellen eines Storyboards und die Reinzeichnung hatte, blieben mir also pro Seite 1,5 Tage. Ich habe zu der Zeit mein Atelier auch erst dann verlassen, wenn das Blatt vollendet war. Glücklicherweise gab es am Ende nur wenige Korrekturen.
Humoldt lernt die Gefahren des Urwalds kennen
AL: Die Farben deiner Regenwaldbilder erinnern an die des Malers Henri Rousseau. Waren seine Gemälde für dich eine Inspiration?
RD: Die Bildwelten aus der Kunstgeschichte inspirieren mich seit jeher. Ich mag es mit Bildwelten zu spielen, welche im kollektiven Gedächtnis sind und sie mit meinen Ideen zu bestücken. Das macht sie für mich immer lebendig und holt sie aus der Schublade.
AL: Nach deinem Buch Turing ist dies der zweite Comic über einen Forscher. Lässt sich da schon ein roter Faden erkennen?
RD: Es bereitet mir großes Vergnügen, mich mit komplexen Themen zu beschäftigen, sei es ein Forscher oder Geschichte. Die Dinge miteinander zu verknüpfen und zu interpretieren gibt oft Stoff für neue Geschichten, in welche ich gerne abtauche und rumspinnen kann. Vielleicht entspinnt sich gerade ein roter Faden, von welchem ich noch nichts gemerkt habe. In meinem Kopf spuken einige Ideen und auch die Lust zu einem neuen Buch wird immer größer.
AL: Ich bin gespannt. Danke Robert, dass du dir kurz Zeit genommen hast.
seit Mai im Handel: die erste Ausgabe von »Der Spiegel Expedition«
Weitere Bilder unter www.sepia-illustration.de
Illustrationen: © Robert Deutsch 2018