Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2023!
Illustration © Clo’e Floirat
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Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2023!
Illustration © Clo’e Floirat
Seit 10 Jahren vertreten wir großartige Illustratoren aus ganz Europa. Möchtest du dabei sein? Dann bewirb dich jetzt!
Gold für unseren Illustrator Francesco Bongiorni! Für seine Illustrationen im Buch »Atlante dei luoghi misteriosi dell’Antichità« (Atlas der geheimnisvollen Orte der Antike) wurde Francesco Anfang Mai von der Society of Illustrators in New York geehrt. Das Buch hat 160 Seiten, davon 30 mit großformatigen Illustrationen. Es handelt sich um den zweiten Atlas, den Francesco gemeinsam mit dem Autoren Massimo Polidoro bei Bompiani in Italien heraus gebracht hat.
Die beiden suchen für ihr Buch nun einen Verlag in Deutschland. Interessenten sind herzlich willkommen! Wir schicken gerne Infomaterial, einfach anfragen: [email protected]
161. Geburtstag Lou Andreas-Salomé: Ein Google Doodle von Isabel Seliger
Am 12. Februar 1861 wurde die Philosophin und Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé in St. Petersburg, Russland geboren. Zu ihrem 161. Geburtstag zeichnete Isabel Seliger ein Portrait, das zu ihrem Jahrestag bei Google erschien.
Isabel beantwortete dazu einige Fragen von Google, die wir hier wiedergeben:
Q. Why was this topic meaningful to you personally?
A: I always appreciate it when I feel well chosen for a topic and that was the case with Lou Andreas-Salomé. A woman, a free spirit, a writer and psychoanalyst, student of Sigmund Freud at the age of 50. She was a really interesting and inspiring woman and it was an honor and a pleasure for me to portray her.
Q. What were your first thoughts when you were approached about working on this Doodle?
A: Above all, I was happy to be able to create a Doodle again. After the first portrait of Emma Ihrers in 2018, it should again be a portrait of a strong woman. She was a writer and a psychoanalyst—both activities that interest me and that I like to draw including the time she lived in…the clothes and patterns.
Q. Did you draw inspiration from anything in particular for this Doodle?
A: I looked at art deco frames, wallpaper, patterns, and typefaces. I drew inspiration for the concept from the notes I found on Lou Andreas-Salomé and from the briefing.
Q. What message do you hope people take away from your Doodle?
A: I hope that my portrait will inspire those who don't know Lou Andreas-Salomé to engage with her. And that she will be recognized by those who already know her.
Fragen von Google, Antworten von Isabel Seliger, Februar 2022
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In diesem Jahr sind bereits viele schöne Bücher erschienen. Allerdings müssen die meisten Buchläden vorübergehend geschlossen bleiben. Damit ihr eurem Händler treu bleiben könnt, verlosen wir einen Gutschein von Genialokal im Wert von 25 Euro. Wir möchten wissen, welches frisch veröffentlichte und illustrierte (!) Buch euch am besten gefällt. Nähere Infos auf sepia-illustration.de.
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Tumblr und wird in keiner Weise von Tumblr gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Isabel Seliger erzählt von ihrem Debüt als Hörspielillustratorin
Der NDR hat nach dem Roman von Katharina Adler das Hörspiel IDA produziert. Es erzählt von einer jungen Patientin Sigmund Freuds. Bekannt wurde sie als Fall Dora. Isabel Seliger zeichnete 100 Bilder. Wir haben ihr einige Fragen dazu gestellt.
Isabel, in dem Stück erleben wir die Therapie bei dem berühmten Psychologen aus Sicht der 18jährigen Ida Bauer. Wie hast du dich der Person Ida Bauer genähert?
Für meine Arbeit hatte ich einige wenige Fotos und das fertige Skript zur Verfügung. Das Script liest sich wie ein Theaterstück und so erschien mir die Geschichte wie die Inszenierung eines Dialogs auf einer Bühne. Ein Dialog zwischen zweien und ein innerer. Ich fand das Script großartig. Es fiel mir leicht mich in Ida hineinzuversetzen, mich auf ihre Seite zu stellen, mich für sie zu interessieren, und auch für Freud und die Zeit um die Jahrhundertwende. So habe ich mich der Person Ida Bauer genähert. Ich habe sie durch das Lesen des Scriptes kennengelernt und ihr Bild nach Recherchen für mich passend gebaut. Ein natürlicher Prozess. Im Nachhinein würde ich sagen: Sie war einfach da.
Die junge Frau erzählt, dass sie als Mädchen von einem erwachsenen Freund der Familie sexuell bedrängt wurde. Seit einer Weile leidet sie unter nervösem Husten. Freud deutet ihre Reaktion als Verliebtheit in diesen Mann. Was hast du empfunden, als du das gehört hast?
Es hat mich empört. Mit jedem Lesen hat mich Freud‘s Selbstverliebtheit und Arroganz wütender gemacht und dafür gesorgt, dass ich es ihm heimzahlen wollte. Wahrscheinlich ist deshalb sein Gesicht fast nie zu sehen. Ich wollte ihn als arroganten Widersacher darstellen; und wie sehr passt es dabei (!), dass er meist von einer Rauchwolke umgeben ist, dass in seinem Büro ein Feuer knistert und dass sich seine Uhrenkette dazu anbot, Ida zeichnerisch damit zu bedrängen.
Nach elf Wochen bricht Ida Bauer die Behandlung bei Freud eigenmächtig ab. In der patriarchalischen Welt von 1900 war dies noch völlig undenkbar. Inwieweit könnte Sie auch heute noch ein Vorbild sein?
Ida ist kritisch und empört sich. Sie hat bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Ärzten und deren Behandlungsmethoden gemacht. Freud's Methode war damals etwas ganz neues und ihr Sinn für Ida nicht wirklich nachvollziehbar. Nach einer Weile jedoch glaubte Sie in Freud einen Freund und Fürsprecher gefunden zu haben. Sie denkt sogar, dass er vielleicht recht haben könnte, was sich aber schnell wieder auflöst weil Ida nicht aufhört zu reflektieren. Sie hört Freud zu; aber genauso hört sie auf sich, auf ihren Körper und ihre Gefühle. Sie lässt sich nicht bedrängen und trifft ihre eigenen Entscheidungen.
Wie hat sich die Arbeit zu diesem Hörspiel von deinen bisherigen Werken unterschieden?
Die Arbeit zu dem IDA Hörspiel war mein bislang aufwändigstes Projekt. Normalerweise weiß ich recht genau wie umfangreich das Ergebnis werden soll und ich kann meinen Arbeitsaufwand ungefähr einschätzen. Außerdem arbeite ich meist an einzelnen Illustrationen. Ich hatte jedoch schon vorher an Sequenzen und Comics gearbeitet und für das Pop-Up Magazine auch an einer Reihe, die animierbar sein sollte. Das hat mir enorm geholfen. Bei IDA war zuerst von etwa 10 Illustrationen die Rede, aber das reichte vor allem für mich nicht. Ich musste das Script durcharbeiten und dabei war der für mich natürlichste erste Schritt, alles durchzuskizzieren. Ganz neu war, dass ich Illustrationen für einen konkreten zeitlichen Rahmen erschaffen musste, den ich mir zuerst nur vorstellen konnte, und die Bilder sollten final animierbar sein. Ich habe einen Monat an den Skizzen gearbeitet. Das Hörspiel wurde bis dann fertig produziert und ich konnte es das erste mal hören. Nun wusste ich, dass einige Szenen schneller ablaufen oder langsamer als ich gedacht hatte und einiges passte nicht mehr. Ich saß einen weiteren Monat an den Reinzeichnungen und danach wurde vom NDR alles geschnitten, animiert und fertig produziert.
Durch deine Bilder wirkt das Stück filmisch. Hattest du Vorbilder?
Ich habe eher an Theater als an Film denken müssen, und dabei kam mir Dogville von Lars von Trier in den Sinn, als ich mir überlegen musste wie aufwändig die Bilder werden sollten. Ich wollte mich auf das wesentliche konzentrieren. Als „Vorbilder“ kann ich vielleicht Andrei Tarkovsky erwähnen, dessen Bilder und Filme ich liebe, und Vilhelm Hammershøi, der mir bei der Recherche zu IDA auch begegnete.
Das Gesicht der Ida Bauer wird in verschiedenen Versionen immer wieder eingeblendet. Mich erinnerte das an Bilder aus dem Film Vertigo. Wie bist du darauf gekommen?
Ich glaube, dass ich Vertigo nie gesehen habe. Wenn IDAs Gesicht eingeblendet ist, dann in Momenten, in denen sie mit ihren Gedanken allein ist. Ich wollte sie in einem schwarzen Raum zeigen, der die Möglichkeit bietet Wahrnehmungen und Sonstiges einzublenden. Ihr Gesicht verändert sich im Laufe der Geschichte weil sie zunehmend mitgenommener und wütender wird.
Du musstest in kurzer Zeit viele Bilder zeichnen. Wie hast du dich organisiert?
Ich habe mir bis zur jeweiligen Deadline einen Plan gemacht, die mir zur Verfügung stehenden Wochen aufgezeichnet und ausgerechnet wie viel ich schaffen muss. In der Konzeptions- und ersten Skizzenphase, wie viele Szenen ich pro Woche bzw. pro Tag durcharbeiten muss und in der Phase der Ausarbeitung, die Menge der Bilder pro Tag. Jeden Tag habe ich aufgeschrieben, was ich geschafft habe und evtl. Arbeiten auf den nächsten Tag verschoben. Meist jedoch konnte ich vorarbeiten, was gut war, da doch immer mal etwas dazwischen kommt. Ich habe meine tatsächliche Arbeitszeit außerdem genau dokumentiert.
Gibt es Pläne, die Geschichte mit deinen Bildern auch in gedruckter Form zu veröffentlichen?
Von meiner Seite gibt es dazu bisher keine Pläne.
Vielen Dank für das Gespräch, Isabel.
Das Interview führte Anja Laame am 4. Dezember 2019.
Alle Illustrationen © Isabel Seliger.
Mehr von Isabel in ihrem Portfolio.
Illustrierte Weltraumsphären
Autor: André Laame / 8. Juli 2019
Science-Fiction Fans haben die Qual der Wahl. Denn kürzlich sind einige faszinierende Bücher herausgekommen. Zum Beispiel »Abschied von der Erde« – ein Sachbuch des Physikers Michio Kaku. Er ist davon überzeugt, dass die Menschen bereits 2050 auf dem Mars leben werden. Außerdem erschien grade »Jenseits der Zeit« von Cixin Liu. In dem letzten Teil der Trisolaris-Reihe beschreibt der Autor die Flucht der Menschen in den Weltraum. Manches davon kann man sich nur schwer vorstellen. Die Bilder von Armin Schieb sind da schon sehr hilfreich.
Beispiele von Weltraumsphären von Armin Schieb
das Schwarmmodell
das Ringmodell
ein riesiger Monolith
das Sonnensegel
Der britisch-amerikanische Physiker Freeman Dyson hatte bereits 1960 Ideen zur sogenannten Dyson-Sphäre. In einem Artikel für Science erwähnte er die Absorbtion der Energie eines Sterns als einen möglichen Hinweis auf außerirdischen Intelligenzen. 2013 erschienen dazu diese Bilder in der deutschen Ausgabe des New Scientist.
Armin Schieb ist unser 3D-Spezialist für wissenschaftliche Illustration. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Astronautik und dem Schwarmverhalten der Ameisen. Darüber hinaus entwickelt er zahlreiche Infografiken für Zeitungen und Magazine. → Portfolio von Armin Schieb
Simon Bailly ist unser neuer Illustrator
Autor: Anja Laame / 26. April 2019
© Simon Bailly / Sepia
Simon Bailly ist unser neuer Illustrator aus Frankreich. Dort ist er bereits bekannt. Denn seine Zeichnungen erscheinen regelmäßig in Zeitungen wie der Libération und anderen Blättern. Typisch für ihn sind seine humorvollen Bilddeen im Comicstil. Nebenher illustriert Simon Bailly Kinderbücher. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt:
Anja: Where are you from? Simon: Gien – in the middle of the France. Currently I live in Lyon, the city of cooking. I’m a graduate from Esal Epinal, a French art school.
Describe your work. Everyday I use a pen and ink, and I do my colors on photoshop, but I also like to use different techniques for experiment. I am inspirated by Tomi Ungerer, Hergé, Steinberg, Saul Bass, Sempé, Bloch, Joost Swarte, 70’s french cinema (Audiard, Blier ...), the russian graphism of 20’s ...
How do you differ from your idols? I think the difference is the age. All of my idols are old or dead. I’ve no answers for this question. I think i’m just someone, who wants to draw all the time.
What is your goal as an illustrator? (...) I think that I would like to inspire peoples with books or story. And one day, I would love to work for movie posters.
What do you like to draw? I love drawing the jungle, with many details, and the city, with many details too, and the 70’s furniture.
What is your attitude, what do you decline? I don’t want to work for religious or »right-wing« newspapers.
Anything else that is important for you? Bread, cheese and red wine :) I just want to work on various topics. I like to learn in work, and I think it’s important, when you work with your passion, to not to get bored.
Welcome on board Simon!
Geheimnisvolle Orte in Italien
Autor: André Laame / 22. März 2019
»Atlante dei Luoghi Misteriosi d’Italia« ist das neue Buch von Massimo Polidoro und Francesco Bongiorni. Gemeinsam führen sie den Leser in die Welt der geheimnisvollen Legenden und Mythen italienischer Städte. Ebenso fantastisch wie die Erzählungen wirken auch die zahlreichen Illustrationen aus der Hand unseres Illustrators Francesco Bongiorni.
Sacra di San Michelle
Sacro Bosco
Das Buch umfasst 217 Seiten und ist in italienischer Sprache bei Bompiani erschienen.
Francesco Bongiorni gewinnt bei Illustri
Autor: André Laame / 4.10.2018
Francesco Bongiorni (Mitte) bei der Preisverleihung in Mailand
In Mailand wurden wieder die besten italienischen Illustratoren gewählt. Es gab fünf Kategorien. Als Finalist in gleich dreien davon – nämlich Editorial, Werbung und Buch – gewann Francesco Bongiorni schließlich mit einer Reihe von sieben gestalteten Buchcovern. Die Preisverleihung fand am 12. September 2018 statt.
Die Titel schmücken die Romane von John Straley. Darin erzählt der inzwischen in Alaska lebende Kanadier die mysteriösen Geschichten des Detektivs Cecil Younger.
Baby’s First Felony, The Woman Who Married a Bear
Death and the Language of Happiness, Cold Water Burning
Außerdem bei Soho Press erhältlich: The Curious Eat Themselves, The Music of What Happens und The Angels Will Not Care.
Mehr neue Bilder unter www.sepia-illustration.de
Illustrationen: © Francesco Bongiorni 2018 Fotos: © Illustrifestival
Robert Deutsch auf den Spuren von Humboldt
Autor: André Laame / 15.6.2018
Humboldt auf dem Orinoco
Robert Deutsch ist bekannt als Autor der Graphic Novel »Turing«. Sein neues Werk handelt von Alexander von Humboldts Südamerikareise. Erschienen ist es kürzlich im neuen Magazin »Der Spiegel Expedition«. Ich hatte Gelegenheit mit Robert darüber zu sprechen.
AL: Robert, warst du schon vor deiner Arbeit an dem Comic vertraut mit den Abenteuern des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt?
RD: Nein, ich hatte keine Ahnung, dass er so ein draufgängerischer Typ war, der zwar alles genauestens vorbereitet hat, aber mit einer gewissen Naivität in seine Abenteuer gezogen ist. Bekannt war mir sein Name durch die Humboldt-Universität in Berlin und die vielen Straßen, welche nach ihm benannt sind.
AL: 1800 bricht Humboldt zusammen mit seinem französischen Kollegen Bonpland auf, um den Urwaldkanal Casiquirare zu finden. Sie treffen auf Raubtiere und Kannibalen, werden krank und erleben viele weitere Strapazen. Wie schwierig war es für dich, all das in einem 20-seitigen Comic zu verknappen?
RD: Es ist immer eine Herausforderung die Informationen einer Geschichte in wenige Bilder zu verpacken. In der grafischen Erzählung zu Humboldt, zu der ich sehr ausführliche Tagebuchberichte von Humboldt selbst hatte, musste ich mich aufs Wesentliche beschränken und die Kerninformationen in zwei bis drei Kästchen erzählen. Die größte Herausforderung war es, wieder einen guten visuellen Übergang zu schaffen, damit die Erzählung flüssig bleibt. Was im Bild auf der Strecke bleibt, kann dann im Text ergänzt werden.
Skizze zu obigen Bild
AL: Bei Magazinproduktionen ist das Timing häufig sehr eng. Trotzdem hast du dich wieder für die Malerei entschieden. War das nicht ein Wagnis für die Umsetzung?
RD: Die Bildredakteure des Spiegel haben mich wegen meines Stiles gebucht, daher hatte ich keine andere Wahl der Umsetzung. Ich habe vor Beginn der Umsetzung einen Zeitplan erstellt und mir ausgerechnet, wieviel Zeit ich pro Seite habe. Da ich ca. 35 Tage für das Erstellen eines Storyboards und die Reinzeichnung hatte, blieben mir also pro Seite 1,5 Tage. Ich habe zu der Zeit mein Atelier auch erst dann verlassen, wenn das Blatt vollendet war. Glücklicherweise gab es am Ende nur wenige Korrekturen.
Humoldt lernt die Gefahren des Urwalds kennen
AL: Die Farben deiner Regenwaldbilder erinnern an die des Malers Henri Rousseau. Waren seine Gemälde für dich eine Inspiration?
RD: Die Bildwelten aus der Kunstgeschichte inspirieren mich seit jeher. Ich mag es mit Bildwelten zu spielen, welche im kollektiven Gedächtnis sind und sie mit meinen Ideen zu bestücken. Das macht sie für mich immer lebendig und holt sie aus der Schublade.
AL: Nach deinem Buch Turing ist dies der zweite Comic über einen Forscher. Lässt sich da schon ein roter Faden erkennen?
RD: Es bereitet mir großes Vergnügen, mich mit komplexen Themen zu beschäftigen, sei es ein Forscher oder Geschichte. Die Dinge miteinander zu verknüpfen und zu interpretieren gibt oft Stoff für neue Geschichten, in welche ich gerne abtauche und rumspinnen kann. Vielleicht entspinnt sich gerade ein roter Faden, von welchem ich noch nichts gemerkt habe. In meinem Kopf spuken einige Ideen und auch die Lust zu einem neuen Buch wird immer größer.
AL: Ich bin gespannt. Danke Robert, dass du dir kurz Zeit genommen hast.
seit Mai im Handel: die erste Ausgabe von »Der Spiegel Expedition«
Weitere Bilder unter www.sepia-illustration.de
Illustrationen: © Robert Deutsch 2018
Francesco Bongiorni für die Felix Burda Stiftung
Autor: André Laame / 14.05.2018
Verdammt tückisch – ein Skorpion im Frühstück (erste Skizze)
Im Darmkrebsmonat März rief die Felix Burda Stiftung mit einer ungewöhnlichen Idee zur Vorsorge auf. Unvermeidbare Unfälle stehen im Kontrast zum Darmkrebs, für den es gute Heilungschancen gibt, sofern er früh erkannt wird. Die Berliner Agentur Heimat kreierte dazu eine TV- und Printkampagne, in der skurrile Todesursachen gezeigt werden. Wir zeigen hier drei Plakatmotive, die Francesco Bongiorni illustriert hat.
Von der Skizze bis zum fertigen Plakat.
Das Motiv Weltraumschrott ist angelehnt an den diesjährigen TV-Spot. (Sh. Link unten)
Drohne und Heißluftballon
Illustrationen: Francesco Bongiorni Agentur: Heimat (Berlin) Creative Director: Arne Stach
Weiterführende Informationen zur Felix Burda Stiftung unter www.felix-burda-stiftung.de
Hier geht es zum Video vom abstürzenden Sateliten: https://www.youtube.com/watch?v=3_wKzCmwNBY
alle Bilder: © Francesco Bongiorni, 2018
Lutherland
Autor: André Laame / 30. Oktober 2017
Ein Hörspiel des MDR mit Illustrationen von Robert Deutsch
Am 31. Oktober 2017 jährt sich das Reformationsjubiläum bereits zum 500. Mal. Aus diesem Anlass hat der MDR das Hörspiel »Lutherland« bei Lorenz Hoffman in Auftrag gegeben. Die Story: Die Werbeagentur »Meschwitz & Friends« lässt den Schauspieler Winfried Schaller als Luther bei den Feierlichkeiten auftreten. Einmal auf den Geschmack gekommen, ist er schon bald nicht mehr von seiner Rolle zu trennen. Doch dann droht alles aus dem Ruder zu laufen.
Die Werbeagentur plant zum Jubiläum eine PR-Maßnahme mit einem Schauspieler im Lutherkostüm.
Begleitend zur Hörspielproduktion überlegte sich der MDR etwas Besonderes: Robert Deutsch wurde gefragt, ob er Lust hätte, einige Illustrationen anzufertigen. Er sagte zu und herausgekommen ist ein phantastisches Wimmelbild. Im Zentrum ein Denkmal des Reformators vor der Dresdner Frauenkirche, drumherum Schauplätze wie die Wartburg, eine Werbeagentur, der Dorfkrug und vieles mehr.
Es macht Spaß genauer hinzusehen. Denn Robert Deutsch übertrug die Geschichte frei und mit viel Ironie. So wirbt eine Brauerei mit einer Reklame, auf der sich Jesus und Luther kumpelhaft zuprosten. An anderer Stelle findet eine Pegida-Demonstration statt: Unter den Anhängern eine Ratte im feinen Anzug. Die Katholische Kirche wird auf einem Schild als No-Go-Area ausgewiesen. Von solchen und ähnlichen Einfällen wimmelt es nur so in »Lutherland«. Und überall taucht der Lutherdarsteller auf, so dass man den einzelnen Episoden der Geschichte gut folgen kann.
Der Schauspieler Winfried Schaller wird überredet die Rolle des Reformators anzunehmen.
Was macht Luther bei einer Pegida-Demo?
Es ist viel los im »Lutherland«.
Robert Deutsch ist Comiczeicher aus Leipzig. Kürzlich erschien seine erste Graphic Novel »Turing« im Avant Verlag. Darin erzählt er die Geschichte des bekannten gleichnamigen Wissenschaftlers. Alan Turing ist übrigens auch in obigen Bild zu finden.
Größere Ansichten und das Hörspiel als Podcast zum Nachhören gibt es hier: http://www.mdr.de/kultur/themen/hoerspielreihe-lutherland-refjahr-100.html
alle Bilder: © Robert Deutsch, 2017
Fünf Jahre Forschung
Autor: André Laame
Anatomieskizze als Grundlage für die Gestaltung
Armin Schieb arbeitete fast fünf Jahre lang an dem Buch »Das Ameisenkollektiv«. Etliche Skizzen und Ausdrucke schmückten die Wände seines Hamburger Ateliers. Nichts blieb ohne Korrektur. Es war eine besondere Herausforderung, die Lichtdurchlässigkeit der Körper wiederzugeben.
Doch es sollte nicht nur gestalterisch überzeugen – es musste auch inhaltlich verständlich und richtig sein. Zur Recherche sichtete Armin Unmengen an Onlineartikeln, Zeitschriften, Fachbüchern und Forschungsarbeiten.
Ameisen orientieren sich über den Geruchs- und Sehsinn. Sie sehen nur ein Mosaik ihrer Umgebung.
Neben den umfangreichen Informationen sind es aber die Panoramabilder, die fesseln. Auf Augenhöhe mit den Insekten erkennt man ihre faszinierenden Fähigkeiten, ihre Bedeutung für das Ökosystem und wie schützenswert sie sind.
Die Seiten haben ein Format von 21,1 x 29 cm.
Das Projekt liegt in zwei Varianten vor: Als Sachbuch mit 152 durchgehend farbig illustrierten Seiten oder als Schuber mit 8 beidseitig bedruckten Leporellos.
Das ausgeklappte Leporello ist 1,68 m lang.
Das Buch ist noch nicht verlegt.
Tipp für alle die sich diese Tiere bis zum Erscheinen des Buches mal aus der Nähe anschauen möchten: Das geht auch in der Stadt, zum Beispiel in einigen Naturkundemuseen und Zoos. Aber auch im Ameisencafé des Outdoorgeschäftes Globetrotter in Hamburg-Barmbek.
alle Bilder: © Armin Schieb, 2017
Ameisen ganz groß
Autor: André Laame
Detail des Titels
»Das Ameisenkollektiv« ist das neueste Werk von Armin Schieb. Ein Buch, dass mit großzügig inszenierten Illustrationen die Koloniengründung, Nestbau, Straßenbildung, Ernährung, Arbeitsteilung und den Nestumzug erläutert.
ausgearbeitete 3D Szene mit Arbeiterin, Drohne und Königin
Die Illustrationen sind wie in diesem Ausschnitt sehr detailliert ausgearbeitet.
Die ersten Seiten zeigen einige Ameisen bei der Fütterung. Kurze Texte erläutern die Aufgaben der verschiedenen Ameisenklassen. So erfährt der Leser zum Beispiel, dass die Arbeiterinnen das wichtigste Glied im Ameisenstaat sind. Sie kümmern sich um die Brutpflege, Jagd, Verteidigung und Nestaufbau. Die männlichen Drohnen hingegen leben nur wenige Wochen. In dieser Zeit nehmen sie am Hochzeitsflug teil und paaren sich mit einem Weibchen.
Auf einer kleinen Lichtung: Sequenzen des Hochzeitsfluges in einem Bild.
Ungewöhnlich ist der Blickwinkel, den Armin Schieb für seine Motive wählte. Der Leser ist mitten im Geschehen. Wandert er zunächst noch mit den Ameisen über den Erdboden, findet er sich schon bald direkt im Nest wieder. Inspiriert haben ihn dazu die Makroaufnahmen aus dem Science-Fiction-Film »Phase IV«. Kleine, sonst so unscheinbare Objekte wie die Fichtennadeln wirken durch die Vergrößerung wie sonderbare Skulpturen. Dabei erscheint alles in einer Klarheit, die die Tiere nie bedrohlich wirken lässt.
Schwere Lasten wie Fichtennadeln oder Steinchen auf dem Weg zum Hügelnest.
Mehr Infos zu diesem Buch im folgenden Blogeintrag.
alle Bilder: © Armin Schieb, 2017