Sanikai
Interview mit Sanaz Akaouf, Mit-Gründerin von Sandkai Mehr Informationen: http://sanikai.com Sanaz, was ist Sanikai, wer steht dahinter? Hinter Sanikai stehen mein Lebens- /Geschäftspartner Kai und ich. Im Mai 2015 haben wir aus eigenem Bedürfnis heraus unser junges ökologisches Modelabel "SANIKAI" gegründet. Als wir auf die Suche nach frecher, veganer und qualitativ hochwertiger Kleidung waren aber nichts fanden, begannen wir damit, diese selbst herzustellen. Genäht wird unsere farbenfrohe Mode aus Bio-Baumwolle, Bio-Leinen, Hanf und recycelten PET-Flaschen – und dies ausschliesslich bei einer familiengeführten Produktionsstätte in der Schweiz. Neben unserer eigenen Kleidermarke werden auch Schuhe, Accessoires und Pflegeprodukte von anderen Labels angeboten, die zu unserem bunten Look passen und ebenso ethisch produziert werden.
Wie bist du in die Fashion-Branche eingestiegen? Ich bin damals mit 21 Jahren aus Not in die Branche gerutscht. Ich musste die höhere Fachausbildung in Dialogmarketing selber finanzieren und habe im Jamarico im Zürcher Niederdorf während sechs Jahren als Aushilfsverkäuferin an Wochenenden gearbeitet. 2009 habe ich dann mit meinem Nebenjob aufgehört und Frühling 2012 hatte ich mich für das Modedesign Studium an der Schweizerischen Textilfachschule STF in Zürich eingeschrieben und erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Studium und der Gründung von SANIKAI bin ich wieder in der Fashion-Branche tätig.
Wo findet ihr eure Inspiration? Inspiration finden wir auf Reisen in exotische Länder wie Brasilien oder auch Japan. Flora & Fauna sind die Basis unserer Prints. Alles andere ergibt sich von alleine durch unser Konzept und die Experimentfreudigkeit sowie auch durch die Liebe für natürliche und umweltfreundliche Materialien.
Warum ist euch eine lokale Produktion so wichtig, warum habt ihr die Peta-Zertifizierung? Eine Auslandproduktion war nie ein Thema für uns. Wir sind hier zuhause und möchten dementsprechend auch gerne hier in der Schweiz produzieren und unsere Heimat unterstützen. Spontane Besuche in der Näherei und kurze Transportwege waren sicherlich auch wichtige Entscheidungspunkte.
Wir wurden von PETA direkt angefragt, ob wir nicht unser Label zertifizieren lassen möchten. Mit der gleichen Anfrage erhielten wir ein umfangreiches Formular zum ausfüllen. Die Prüfung dauerte eine Weile und nach einigen Wochen erhielten wir den Bescheid, dass unser Label das PETA-Approved Vegan Label erhalten darf. Doch um ehrlich zu sein, halten wir selber nicht viel von Zertifizierungen. Uns sind ehrliche Taten wichtiger als leere Versprechen.
Wo siehst du die grössten Herausforderungen wenn man ein eigenes Fashion-label hat? Die grössten Herausforderungen finden in mehren Phasen statt. Am Anfang bei der Erstellung des Konzeptes, denn dieses sollte einzigartig sein und sich von anderen Labels abheben können. Danach folgt die Realisierung und später dann die ganze Vermarktung. Wir empfehlen in allen Situationen, sich stets treu zu bleiben und die Grundidee nie aus den Augen zu verlieren. Egal wie hart die bevorstehenden Zeiten auch sein mögen.
Was bedeutet für euch Nachhaltigkeit in der Modebranche? Nachhaltigkeit in der Modebranche bedeutet für uns, dass kein Lebewesen auf der Welt dafür leiden muss. Kurze Transportwege und Langlebigkeit sind ebenso wichtige Faktoren. Wir haben das Label SANIKAI gegründet, weil wir einen grossen Beitrag in eine positive Richtung leisten möchten. Eine ethisch korrekte Modelinie welche gleichzeitig auch in der Schweiz genäht wird, gab es damals als wir selber auf der Suche waren, nicht. Darum haben wir unser eigenes Label gegründet.












