Florist's Cineraria (Pericallis × hybrida) by . Ray in Manila https://flic.kr/p/22NXtec

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Florist's Cineraria (Pericallis × hybrida) by . Ray in Manila https://flic.kr/p/22NXtec
Mientras que en un laboratorio es fácil introducir al novato en materia de procedimientos, mucho más difícil es para un científico transmitir la capacidad para indagar la presencia de nuevos problemas en el curso de la solución de los antiguos o para explicar la intuición, surgida de la experiencia, de que un problema está a punto de entrar en un callejón sin salida. La dificultad de la transferencia de conocimiento plantea un interrogante acerca de por qué es tan difícil, por qué el saber se convierte en un secreto personal.
El artesano, Richard Sennett
„Das unternehmerische Selbst ist nicht nur Produkt und Produzent, Chef und Untergebener, sondern auch Lieferant und Kunde in einer Person.“ (Bröckling S.66)
Da das unternehmerische Selbst eine Vielzahl von Rollen in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unserer Gesellschaft hat, sollten die vielen Unternehmer stärker auf lokaler Ebene miteinander kooperieren, um spezifische, auf ihr unmittelbares Umfeld angepasste Lösungen für Produkte und kommende Probleme zu schaffen. Durch die Möglichkeit von Kooperationen kann man das spezifische Fachwissen verschiedenster Expert*innen vereinen und so lokale Antworten auf lokale Probleme finden, statt eine generelle Lösung für differenzierte Probleme zu entwickeln.
Um solche Kooperationen zu fördern, sind Räume nötig, in denen man Menschen die Möglichkeit zum Austausch geben kann. Dies ist besonders relevant, da viele unternehmerische Selbst im Homeoffice arbeiten.
Durch das Homeoffice verschwimmt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit und ein Ausgleich ist unabdingbar. Dieser könnte in Zukunft durch den öffentlichen Raum teilweise übernommen werden, da im Rahmen der Mobilitätswende und dem damit einhergehenden Bedeutungsverlust des MIV eine Vielzahl an öffentlichen Stellplätzen wegfallen wird. Dieser neu gewonnene Raum kann, wie es schon in Teilen Stockholms geschieht, durch Freiraumgestaltung aufgewertet werden und entsiegelt werden. Durch die Aufwertung des öffentlichen Raumes wird dieser an Bedeutung gewinnen und hat das Potenzial Leute miteinander zu verknüpfen und den Ausgleich zur Arbeit zu bieten.
Der öffentliche Raum spielt auch eine tragende Rolle, um die Stadt für alle zu erhalten, da dieser Raum für Menschen aller Einkommensklassen bietet und frei verfügbar ist. Er darf nicht zum Gut werden, da jede Bürger*in ein Anrecht auf den Raum beziehungsweise Erholung hat. Durch die aktuelle Situation ist der öffentliche Raum besonders relevant geworden, da viele Anwohner*innen in ihm die tägliche Flucht aus der Einöde des Homeoffice und des Lockdowns erfahren. Ich bin der Meinung, dass sich diese Entwicklung auch nach Pandemie weiter fortsetzen wird und lokale Freiräume an Relevanz gewinnen werden.
„Wir sind auf dem Wege, eine zweigeteilte Gesellschaft aus ein paar Gewinnern und einer riesigen Gruppe von Verlieren zu werden eine Meinung, der sich der Vorsitzende der US Zentralbank angeschlossen hat, der kürzlich erklärte, ungleiches Einkommen könne eine wesentliche Bedrohung für unsere Gesellschaft werden.“ (Sennet S. 68).
Um ungleichen Einkommen gegenzusteuern, kann der Staat eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen. Zum einen kann er die Spitzengehälter für Manager regulieren, aber eine viel wichtigere Maßnahme, um auch einkommensschwächere Personen in den Innenstädten zu halten, ist es sozial geförderten Wohnraum in den Innenstadtlagen der Städte zu sichern. Durch den sozialen Wohnungsbau kann bezahlbarer Wohnraum für sozioökonomisch schwächere Menschen gesichert werden und eine durchmischte, diverse und lebendige Stadt in Zukunft bestehen bleiben.
„Die notwendigen Bestandteile der flexiblen Spezialisierung sind uns bereits geläufig. Sie verträgt sich gut mit Hochtechnologie (…). Die Geschwindigkeit moderner Kommunikationsmittel hat die flexible Spezialisierung ebenfalls gefördert (…). Außerdem fordert diese Produktionsform schnelle Entscheidungen und passt so zu kleinen Arbeitsgruppen (…). Wichtigster Bestandteil dieses neuen Produktionsprozesses ist jedoch die Bereitschaft, das Prinzip ‘so haben wir es schon immer gemacht‘ zu verwerfen, erstarrte Unternehmensformen zugunsten der Innovation aufzubrechen und die Binnenstruktur von Unternehmen durch die wechselnden Forderungen der Außenwelt bestimmen zu lassen (…).“
Richard Sennett, Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus, 1998. Kapitel 3 – Flexibilität, Seite 65
Flexible Spezialisierung im lokalen Quartier
Flexible Spezialisierung, also die Strategie, sich möglichst schnell an ständig wechselnde Marktentwicklung anzupassen, scheint sowohl für Unternehmen und Arbeitnehmer als auch den urbanen Raum selbst ein Ideal darzustellen. Denn eine flexible Spezialisierung offeriert die Möglichkeit sich von Abhängigkeiten zu lösen und sich gegebenenfalls kurzfristig an ändernde Bedingungen anzupassen. Häufig hängt der Erfolg einer solchen Spezialisierung an lokalen Netzwerken und an dem Wirken von Synergieeffekten.
Das Arbeiten in flexibel organisierten Strukturen erfolgt in der Regel in kleinen Kern- beziehungsweise Facharbeitsgruppen. Vorteil ist, dass in Kooperation mit anderen lokalen Arbeitsgruppen oder selbstständig agierend auftragsorientiert reagiert und gefertigt werden kann. Für unabhängige Unternehmen oder auch Einzelpersonen besteht also die Möglichkeit sich für einen gewissen Zeitraum zu einem gemeinsamen Geschäftsverbund zusammenschließen. Dies kann je nach Branche virtuell oder real an einem Ort passieren.
Auf die Gestaltung von urbanen Objekten übertragen heißt das, dass Gebäuden oder auch Freiräumen Raum für Variabilität und Aneignung innewohnen muss. Überlagerung von Programmen, um das Potential resultierender Vermischung zu fördern, ist ein wichtiger Faktor. Dazu ergänzend braucht es Schnittpunkträume, wie offene Werkstätten, Arbeits- und Kommunikationsräume, welche temporär oder langfristig von einzelnen Arbeitsgruppen oder Kooperativen genutzt werden können.
Im städtischen Raum von Heute ist es vorstellbar, dass solche Arbeitswelten vermehrt mit denen des Wohnens verbunden werden. Kurze Wege, hohe urbane Dichte, zunehmende Technisierung sind einige der relevanten Aspekte, die das Positive solcher Mischungen bekräftigen. Ergänzend dazu ist es relevant angepasste Wohnformen anzubieten, z.B. am Arbeitsraum angelagerter Wohnraum, welcher temporäres oder gemeinschaftliches Wohnen ermöglicht.
Damit einher geht die Minderung des Pendlerverkehrs und die Rückgewinnung des öffentlichen Raums für das gesellschaftliche Leben. Unabdingbar ist ein gleichzeitiger konsequenter Ausbau des ÖPNV, der Fahrradinfrastruktur und des Carsharings. Auch die Natur als solches soll weiter als ein zentraler Bestandteil eines lebenswerten, urbanen Umfelds begriffen werden. Ergänzend dazu gibt es genügend Referenzen, bei denen die Natur auf produktive Art im Gebäude integriert werden konnte, um Ressourcen wie Sauerstoff, Energie und Nahrungsmittel zu gewinnen.