Wenn Kunst krank macht
Giftige Substanzen in Ateliers
Ausschnitt:
Blei, Arsen, Schwefel: Viele Künstler hantieren täglich mit Giften – und verdrängen die Gefahr. Mit fatalen Folgen
“Es ist eines der letzten Tabus der Kunstwelt – und eines der gefährlichsten: Toxische Substanzen gehören zum Alltagsgut in den Ateliers dieser Welt. Dabei sind viele dieser Gifte krebserregend oder lösen Allergien aus. Yves Klein starb mit nur 34, Eva Hesse im gleichen Alter – aller Wahrscheinlichkeit nach ausgelöst durch unachtsamen Umgang mit Arbeitsmaterial. Auch der Tod Sigmar Polkes wirft Fragen auf. Künstler leiden an Asthma, Allergien, Dermatitis, Multipler Chemikalienintoleranz, Nieren- oder Leberschäden oder Krebs – denn Farbträger enthalten nun einmal Pestizide und Chemikalien, und fast alle Lösungsmittel, mal abgesehen von Wasser, sind schädlich.
Christian Scheidemanns Atelier Contemporary Conservation Ltd.in Chelsea, New York, hat sich einen legendären Ruf im virtuosen Konservieren und Restaurieren von Kunstwerken erarbeitet. ....”
Dieser Artikel ist zuerst erschienen in Monopol 08/2010
Text: Christina Lissmann
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