Watson Lake, Yukon

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Watson Lake, Yukon
Arctic Adventure Day #10
We spent the first part of the morning searching for the room key. Clearly we had it some point because we were in our room, but we couldn’t find it anywhere. After tearing apart or bags twice and digging through the garbage, we gave up. Fortunately there was no list key charge. If we find it along the way, we’ll drop it in a mailbox.
We altered our route today and went to Whitehorse. This gave…
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Der kleine freie Platz im Schilderwald
Watson Lake Yukon Sign Post Forest
"The forest was started in 1942 by a homesick U.S. Army G.I., Carl K. Lindley of Danville, Il., Company D, 341st Engineers. While working on the Alaska Highway, he erected a sign here pointing the way and stating the mileage to his hometown. Others followed his lead and are still doing so to this day. On July 20, 1990, Olen and Anita Walker of Bryan, Ohio placed the 10,000th sign. Carl K. Lindley and his wife visited the site in 1992, 50 years after his first post was erected."
Alaska Highway
Nach viel zu wenig Schlaf bin ich heute morgen wieder aufgestanden, hab gefrühstückt und stand punkt halb 8 wieder auf der Straße. Die Sonne war noch nicht zu sehen - bin wohl schon recht weit im Norden. Nach einer ganzen Stunde warten und der Sonne beim Aufgehen zusehen wurde mir ein wenig frisch, aber dann hat sich doch jemand gefunden, der mich ein Stück mitnehmen konnte: John, seines Zeichens Marihuana Fahrer. Beautiful British Columbia ;-) Er war auf dem Weg zu einer Goldmine kurz nach Watson Lake. Perfekt für mich, weil ich in Watson Lake Kontakte habe und dort unterkommen kann, falls ich es nicht nach Whitehorse schaffen würde. Johns Motto: “80 on the road? Fuck that! I get paid by the kilometer, not by the hour!” So kam es, dass wir sehr schnell voran kamen. Der Truck war ein Wunder an sich. Schon über 500.000km auf dem Zähler! Diese Dieselmotoren laufen scheinbar für immer. Besonders viel Verkehr war hier nicht auf den Highway, dafür war aber umso mehr Wildlife unterwegs. Schon bald sah ich mein erstes Rentier und meine erste Bergziege :-) kurz darauf stand ein großes fettes Warnschild: Buffalo next 90km. So sah es auch aus. Immer wieder lagen Herden oder auch vereinzelte dieser riesigen Tiere neben der Straße. 2 Herden und 4x vereinzelt oder zu zweit habe ich welche gesehen. 31 insgesamt. Vor allem die einzelnen waren besonders groß. Und die gucken auch immer so böse. So einem möchte man nicht in Dunkeln begegnen. Neben den Büffeln habe ich auch noch 3 weitere Rentiere gesehen, die so unbeholfen aussehen, wenn die über die Straße laufen. In Watson Lake habe ich mich dann am weltbekannten Schilderwald absetzen lassen. Reinlaufen war eher nicht, weil alles eingeschneit war, aber cool war das trotzdem, den gesehen zu haben. Ich wusste nicht, dass der direkt am Highway war. Weiter ging es vom Ende des Dorfs, um eventuellen lokalen Verkehr zu umgehen. Dahin zu laufen fiel erstaunlich leicht so ohne Ski. Allzulange musste ich da auch nicht warten und schon hatte ich meinen Ride in einem Pick-up bis nach Whitehorse. Perfekt! Unterwegs habe ich neben einen Schneepflug, der im Graben lag noch 2x je 3 Rentiere gesehen und eine Herde von ungefähr 20, die die ganze Straße blockiert hat. Da hat mein Handy dann Zicken gemacht, Photos gibt es davon deshalb leider keine -.- aber ich weiß jetzt, dass ich auf jeden Fall ‘ne neue Firmware drauf spiele, weil es schon seit Wochen nicht mehr rund läuft. Um kurz vor 7 hatte ich wieder Netz und meine Kontakte in Whitehorse angerufen, ob sie noch abholen können. Ein Treffpunkt war schnell ausgemacht und dann musste ich auch nicht lange warten, bis Greg kam und mich mitnahm. Greg und Sally leben auf dem ehemaligen Grundstück eines Mushers ungefähr 20min außerhalb von Whitehorse. Auf dem Weg dort hin schon hatte ich den ungefähr schönsten Sternenhimmel seit langem. Wie schon den ganzen Tag über wolkenlos und sehr dunkel. Ich mag dunkle Nächte. Noch immer unterwegs waren dann aber irgendwann Nordlichter zu sehen und ich war mir zuerst nicht sicher, ob es das ist, was ich denke. Greg gab sich unbeeindruckt, bestätigte mir aber, dass es Nordlichter sind. Bis wir an dem Haus im Wald waren, waren die Lichter richtig stark und rundherum und überkopf. Was zuerst noch weiß angefangen hat, ging bald in ein bläulich, grün und pink über. Ich stand Ewigkeiten draußen run und hab nur zugeguckt. Ergreifend dieses Schauspiel. Wie magisch. Am Ende der 1000km Fahrt war ich ziemlich müde, aber bei dem Anblick sofort wieder hellwach. Bilder sind leider schlecht geworden, aber sowas kann man auch nicht auf Bildern einfangen. Das muss man selbst erlebt haben - gesehen wäre hier wohl das falsche Wort. Als das Spektakel wieder nachließ, bin ich wieder rein und habe mich mit Greg und Sally unterhalten, bevor ich ins Bett bin. Was ein Tag :-)