25. Januar 2022
Die Digitalisierung macht auch vor dem Skieinstellerhandwerk nicht halt
Ich plane einen Skiurlaub und finde, dass meine Skier nach mehreren Jahren Kelleraufenthalt und einem Umzug eine Überprüfung samt Service verdient haben. Obwohl die nächsten Skipisten locker drei Autostunden von Berlin entfernt sind, gibt es einen Laden in der Nähe, der Skier verleiht und auch Wachsen, Schleifen und Einstellen anbietet.
Vor Ort stelle ich fest, dass letzteres mittlerweile nicht mehr nur vom Experten mit Gefühl und einem großen Schraubenzieher gemacht wird, sondern mithilfe einer schicken computergesteuerten Maschine, die offenbar Haxn und einwirkende Kräfte simuliert.
Ich werde nach Alter, Größe und Gewicht gefragt, sowie nach Fahrstil – "entspannt" oder "sportlich". Diese Daten werden über einen Touchscreen eingegeben. Anschließend wird der Ski in die Maschine eingespannt, dann der Skistiefel in die Bindung und dann simuliert ein Stahlbügel anstelle des Fußes im Stiefel diverse Belastungen, bis die Bindung auslöst.
Das entsprechende Justieren der Federwiderstände an den Bindungen erfolgt allerdings immer noch von Hand per Schraubenzieher. Am Ende erhalte ich einen kassenzettelartigen Ausdruck mit Datum und den für die Einstellung verwendeten Werten.
(Virtualista)









