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Europe 172 years ago today: Sonderbund War (03 Nov 1847) https://buff.ly/36pNVvD In the early 1840s, Switzerland was still more a confederation of cantons than a nation state. The leading Radical Party - which was strong in the Protestant cantons - wished to change this, but was opposed by seven Catholic cantons in the Sonderbund alliance. In 1847, the Sonderbund was defeated in a short civil war, allowing for the creation of a federal central government the following year. #1840s #1847 #19thcentury #november #europe #europeanhistory #historia #historias #historie #historisch #history #historybuff #historygeek #historylesson #historyteacher #map #maps #november3 #sonderbund #switzerland #swissconfederation #schweiz #helvetia #swisshistory #victorian #victorianera #welovemaps #todayinhistory #historytoday #thisdayinhistory (at Bern) https://www.instagram.com/p/B4ZaNDhg1yW/?igshid=k3fgkecg395b
Der bürgerliche Selbstbetrug
Einer der gefährlichsten Gemeinplätze, welcher das im weitesten Sinne konservative bis rechte Lager nach wie vor beherrscht, lautet dahingehend, dass, wenn nur endlich alle "SVP wählen", die Dinge schon wieder ins Lot kommen würden. Dem kann, selbst auf die Gefahr hin, hier vielen auf den Schlips treten zu müssen, nur gründlich widersprochen werden. Die immanente Gefahr dieses Gedankenganges besteht darin, nicht erkennen zu können oder zu wollen, dass die behagliche Besitzstandswahrung nicht das Ziel einer genuin Schweizerischen Rechten sein kann. Und im Erstreben eben dieser erschöpft sich letztlich die Programmatik der SVP. Bürgerlich (lies hier eben insbesondere SVP – zu deren teilweiser Ehrenrettung gesagt werden kann, dass sie im bürgerlichen Lager in der Regel das kleinste Übel darstellt) wählen, mag ab und zu helfen, gewisse Missstände zeitweise aufhalten zu können, doch letztlich ist der bürgerliche Geist nicht mehr imstande, grundlegende Probleme zu erkennen, oder aber, wo er dies noch vermag, diese mit der notwendigen Intensität anzugehen und ja, auch zu bekämpfen. Auf strategischer oder metapolitischer Ebene heisst dies aber eben nichts anderes, als dass das Ziel des Kampfes zuverlässig verfehlt wird, da dieses kein "guteidgenössischer Kompromiss" sein kann und darf, sondern der Sieg über den als solchen erkannten Gegner.
Doch weil dem Bürgerlichen das Biedere, Behäbige, das Gemütliche, das Nicht-Kämpferische innewohnt, ist es, wie bereits erwähnt, allenfalls geeignet, einen energischen Gegner temporär aufzuhalten, wird aber über kurz oder lang die bisher gerade eben noch so gehaltenen Positionen aufgrund "veränderter Rahmenbedingungen", taktischer Rücksichtnahmen oder vieler anderer Begründungen (oder wohl oft ehrlicher; leidlich als Kompromiss getarnter Ausreden) räumen, der Weg in den Niedergang wird also so oder so weiter beschritten. Es wird in der Regel gar nicht gekämpft (zumal allein der Begriff heutzutage verpönt ist), da man sich in der Position des kompromiss- und konkordanzfähigen Mitspielers gefällt, wogegen teilweise nichts einzuwenden wäre, was aber beim Kampf um Grundlegendes und Unhinterfragbares schlicht und einfach eine Vorwegnahme der Niederlage und somit auf dem Gebiet, auf dem wir uns bewegen wollen, tödlich ist. Es muss leider konstatiert werden, dass der bürgerliche Geist in Kombination mit dem heute vorherrschenden liberalen Zeitgeist weder die Fähigkeit noch den Willen besitzt, auch nur Opfer auf sich zu nehmen. Wie oft haben wir doch schon die Floskeln von "Arbeitsplätze erhalten !" und "Wohlstand gefährden ?" gehört, wenn es um die heiligsten Dinge ging ?
Machen wir uns nicht vor; das bequeme und selbstgefällige Zurücklehnen, weil ja die eigene Altersvorsorge gesichert ist (ist sie das ?) und das (geleaste) Fahrzeug vor dem Haus (wessen ?) steht ist verlockend, man versichert sich selber gern, dass man ja "auch nur Mensch ist" – alles Weitere ist vorerst aus den Augen und aus dem Sinn … . Jeder prüfe sich selbst ! Es gilt es, sich vor Augen zu führen, dass das Ziel "die Rückeroberung der Lufthoheit über die Gedanken und Ideen" und eine andere und doch für uns ewig gültige, wenn auch verschüttete, Denk- und Empfindungsweise sein muss. Und in dieser Sphäre ist kein Platz für Lauwarmes und Zögerliches. In der Schlussabrechnung gilt Materielles wenig.
Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: selbstverständlich ist der Einsatz vieler Parteimitglieder auf Gemeindeebene nützlich und lobenswert, um nicht zu sagen unabdingbar. Nichtsdestotrotz muss an diesem Punkt bei vielen Leuten ein grundlegendes Umdenken einsetzen …
"Der Bedenkenträger"
Every attempt at civilisation was defeated by the granite walls of their mountains and of their heads
Friedrich Engels, about the Swiss Sonderbund
Die “Neue Rechte”
Wer wir sind, was wir wollen …
Die Zeit ist reif, um die überkommenen, oft vermeintlich "rechten" und "linken" Denkschablonen zu überwinden. Wir werden uns erlauben, an die – ebenso oft vermeintlichen – Wahrheiten des links- wie des rechtsliberalen Denkens die Axt des geistigen Widerstandes zu legen. Wir befinden uns jenseits der ausgetrampelten Wege der etablierten Parteienlandschaft, Wir sind Schweizer und Europäer, keine EU-Bürger. Wir kritisieren das unhinterfragte Wachstumsdenken, das Opfern jeglicher Haltung auf dem Altar der Götzen "Fortschritt" und "Wirtschaft". Wir glauben daran, dass ein neues "Wir"-Gefühl, eine erneuerte eidgenössische Identität auf und aus den Trümmern der liberalen Gesellschaft erschaffen werden muss. Wir verneinen Materialismus wie auch blankes Nützlichkeitsdenken, Relativismus wie utopische gesellschaftspolitische Experimente. Wir wollen Stein des Anstosses einer Erneuerung der in bürgerlicher und linker Verkrustung befindlichen Heimat sein. Wir wollen zurück in die Geschichte. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?
La « Voie du Sonderbund », un parcours pédestre dédié à l’histoire de la dernière guerre civile de Suisse
Premier projet des «Voies vers la Suisse», la « Voie du Sonderbund » est un parcours pédestre de 13 kilomètres à travers trois cantons, consacré à la guerre du même nom qui s’est déroulée en 1847. Elle reconstitue la guerre du Sonderbund et son époque sur 13 postes entre Sins (AG), Rotkreuz (ZG) et Gisikon (LU). La « Voie du Sonderbund » est désormais traduite en français. Ouvert en juillet…
Eugenik / Corona ?
Damals wie heute. Übereinstimmungen mit der aktuellen Situation sind alles andere als "zufällig". Nur fehlen heute leider die erwähnten konservativen Zweifel an allen Ecken und Enden. Kein Wunder, reichen die lauwarmen Gestalten von heute an einen Etter doch nicht einmal im Promille-Bereich heran ... :
"Ähnlich wie Etter gehörte auch Volkswirtschaftsminister Stampfli kaum zu den Sympathisanten der Eugenik. Stampfli hatte bereits den voluminösen Bericht zur Familieninitiative als "wahres Monstrum" bezeichnet. Eine "Hypertrophie" sei entstanden, schrieb Stampfli an die Verfasser im Bundesamt für Sozialversicherung, weil "die Arbeit unter viel zu viele Spezialisten aufgeteilt wurde". Es wäre wohl auf den Einfluss dieser Spezialisten zurückzuführen gewesen, hätte die Politik die Erbgesundheitspflege 1944 in die Bundesverfassung aufgenommen. Die "schon sehr mannigfachen Äusserungen von medizinischer Seite über die Notwendigkeit einer Berücksichtigung der Eugenik im Zusammenhang mit dem Familienschutz", wie das Bundesamt für Sozialversicherung Stampfli gegenüber meinte, mussten ernst genommen werden. Mit einigem Glück scheiterte die zunehmend technokratische Tendenz in der Bundesverwaltung am Föderalismus und an konservativen Zweifeln am "Fortschritt" der Naturwissenschaften."
(Aus Thomas Zaugg, "Bundesrat Philipp Etter")
Rechte Gewissheiten
"Die Geschmäcker sind verschieden".
Nein. Es gibt nur einen Geschmack. Wohl mit Nuancen, in verschiedenen Ausprägungen und Schattierungen. Nichtsdestotrotz, grundsätzlich gilt: es gibt Geschmack und den besitzt man – oder aber man besitzt ihn nicht. Wobei Letzeres wohl leider Gottes auf die grosse Mehrzahl der Zeitgenossen zuzutreffen pflegt.