Sonja Gangl's "Captured on Paper_eyes" (2015) capture my attention at Albertina Museum. Pencil on paper! #sonjagangl #albertinamuseum #albertina #vienna #eyes #pencilonpaper (at Albertina Museum)
seen from Malaysia

seen from United Kingdom
seen from Ukraine
seen from United States
seen from Argentina
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from Singapore
seen from United States
seen from South Korea
seen from Ukraine
seen from United States

seen from United States

seen from Brazil

seen from United Kingdom

seen from United States

seen from United Kingdom
seen from Morocco

seen from United States
Sonja Gangl's "Captured on Paper_eyes" (2015) capture my attention at Albertina Museum. Pencil on paper! #sonjagangl #albertinamuseum #albertina #vienna #eyes #pencilonpaper (at Albertina Museum)
Review #4 // Exhibition // Sonja Gangl // between black and black // ARTELIER CONTEMPORARY // 15.03. – 03.05.2014 Und wer ist eigentlich Martin?
In den Räumlichkeiten des ARTELIER CONTEMPORARY trifft der Blick sofort auf den eines Unbekannten. Dieser, die Lust am Sehen verteidigend, scheint gleichzeitig zu kontrollieren. Dabei könnte den Besucher, angesichts der groben von der Künstlerin vorgenommenen Zensur, sogleich ein Unbehagen überkommen. Die Frage nach dem Motiv stellt sich. Während der vergeblichen Suche nach einer Bedeutungsebene verirrt man sich im Formalen between black and black. Und auch die nummerierten Titel der Arbeiten geben die Identität der metamorphosierten Filmposter nicht preis.
Jede Wand widmet sich Auszügen verschiedener Werkserien der 1965 in Graz geborenen Künstlerin Sonja Gangl. Dabei bildet sichtlich der Blick als solcher das Kernthema. Und als ob die großzügig mit schwarzem Permanentmarker übermalten Poster filmischer Klassiker nicht schon ausreichen würden, verliert sich die Schau in noch Plakativerem sowie in Selbstbezüglichkeit. Dabei sind Fragen das einzige, das klar zutage tritt. Ist nicht das Ziel eines Rätsels schließlich dessen Auflösung? Die während der Betrachtung mangels Deutungsmöglichkeiten entstehende Ratlosigkeit bleibt bestehen, die Beantwortung der Rätselfragen unaufgelöst und das Bedürfnis unbefriedigt. Stattdessen findet man hinter einem Sehschlitz die Skizze weiblicher Genitalien, rot beleuchtet – deren zweifelhafte „Subtilität“ – mal sichtbar, mal unsichtbar. Der verstohlene voyeuristische Blick wird durch zyklisches alarmierendes Licht irritiert. Eine demonstrativ zur Schau gestellte Männerfantasie, im Kontext einer hysterischen Pornografisierung der Gesellschaft. Was will man mehr?
Found Footage – von der Kunst enteignet, nein, angeeignet, verändert, zensiert. Die Bilder zeigen Ausschnitte. Vertikale oder horizontale Öffnungen zwingen den Blick. Die Vorgabe der Perspektive impliziert eine Beengtheit, verstärkt durch die Beliebigkeit der Motive – formal wie inhaltlich. Die Auswahl der Filmposter scheint willkürlich. Ein erzählerisches Moment, das zum einen das Thema der Ausstellung und zum anderen die Hängung der Bilder vermuten lassen, erschließt sich nicht sinnfällig. Auch die Überrepräsentation eines Quentin Tarantino ist in Anbetracht einer Gegenüberstellung des männlichen Gestus auf der einen Seite und den des weiblichen auf der anderen, in „pornoistischer“ Form, logisch, aber vermutlich nicht intendiert.
Fazit der Schau: Man möchte den vertrauten Bildern eine Koketterie unterstellen und ein Buhlen um des Zuschauers Gunst, um final vom öffentlichen in den privaten Raum transferiert zu werden.
// Review by Bettina Landl