Tunji Ige - "The Love Project"
Tunji Ige kommt laut seines Twitter-Accounts aus einem "basement in Pennsylvania" und hat mit seinem OVO-Cloud-Bap seit Mitte des Jahres ein paar 2dopeboyz-Einträgen erhustelt, um nun sein Debüt "The Love Project" zu veröffentlichen. An der Seite von Michael Christmas und ILOVEMakonnen hat der 19-Jährige mit dem "Day2Day (Remix)" ja schon eine Art Kid Cudi-Referenz angedeutet, die sich auf den 13 größtenteils eigens-produzierten Anspielern in Form von vergleichbarer Elektro-/Indie-Affinität ausbaut. Seine Songs atmen den Geist von Noah "40" Shebibs Arrangements, "Red Light" etwa weich-wummert wie eine Softrock-Variante des A$AP Mob, "Trust Fund Chick" spielt gar auf Kanyes "Street Lights" vom mittlerweile heißgeliebten "808s & Heartbreak"-Album an und spätestens, wenn der Beat am Ende von "For Us" von einem spacigen Slow Jam zu einem bassigen Soul-Bap mutiert, kann man sich nicht mehr des Eindrucks entziehen, dass Tunji here to stay sein könnte. Sympathisch ist übrigens der Fakt, dass das ganze Ding zwischen Bob Marley- und The Weeknd-Postern auf einem Laptop mit einem 200$-Mikrofon in seiner Studentenbude aufgenommen wurde. Sein Wunsch sei "one of the best hip-hop albums of the year to come from a dorm". Wenn es das nicht wird, ist es immerhin noch eines der besten Homerecording-Alben der letzten Jahre.
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