= Anhäufung Ketonkörper (Acetoacetat, BetaHydroxybutyrat= BHB) im Extrazellulärraum -> vermehrt Ausscheidung über Milch u. Harn
Erhöht Risiko für Klauenerkrankungen, Mastitis, Endometritis u. Labmagenverlagerung, verminderter Besamungserfolg!
subklinische Ketose: wenn Schwellenwert v. 1,2 mmol/l im Blut überschritten wird
primäre Stoffwechselstörungen
beeinträchtigte Futteraufnahme (=sekundäre Ketose)
Ketogene Ration
absolut unzureichende Ration
Fehler in Fütterungsmanagement
Überfütterung v. Trockenstehern
Schwergeburt, Gebärparese, Mastitis, Endometritis, Labmagenverlagerung, Klauenerkrankungen
-> Appetitmindernd
nicht genügend Fressplätze
Rangniedere Tiere (Kalbinnen, Jungkühe)
Ketonkörperbildung grundsätzlich physiologischer Prozess
Mangelsituation -> Bildung v. Ketonkörpern in Leber -> Versorgung d. Körpers mit Energie
Ketogene Ration (in manchen Silagen viel Butter- statt Milchsäure, va wenn nass/ nicht gut gegoren) -> Buttersäureresorption in Pansen -> Umwandlung in BetaHydroxybutyrat -> Ausscheidung über Milch u. Harn
Relativ unproblematisch -> keine Hypoglykämie, keine Leberfunktionsstörung
Überfütterung während Trockenstehzeit -> Lipohypermobilisation kurz vor u. nach Kalbung -> reduzierte Fresslust
Symptome
betrifft meist ältere Kühe in ersten Laktationswochen
je früher post partum, umso schwerwiegender die Konsequenzen
verringerte Milchleistung
verminderte Fresslust (zB Kraftfutterverweigerung)
Ketonkörper können gerochen werden in Milch, Harn, Ausatemluft
ZNS-Symptome: Blindheit, Belecken d. Umgebung, Speicheln, Tobsuchtanfälle, Hinterhandparesen
Ketonurie: Teststreifen f. Acetoacetat
Teststreifen zum BHB-Nachweis
"Handheld" Geräte mit Teststreifen zur BHB-Messung
Orale Gabe v. Propylenglykol
Bewegung um Ketonkörper zu verstoffwechseln
subklinische Ketose: Einmischen v. Propylenglykol ins Futter od. zur Einzeltierbehandlung 2mal täglich 500ml f. 2-3 Tage
Ziel: Differenz zw. Nährstoffbedarf u. -aufnahme so gering wie möglich halten!