Vertrauen
Vor mehr als einem Jahr hattet ihr vermutlich wirklich Angst. Ihr wusstet, dass der Sparkurs der letzten Jahre sich auf erbarmungslose Weise rächen würde, sollten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten. Es würde einfach nicht genügend Menschen geben, die sich um die schwer Kranken kümmern könnten. Verantwortungsvoll wäre gewesen, genau das zuzugeben, auf Verständnis und vertrauensvolle Kooperation zu hoffen. Bis die nun nachträglich erbrachten Investitionen in die Ausbildung neuer und besser qualifizierterer Pflegekräfte Wirkung gezeigt hätten und das gesellschaftliche Leben, nun gut abgesichert, langsam wieder frei werden könnte. Mit Transparenz und Vertrauen in jede Richtung wäre heute, ein Jahr Handlungsspielraum später, vieles besser. Nicht nur für uns, die sich ihrer Selbstbestimmung, ihrer Existenz und ihres Lebens beraubt fühlen. Sondern auch für euch, die ihr durch Herablassung und Entwürdigung unser Vertrauen verspielt habt.
















