Werte Leserinnen und Leser. Ich möchte mit diesem Blog keine Generalabrechnung mit meiner Partei, der SPD, machen. Vielmehr möchte ich aus meiner Sicht darstellen, wie SPD erneuern ausschauen könnte. Beginne ich mal mit dem Anfang und betrachten wir diese Partei als ein Gebäude. Anno 1863 wurde der Grundstein für das Gebilde gelegt. In den folgenden Jahrzehnten bauten viele Menschen an diesem Gebäude, welches ihnen Unterkunft und Arbeit gab. Etage für Etage wurde mit den Parteiprogrammen gebaut. Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts fanden viele Menschen ihre Heimat in diesem Haus. Sie fühlten sich wohl und geborgen. Doch dieser Zeit folgte eine Stagnation des Weiterbaus. Man lebte in diesem Haus, ohne weiter zu bauen bzw. daran zu denken, dass auch Instandhaltungsarbeiten von Nöten waren. Mit Ende der 90er Jahre wurde die Statik des Gebäudes verändert, ohne darauf zu achten, dass das Folgen für das Gebäude haben könnte. Investitionen in das Haus unterließ man weiterhin und hoffte, dass es trotz geänderter Statik halten würde. Jedoch wurden die Schäden am Haus immer größer, was sich daran zeigte, dass die Bewohner, also auch die Stabilität des Gebäudes immer weniger wurden. Jetzt im Jahr 2018 sind diese Mängel am Gebäude nicht mehr zu übersehen. Das 155 Jahre alte Haus steht auf wackelnden Fundamenten. Es droht einzustürzen. Trotz vieler Menschen, die in den letzten Wochen wieder zu Gast in diesem Haus sind und mit anfassen wollen, dass es nicht zum Einsturz kommt, beharren die derzeitigen Inhaber darauf, alles so zu belassen, wie es ist. Sie vergessen dabei, dass sie von den Menschen dieses Hauses als Inhaber gewählt wurden. Fatal finde ich. Was können wir tun? Bleiben wir bei dieser Bildergeschichte vom alten Haus. Wie immer gibt es im Leben zwei Möglichkeiten. Die eine wäre, dass wir das Gebäude sich selbst überlassen bis es einstürzt. Die andere ist, wir retten es. Nun haben sich viele bereit erklärt, das Haus zu retten. Jedoch weigern sich die Inhaber, eine Grundsanierung vorzunehmen. Stattdessen erklären sie, kleinere Reparaturarbeiten vorzunehmen, wobei doch zu erkennen ist, dass diese Maßnahmen das Gebäude nicht retten werden. Es muss also diese Kernsanierung vorgenommen werden, auch gegen den Willen der Inhaber. Alles, was drin ist, muss raus, bis hin zum kleinsten Nagel oder Schraube. Jedes und Alles muss geprüft werden, das Gute, wie das Schlechte. Was gut ist behalten wir, was schlecht ist, wird entsorgt. Nur so besteht die Möglichkeit der Rettung. Es ist höchste Zeit, dass damit begonnen wird. Zeit zu verschenken, haben wir nicht mehr! Der Blog wird fortgesetzt.











