Ca. 2009 vs. Februar 2025
Mehrfachsteckdosen werden im ICE wieder sinnvoll, dieses Mal aus anderen Gründen
Es gab mal Zeiten, grob: in den Nuller- und Zehner-Jahren, da reiste man als Laptop-nutzender Mensch bisweilen mit Mehrfachsteckdose im ICE. Der Grund war ein Mangel an Steckdosen im Zug. Häufig gab es mehr Menschen mit Stecker als Steckdosen. Wenn man einen Mehrfachstecker hatte, konnte man eine längere Entfernung zur Steckdose überbrücken und sich bei Bedarf eine Buchse mit anderen Reisenden teilen. Bis 2025 hat sich das Problem abgemildert. Die Akkus halten länger, die Steckdosen sind häufiger und näher. Ich reiste ohne Mehrfachsteckdose.
Anfang 2025 reise ich bei längeren Fahrten nun wieder mit Mehrfachsteckdose, allerdings hat sich der Grund geändert. Heute brauche ich sie kurioserweise, weil es inzwischen schon länger Steckdosen im Zug gibt. Denn die Steckdosen sind 2025 im ICE oft „ausgeleiert“. (Ich bin sicher, dass es dafür einen Fachausdruck gibt. Aber Perplexity und ich finden ihn nicht.) Wenn ich mein Netzteil einstöpsel, ist die Verbindung so wackelig, dass die Verbindung bisweilen im Sekundentakt mal hergestellt, mal getrennt ist. Die Mehrfachsteckdose ist mein Workaround. Denn das Problem tritt nur bei den einfachen Steckern mit den zwei Polen auf. (Perplexity sagt, die heißen Eurostecker, Typ C). Der Stecker hält stabil, wenn ich so einen dicken, runden Stecker einstecke (Schuko-Stecker, Typ E).
Ich nutze also die Mehrfachsteckdose eigentlich als Wackel-Vermeidungs-Adapter, mit dem dicken Stecker in der Zug-Steckdose.
(Jöran Muuß-Merholz)











