Hab da jetzt einfach mal Glitzer drüber gestreut!
Guter Freund
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Hab da jetzt einfach mal Glitzer drüber gestreut!
Guter Freund
Die Deutsche Gründlichkeit - oder fehlende Übernahme von Verantwortung
(Quelle: Starnberg, Mai 2023, eher so im Süden im Stadtgebiet)
Wer erwartet bei so einem Weg, dass er im Winter geräumt oder vielleicht sogar noch gestreut wird?
Ich weiß - jeder Eigentümer hat für die Verkehrssicherheit zu sorgen. Und warum ist dann hier ein Schild aufzustellen? Weil es Benutzer des Weges gibt oder geben könnte, die bei einer Nutzung eines schneebedeckten oder vereisten Trampelpfads bei einem etwaigen Fall die Verantwortung nicht bei sich selbst suchen wollen.
Und diese Suche nach einem anderen Verantwortlichen - Hauptsache, man ist nicht selbst dafür verantwortlich - findet in unserer Gesellschaft meiner Meinung nach viel zu häufig statt. Wenn wir den Regelwald oder auch den Schilderwald reduzieren wollen, haben wir bei uns selbst anzufangen und uns in gewissen Situationen einzugestehen, dass man eben selbst dafür verantwortlich war.
Salz in Nebenstraßen ... Warum?
Ist das notwendig? Das habe nicht nur ich mich gefragt.
Eine Anfrage an die Stadt Starnberg
Wird in den Nebenstraßen bzw. reinen Anwohnerstraßen im Winter auch Salz gestreut?
Wenn ja, seit wann wird in den Nebenstraßen bzw. reinen Anwohnerstraßen im Winter auch Salz gestreut?
Wenn ja, warum sieht die Stadt es als notwendig an, in den Nebenstraßen bzw. reinen Anwohnerstraßen im Winter auch Salz zu streuen. Aufgrund der dort gefahrenen Geschwindigkeiten erscheint uns die Verwendung von zusätzlichem Salz als übertrieben.
wurde noch am selben Tag beantwortet:
“Aufgrund der Erfahrungen in den letzten 20 Jahren wird als Streumittel auf Straßen Salz verwendet. Vor einigen Jahren gab es beim Betriebshof der Stadt Starnberg den Versuch einer Nullstreuung auf Nebenstrecken, welcher aber wegen massiver Kritik aus der Bevölkerung wieder eingestellt wurde.
Salz als Streumittel ist aus Sicht des Betriebshofes das effektivste Mittel gegen Glätte und auch die wirtschaftlichste Methode. Das Ausbringen von Riesel würde die Griffigkeit der winterlichen Straßen nur geringfügig und vor allem nur vorübergehend erhöhen. Der Riesel wird durch das Fahren von der Fahrbahn geschleudert oder in den Schnee eingedrückt. Die Streueinsätze müssten in deutlich kürzeren zeitlichen Abständen gefahren werden. Viel Riesel auf der Fahrbahn stellt eine große Gefahr für die Zweiradfahrer dar.
Riesel muss zudem nach Beendigung des Winterdienstes entsorgt werden. Dies ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Kosten für die Streuung eines Kilometers Straße betragen unter Berücksichtigung der Entsorgungskosten bei Spittstreuung etwas das Fünf- bis Zehnfache der Salzstreuung.”
Die Argumentation kann ich zwar nachvollziehen, es bleibt aber irgendwie ein Gefühl zurück, dass hier auch im Winter gewisse Ansprüche von einigen Bürgern vorhanden sind, auch bei winterlicher Witterung genauso schnell fahren zu können. Das ist natürlich nur eine Vermutung (vielleicht sogar gepaart mit einem Hauch von Vorurteil).
Wobei doch viele so häufig “schimpfen”, dass “alles immer so hektisch ist” ... im Winter gäbe es einmal die Chance, alles etwas langsamer angehen zu lassen ... wenn man es auch wirklich möchte ...
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hier und da ihr Erbgut streuen werden Männer schnell bereuen
"Wir streuen einfach so lange Zucker in die Wunden bis das Salz nicht mehr brennt"
Was soll ich denn mit Glitzer, wenn ich nichtmal weiß, wo ich's raufstreuen soll...
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