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Ich schalt die Welt auf stumm, weil ich sie so am schönsten find
Ahzumjot
19.5.2017
Die Musik geht nicht aus und die Apps müssen bleiben
Im Traum treffe ich auf einer Party S., eine flüchtige Bekannte, die ich aus Kinderchortagen kenne. Sie erkennt mich zwar nicht, aber als ich ihr die Umstände unserer Bekanntschaft erkläre, scheint sie sich zu erinnern und wir zählen gemeinsame Bekannte aus der Schulzeit auf.
Später sitze ich in einem anderen Zimmer und höre ein Lied, das eben jene Bekannte irgendwann einmal veröffentlicht hat und das ich in meiner Musikbibliothek hatte. Dann höre ich Geräusche und habe ein bisschen Angst, dass S. ins Zimmer kommen könnte, denn es ist mir unangenehm, beim Hören ihres Liedes ertappt zu werden. Vor lauter Nervosität finde ich aber den richtigen Shortcut zum Stummschalten des Rechners nicht, auch will ich in der Hektik nicht das Programm finden, in dem die Musik läuft, um das Stück auszustellen. In meiner Verzweiflung mache ich den Laptop zu, aber wie erwartet geht der Rechner gar nicht sofort aus, sondern spielt tapfer weiter Musik ab. Dann erinnere ich mich doch noch an den Stummschalteshortcut und kann die Musik ausschalten. Es kommt dann aber doch keiner in den Raum.
Später habe ich das Smartphone meiner Cousine in der Hand. Der Bildschirm ist voll mit seltsamen Apps, die alle nur einfarbige Icons aus simplen geometrischen Formen haben. Es gibt gelbe Dreiecke und rote Kreise und noch andere Varianten. Ich biete meiner Cousine an, das Smartphone mal aufzuräumen und alle sinnlosen Apps zu deinstallieren. Sie lehnt aber ab, die Apps müssten draufbleiben, die würde ihr Mann regelmäßig brauchen.
Als ich von den Träumen in der Techniktagebuchredaktion berichte, mutmaßt Kathrin, dass sich hier eventuell eine neue Alptraumkategorie des peinlichen Geräuschemachens auftun könnte. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Träume dieser Kategorie folgen werden.
(Anne Schüßler)
hi-caste nightclubs always felt weird, but at least tonight she didn’t have to worry about nomad skimming scrip from people way above them in social ranking. they barely escaped it the last time, but oh - faith sticks out like a sore thumb as she makes her way to the bar. it’s then and there she remembers why she doesn’t like places like this, but it’s too late. she had made her decision, now it was time to ‘ live it up ’ or... something. ❛ can i get a shot of um... ❜ crap, she didn’t know any of these drinks. ❛ that - blue bottle, the vodka. ❜
@stummschalten: sc.
👍 I 👍 LOVE 👍 ALEX 👍 SOTO 👍 WITH 👍 ALL 👍 MY 👍 HEART 👍
honestly, same.
Warum nicht einfach abschalten?
Immer wieder jammern Krethi und Plethi über die Sportkommentatoren. Da kann ich nur sagen: Jedes zeitgemäße Fernsehgerät hat eine Stummschaltfunktion. Seit Jahren. Ich nutze diese fleißig, ja fast konsequent bei Sportübertragungen. Und ich vermisse nichts. Seit Jahren. Wenn ein Tor fällt, erkenne ich dies auch ohne Geschrei, spätestens in der dritten Wiederholung. Auch die Rekordzeit im 100-Meter-Lauf ist unschwer zu erkennen, sie wird eingeblendet. Die historische Bedeutung steht am nächsten Tag in der Zeitung; wenn sie bis dann nicht mehr interessiert, ist sie nicht historisch. Natürlich erkennt der geübte Zuschauer während der Darbietung in den Arenen dieser Welt sogar weit mehr Finessen – und falls nicht, sollte er sich auch nicht anmaßen, alles besser zu wissen als die Kommentatoren.
Offensichtlich ist aber für viele Zeitgenossen Sport ohne Begleitlärm kein Sport. Ich kann es mir nicht anders erklären, dass ausländische Gäste bei mir zu Hause jeweils den Ton aufdrehen, obwohl sie die Sprache der Kommentatoren nicht verstehen. Meine Einwände stoßen immer auf Unverständnis; selbst der Hinweis, dass sie ja sowieso nichts verstehen, hilft nur wenig. Wir einigen uns immerhin jeweils auf den Kompromiss, den Ton etwas leiser zu stellen.