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Tag 100
Weißt du noch wie glücklich wir waren?
Tag 100: Cosplay
(8. Juli)
Thema: Cosplay Serie: Naruto Charaktere: Naruto, Sasuke, Itachi Wörter: 794 Anmerkungen: Schauspieler AU, das Thema war einfach zu verlockend, wer vielleicht meine „Ein Blick hinter die Kulissen“-Reihe kennt, dort habe ich die Schauspieler auch schon einmal auf eine Cosplay Convention geschickt. Ich fand es eine gute Gelegenheit sie noch einmal eine besuchen zu lassen (und ich glaube, man braucht den ersten One Shot auch nicht zu kennen), leider etwas verspätet, weil ich selbst auf einer Con war :‘)
Tatsächlich war ihm der Gedanke nur deshalb gekommen, weil ihm sein Vater morgens eine Tageszeitung hingehalten hatte, in der ein Artikel über eine Convention abgedruckt gewesen war. Naruto hatte ihn verwundert angesehen, bis er merkte, dass das dazugehörige Foto einen Cosplayer von ihm zeigte. Er lachte leise, erinnerte sich dann daran, wie er Sasuke und seinen Bruder einmal inkognito auf eine Con mitgeschleift hatte und stellte mit einiger Verwunderung fest, dass es tatsächlich schon bald vier Jahre her war. Eigentlich war es ein wirklich lustiger Tag gewesen und sie hatten immer vorgehabt noch einmal hinzugehen, aber die unterschiedlichen Jobs und teils auch Vergesslichkeit hatten das verhindert. Etwas gedankenversunken hatte Naruto den Computer angeworfen und festgestellt, dass es noch etwa zwei Monate bis zur nächsten waren. Perfekt. Er grinste zufrieden und überlegte, welche Kostüme er ihnen diesmal raussuchen konnte. Als er sich entschieden hatte, wurde sein Grinsen noch breiter und er machte sich daran etwas passendes zu bestellen. Das Ganze war ziemlich unproblematisch gewesen und erfreulicherweise hatten Sasuke und Itachi nicht mal protestiert, als er ihnen gestern eröffnet hatte, dass er Karten und Kostüme besorgt hatte. Vermutlich waren sie trotz allem neugierig geworden, als er ihnen die Idee eröffnet hatte. Fröhlich vor sich hin pfeifend und mit einem großen Karton unter dem Arm, klingelte er also. Mikoto öffnete ihm. „Ah, guten Morgen, Naruto. Schön, dass du da bist, die beiden streiten schon den ganzen Morgen ...“ Naruto runzelte die Stirn. Streiten? Wieso streiten? Und wieso klang sie dabei so gut gelaunt. „Morgen, ich ...“ Doch er wurde unterbrochen von einem lauten Ruf aus dem Wohnzimmer: „... ich habe dir schon mal gesagt, dass er bestimmt nicht langweilig genug wäre uns die gleichen Kostüme nochmal zu besorgen! Wahrscheinlich erlaubt er sich einen Gag und wir kriegen gleich die Sannin aufgedrückt.“ „Sasuke, die Sannin beinhalten eine Frau.“ „Ja? Rate mal, wer von uns lange Haare hat?“ Naruto lachte, als er ins Zimmer trat und unterbrach die beiden damit. „Wenn es euch beruhigt, ich habe für alle Perücken, es muss also niemand wegen langer oder kurzer Haare eine Frau machen.“ Das brachte ihm zwei sehr lange, sehr kritische Blicke der beiden Jungen vor ihm ein. Das stumme Blickduell hielt allerdings nur ein paar Sekunden, dann siegte offensichtlich die Neugier. „Okay, wen hast du? Eines der anderen Teams?“ Naruto schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Hatte ich tatsächlich überlegt, aber ich dachte keiner von uns würde sofort hier schreien ein Mädel zu machen und sie beinhalten nun mal alle welche. Aber ich habe eine Dreierkombination gefunden, die tatsächlich sehr viel Sinn macht und aus drei Jungen besteht. Das einzige, wir werden Itachi ziemlich schminken müssen, ich hab extra Spezial Make-up besorgt, ich hoffe, das macht dir nichts aus?“ Itachi winkte darauf ab, hob aber die Augenbrauen. „Kein Problem, aber jetzt machst du mich neugierig, Spezial-Make-up?“ Er grübelte zu Narutos Vergnügen. „Pain? Nein, warte, Konan ist auch eine Frau ... Zetsu, Zetsu und Madara?“ Das brachte Naruto erneut zum Lachen und er schüttelte den Kopf und kramte als erstes die Perücken heraus. Sasuke und Itachi betrachteten die lange schwarze und die hellbraune, kurze Perücke mit dazu passendem Bart. Nach einem Moment der Stille fragte Sasuke: „Hast du mir echt Madara gebracht? Aber seit wann hat Hashirama einen Bart? Und vor allem, was machst du dann als drittes?“ Naruto amüsierte sich über die verwirrten Gesichtsausdrücke und löste das Rätsel, indem er drei weiße Roben mit schwarzen Mustern hervorholte. Auf einmal stand Erkenntnis im Blick der beiden anderen, allerdings löste das sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Itachi lächelte sehr zufrieden. „Oh, das wird super, ich bin gespannt auf das Make-up um mich alt zu machen. Ich werde so viel Spaß haben, den Opa Sennin zu spielen!“ Sasuke hingehen stöhnte. „Hättest du nicht mal ausnahmsweise eine Rolle nehmen können, die wir nicht gespielt haben?“, murrte er, allerdings nur etwas gespielt, was Naruto beruhigte. Es war ein Geheimnis, dass nur die Mitglieder kannten, die am Dreh gewesen waren während der Szenen. Sie hatten keine Schauspieler gefunden, die ihnen ähnlich genug sahen und gleichzeitig als Brüder durchgehen würden, deswegen hatten Naruto und Sasuke tatsächlich die Rollen von Asura und Indra selbst gespielt - mit viel Make-up und Perücken. Offiziell standen ihre Namen aber nirgendwo, damit niemand Verdacht schöpfte. Naruto zuckte entschuldigend die Schultern. „Das wird eh niemand merken und da kein Mensch glaubt, dass wir die machen, brauchen wir uns keinen Stress zu machen und ich konnte gescheitere Kostüme als letztes Mal raussuchen.“ Das waren sehr gute Argumente und Sasuke sah sie offenbar auch ein, dennoch stöhnte er gespielt. „Schon gut, schon gut ... Bruderherz.“ Meinte Sasuke nur betont und sah dann aber auch neugierig zu, wie Itachi die falschen Falten aus Latex suchte und sich anhielt. „Steht dir übrigens gut.“ Naruto grinste. Das würden lustige Tage werden!
Tag 99: Schicksal
(6. Juli)
Thema: Schicksal Serie: Attack on Titan Charaktere: Eren, Armin, Levi Wörter: 577 Anmerkungen: Vertauschte Rollen AU, heißt in dem Fall, die Generationen sind verstauscht, sprich Eren und Co. sind die erwachsenen, Erwin, Levi etc. die Kadetten. Außerdem ist Levi der Titanshifter, ich hab die AU vor zwei Jahren mal nach einem Bild auf Tumblr geschrieben und mochte sie eigentlich echt gerne, verspätet, weil ich zu lange mit dem vorherigen One Shot gekämpft habe
Er hatte Armin vorhin nach draußen gehen sehen und konnte sich denken, was das hieß. Nachdem er sich gesäubert hatte, griff sich Eren einen Krug mit warmem Saft und ging nach draußen in den Innenhof. Wie erwartet nutzte Armin die letzten Sonnenstrahlen und saß über ein Buch vertieft auf dem Rand des längst nicht mehr funktionsfähigen Brunnens. Eren schmunzelte und setzte sich neben ihn, nippte an seinem Getränk und sah über Armins Schulter. Es war kein Buch an sich, es war sein Notizbuch und er überflog scheinbar gerade seine Notizen zur letzten Expedition. „Armin, mach mal eine kurze Pause“, merkte Eren sacht an, denn sein Sandkastenfreund hatte mit der Nase in irgendwelchen Unterlagen gesteckt, seit er hier angekommen war. Armin zuckte heftig zusammen und bestätigte damit Erens Vermutung, dass er seine Anwesenheit bisher nicht bemerkt hatte. Eren schüttelte nur den Kopf und hielt Armin seinen Krug hin, während er ihm das Buch abnahm und es vorsichtig zur Seite legte. Armin schien davon ganz und gar nicht begeistert. „Eren, gib mir das wieder, ich muss die Strategie für den nächsten Ausritt nochmal durchgehen und ausrechnen, ob unsere Chance wirklich grö...“ Eren hob die Hand und Armin brach ab. „Es sind noch drei Wochen, wir reiten nicht morgen aus und du brauchst erstmal eine Pause.“ Er lächelte entschuldigend. „Rede mit mir, wenn du unbedingt reden musst.“ Armin blinzelte, dann schmunzelte er langsam. „Ich bin nicht sicher, ob du ein guter Gesprächspartner bist, Eren“, neckte er, woraufhin Eren gespielt empört die Nase rümpfte. „Ach? Wen hättest du denn lieber?“ Armin lachte nun wirklich leise und legte leicht den Kopf schief. „Ich weiß nicht ... testen wir es doch mal. Was hältst du von Schicksal?“ Eren hob die Augenbrauen. „Schicksal?“, wiederholte er ungläubig und Armin nickte. Ausnahmsweise war Eren nicht sicher, ob sein Gegenüber gerade ernst war oder noch immer herumalberte. „Schicksal, glaubst du daran? Dass alles vorbestimmt ist?“ Eren öffnete den Mund, um etwas zu sagen, als es hinter ihnen kurz knarzte. Synchron drehten sie sich herum und sahen Levi etwas unschlüssig in der Tür stehen. „Oh, ich wollte nicht ...“ Aber Eren schüttelte den Kopf und winkte ihn zu ihnen. „Komm her, vielleicht hast du eine bessere Antwort für Armin, als ich sie habe.“ Levi sah ihn wenig begeistert an, kam aber gehorsam näher. Sie hatten in den letzten Tagen etwas Fortschritte gemacht und Levi reagierte nicht mehr auf alles mit Abwehr und Trotz, das beruhigte Eren etwas. Sicher würde ihm ein Gespräch mit Armin auch nicht schaden und vielleicht würde der Junge ausnahmsweise mal etwas mehr von sich preis geben als sonst. „Er hat gefragt, ob ich an Schicksal glaube und meine Antwort ist übrigens nein“, fügte er in Armins Richtung hinzu, „ich glaube höchstens an Glück und Pech, aber nicht an Vorherbestimmung. Wie sieht es bei dir aus, Levi?“ Levi sah ihn einen Moment lang nur schweigend an und Eren hatte das unangenehme Gefühl von dem Blick durchbohrt zu werden. Er rechnete schon gar nicht mehr mit einer Antwort, als Levi leise meinte: „Nein. Ich glaube, dass vieles einen Grund hat, aus dem es geschieht, aber unser Schicksal sind wir selbst.“ Damit sah er fragend in die Runde, als rechnete er mit einem Widerspruch, doch Armin lächelte nur sacht und nickte. „Das ist eine gute Antwort. Lassen wir sie so stehen.“ Er sah herüber und Eren konnte in seinem Blick quasi lesen, wie er stumm hinzufügte, dass sie deutlich besser war, als seine. Eren schnaubte darauf nur.
Tag 100: Glaubst du, es ist besser, ein paar enge Freunde oder viele Bekannte zu haben? Hat beides seine Vor- und Nachteile.. Aber auf die Dauer sind ein paar enge Freunde wahrscheinlich besser.