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Tag 46: Bauchaua
(4. März)
Thema: Bauchaua Serie: Naruto Charaktere: Sasuke, Naruto, Kushina, Minato Wörter: 637 Anmerkungen: Harry Potter / Hogwarts AU
„Auaaaa ...“, jammerte Naruto und wand sich ein wenig auf dem Sofa, drückte die Wärmflasche ein wenig fester gegen seinen Bauch und krallte sich mehr und mehr in die Decke über ihm. Kushina kam gerade mit einem Tablett herein, auf dem dampfender Tee stand und schmunzelte ironisch. „Ich habe dir gesagt, dass es keine gute Idee ist, den kompletten Teller Kekse und Schokolade auf einmal zu essen. Jetzt musst du schon damit leben“, meinte sie und Sasuke meinte eine kleine Spur Schadenfreude in ihrer Stimme zu hören, während sie sich aber zu ihrem Sohn herunter beugte und ihm liebevoll und sanft über die Wange strich. „Hier, trink einen Schluck, der wird etwas helfen.“ Sie stellte ihm eine Tasse hin und Sasuke stieg der Geruch von mehreren Kräutern in die Nase. Naruto murrte ein wenig und rümpfte die Nase, was wohl für alle Anwesenden das Zeichen war, dass es ihm nicht allzu schlecht gehen konnte. Kushina lachte sogar leise. „Tja, dann wirst du es wohl ertragen müssen.“ Ein leises Kichern erklang von hinter ihr und Minato kam mit der Keksschale ins Wohnzimmer. „Mach dir nichts draus, das hat deine Mutter früher auch immer gemacht. Jedes Weihnachten war es das gleiche.“ Er lachte, als Kushina sich gespielt empört umdrehte und die Arme verschränkte. „Minato! Untergrab hier nicht meine versuchte Autorität!“ Auch Sasuke konnte nicht anders, als leise zu schmunzeln. Es war für ihn das erste Mal, dass er hier ein paar Tage verbrachte und auch das erste Mal, dass er zwischen Weihnachten und Neujahr nicht zuhause war. Er war noch immer ein wenig verwirrt davon, wie ... nicht magisch alles hier war. Er hatte gewusst, dass Narutos Vater ein Kind von Muggeln war und auch, dass in Kushinas Stammbaum nicht nur Hexen und Zauberer zu finden waren, aber er hatte nicht erwartet, dass ihr Alltag so ... muggelhaft war. Das erklärte allerdings wahrscheinlich, wieso Naruto so oft diese seltsamen Momente hatte, in denen er einfach zu nicht magisch dachte oder nicht einmal wusste, dass es für etwas einen Zauberspruch gab. Er war nicht ohne Magie aufgewachsen, aber ganz offensichtlich mit ziemlich viel Muggel Technik um sich herum. Sasuke war irgendwie ein wenig fasziniert und konnte nach diesem Besuch einiges durchaus besser verstehen. Da er selbst aus einer ziemlich alten Zaubererfamilie stammte, kannte er Autos und Telefone nur aus dem Unterricht in Muggelkunde und hier bei der Uzumaki Familie zuhause ging es ihm ein wenig wie Naruto vermutlich in Hogwarts. Es war nicht so, dass er nicht wusste, wozu Dinge gut waren oder wie man etwas tat, aber es war nicht, wie er es kannte, wie es üblich war. Wahrscheinlich war für Naruto eine rein magische Schule genauso faszinierend, wie für Sasuke ein nicht reiner Haushalt. Und man merkte ein klein wenig, dass Naruto es manchmal ein wenig vermisste. Was wohl auch der Grund war, weswegen er jetzt mit Bauchschmerzen dort auf der Couch lag. Sasuke erinnerte sich im Nachhinein an ein paar Gelegenheiten, bei denen sich Naruto beschwert hatte, dass die Zauberer Süßigkeiten nicht die Vielfalt im Geschmack hätten. Und genau deswegen hatte er wohl auch die ganze Ladung Muggel Plätzchen auf einmal verdrückt? Sasuke kicherte leise. Er musst sie sehr vermisst haben, vielleicht sollte er Kushina in Zukunft lieber bitten ihm welche zu schicken, ehe das wieder passierte? Als Naruto aber sah, wie sein Vater die Plätzchen auf den Tisch stellte, griff er danach und Sasuke hob die Augenbrauen und klatschte ihm spielerisch auf die Finger. „Na, will der Kleine sein Bauchaua etwa schlimmer machen?“, neckte er und gab ihm stattdessen lieber den Tee. Naruto schmollte daraufhin, während seine Eltern lachten. Zuhause hätte Sasuke einen Zaubertee oder -spruch benutzt, aber ... es war fast ein klein wenig Erholung vom Alltag es mal anders zu machen. Auch wenn er jetzt echt nicht gerne derjenige mit Bauchschmerzen gewesen wäre ...
Tag 46
Momentan bin ich mit Mam bei meinen Großeltern. Hab nen alten Laptop aus der Steinzeit gefunden und ihn funktionstüchtig gemacht. Meine Therapeutin meinte ich soll auf schreiben was ich denke. Ich schätze zwar das sie die Hoffnung hat das ich ihr all das zeige. Malschen, vielleicht später mal- wenn nur gut überlegte texte. Sie ist Psychologin, wer weiß was sie daraus liesst ?! Gedanken sind irgendwie was ziemlich privates, hier bin ich ja anonym, das ist was anderes genau so wie mit Marie. Ich vertraue ihr. Jetzt Grenzenlos. Natürlich gibt es immer Dinge die irgendwie keiner wissen soll, also wirklich keiner weil das doch alles nur komplizierter machen würde- oder nicht ? Noch ziemlich am Anfang von der ganzen Geschichte habe ich das ganze als Schubladen bezeichnet die sie öffnen kann, hinein schauen kann und eben auch sortieren kann und den Müll weg. Eine Art frei Pass. Es gibt einfach Personen denen man vertraut. Marie, Frau H. Linda.
An der Konfirmationsfeier von Amy, ich kannte Marie noch nicht wirklich. Haben auch nicht geschrieben davor. Wir saßen alle zusammen auf einer Bank, haben geredet und gelacht. Ich konnte Marie nicht in die Augen schauen ohne los zu lachen. Ich weiß nicht wie man das beschreiben soll, nur ich hatte das Gefühl das sie durch die Maske durch schaut, das sie all das sieht, das Chaos das herrscht. Einfach lachen lenkt da eigentlich meistens ab. Dann die Herausforderung, 5 Minuten in die Augen schauen ohne los zu lachen, das ganze gilt von beiden Seiten aus. Ich habe an das negativste Gedacht was mir einfiel, an die fiesesten Träumen und leider Gottes an die Versuche und daran wie sauer ich jedesmal auf mich selber was wenn ich dem Druck nach gegeben habe. Ich hatte noch nie einem Blick solange Stand gehalten, ich habe in ihre grünen Augen gestarrt und irgendwann hat mich das aus den Gedanken gerissen und ich weiß nicht wie ich das Schreiben soll, ich habe ihr vertraut. Von jetzt auf gleich. Einfach so. Ich weiß noch wie sie gesagt hat mein Blick sei so Hass erfüllt gewesen und ich dachte mir nur wenn du wüsstest… Es war dieser entscheidende Schritt, der Moment der die komplette Zukunft verändert hat. Das jetzt.