Tōkyōkko ~ Tokyoter

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Tōkyōkko ~ Tokyoter
Abendmahl 😊😊
Tag 47: Schwanz
(7. März)
Thema: Schwanz Serie: Reborn! Charaktere: Tsuna, Gokudera, Kyoko Wörter: 543 Anmerkungen: Youkai (aka Halbtierwesen in dem Fall) AU plus TYL, Pairingwarnung: Tsuna/Kyoko
„ ...ehnter. Zehnter?“ Tsuna blinzelte und öffnete langsam die Augen, zuckte hart zusammen, als direkt vor seiner Nase ein Gesicht auftauchte und ... fiel seitlich von ... worauf auch immer er gelegen hatte. Er stöhnte und gab einen leisen Schmerzlaut von sich, ehe er sich den Rücken rieb und kurz verwirrt umsah. Dann langsam erkannte er den Krankenhausgang und die kurze Reihe von Plastikstühlen, die an der Wand stand und auf der er offenbar eben gelegen hatte. Gokudera stand vor ihm, sah ihn etwas entsetzt an und wirkte in seinem Anzug etwas fehl am Platz. Seine großen, grauen Ohren waren gesenkt und fast an den Kopf angelegt und Tsuna konnte den langen Schwanz unruhig hin und her zucken sehen. Er stand wieder auf und brauchte noch einen Moment, um das Ganze einzuordnen. „Was ... was ist passiert?“ Gokudera blinzelte etwas ungläubig. „Du erinnerst dich nicht? Dein Kind ist gerade zur Welt gekommen, Zehnter!“ Tsuna riss erstmal kurz die Augen auf, während langsam, langsam die Erkenntnis einsackte und er fast schon rückwärts auf einen der Stühle zurücksank. „Oh, ja ... es ... es ist ... Hayato, ich bin Vater!!“ Sein Gegenüber schien nicht ganz sicher, ob das gerade etwas Gutes oder Schlechtes war. „Bist du sicher, dass es dir gut geht?“ Tsuna schüttelte den Kopf, nur um gleich darauf zu nicken, die Augen zu schließen und mit einem kleinen, ironischen Lachen den Kopf in den Nacken zu legen. „Zehnter, was ...?“ Tsuna lächelte sacht. „Alles gut, keine Sorge ... offenbar war ich nur mal wieder etwas ... erbärmlich.“ Sein Schmunzeln wurde ein klein wenig ironisch und er ließ sich wieder nach vorne sinken. „Es ist ohne Probleme zur Welt gekommen und mir wurde schwarz vor Augen, als ich all das Blut gesehen habe“, gab er etwas beschämt zu, „Ich habe kaum einen Blick auf das Kleine werfen können ... ein toller Vater bin ich ...“ Er strich sich mit einem tiefen Seufzen durch die Haare. Das musste besser werden, so ein Vater wollte er nicht sein. Er wollte es besser machen, als sein eigener alter Herr ... Gokudera schien sich immerhin ein wenig zu entspannen und setzte sich neben ihn. „Und, was war es?“ Tsuna überlegte einen Moment und schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht, ich war ... so schnell weg ... die Ohren waren ... mmh, spitz?“ Er schmunzelte etwas ironisch. Was für eine Überraschung. Sein Gegenüber lachte leise. „Was ist mit dem Schwanz? Hast du den nicht gesehen?“ Tsuna schüttelte langsam den Kopf und wollte etwas sagen, als auf einmal die Tür neben ihnen aufging und eine Schwester herauskam. „Herr Sawada? Sind Sie wieder ansprechbar? Wollen sie hereinkommen?“ Beinahe sofort war Tsuna auf den Beinen und nickte Gokudera nur noch kurz zu. „Keine Sorge, diesmal falle ich nicht wieder um ... und achte auf den Schwanz!“ Sein Gegenüber blinzelte und nickte dann lächelnd. „Ich werde hier warten.“ Und schon war Tsuna durch die Tür und sah zu Kyoko, die auf dem Bett lag und ihm entgegen lächelte. Sie war etwas verschwitzt und erschöpft, aber schien glücklich. In ihren Armen lag in ein weißes Tuch gewickelt ein kleines Etwas und noch ehe Tsuna etwas sagen oder tun konnte, stahl sich zwischen den Lagen ein kleines, wedelndes Löwenschwänzchen heraus. Und ihm wurde warm.
Tag 47
Mein Dad hatte Geburtstag, sind auf dem Heimweg bei ihm vor bei gefahren und haben einen schönen Nachmittag verbracht. Noch 2 Wochen, dann ist die Reha vorbei, dann eine Woche Pause und los zur Kur, wieder 3 Wochen weg…
Meine Oma, sie weiß nichts von mir bezüglich Problemen- es wissen eigentlich nur meine Eltern das grobe und meine Sis glaubt sie wüsste was, hat letztendlich aber keine Ahnung- hat am Frühstückstisch angefangen von der Kriegszeit zu erzählen. Ich saß eigentlich die ganze Zeit schweigend da, hab mit einem Ohr so halb zugehört,, war mit den Gedanken aber komplett wo anders.
“Die heutige Jugend, die gehen doch fast alle zu den Psychologen und das wegen jeder Kleinigkeit. Ich weiß noch im Krieg, als unser Haus getroffen wurde und alles weg war. Es war alles weg. Und ein paar Häuser weiter wohnte eine Freundin von mir. Sie hatten noch alles. Sie hatten ein Haus, Porzellan, Möbel und Betten. Wir hatten nichts. Alles weg. Jahre später als wir ein Haus hatten, der Schrank in der Küche, der war von ihr, sie hatten ihn uns geschenkt. Wir hatten ja nichts. Die ganzen Soldaten und die Kinder, keiner hatte Psychologische Hilfe. Keiner. Wir haben es auch geschafft. Ich hab es geschafft. Wir hatten nichts mehr. Die heutige Jugend ist doch so hart wie Butter.”
Ich hatte meine Oma noch nie so, so verzweifelt, so traurig erlebt. Ich kann sie auch verstehen. Nur der Krieg hat sie mitgenommen, das weiß ich, einfach weil sobald ein Alarm, ob Feuerwehr, Polizei oder ein Feueralarm zu hören ist zuckt sie zusammen und in ihren Augen spiegelt sich pure Angst. Sie erzählt selten über die Vergangenheit. Verständlich.
Bin Ich Butter ? Hätten die Jugendlichen das alles besser verpacken können als ich ? Bin ich so schwach ? Das sind die Fragen die ich den restlichen Tag hab versucht zu beantworten. Dabei hat sich ein Hass, eine Aggression und eine Wut gegen das “böse-Ich” entwickelt. Ich weiß nicht wie ich das ganze benennen soll, denn irgendwie hasse ich eine Perspektive von mir, und das ist die, die ich immer hatte. Wir waren heute Abend essen, während ich in die Karte schaute musste ich an mein Gesicht denken. Wenn ich nicht ein paar Mahlzeiten ausfallen lasse, dann hab ich 46 erreicht, meine Grenze an der ich gefährdet bin abzustützen. Aber ich hasse diese Grenze, ich scheiß auf diese Grenze. Aus Prinzip. Gegen den Strom schwimmen. Keine Lust mehr sich all dem zu ergeben, dem Druck nach zugeben, den Gedanken nach zugeben. Mein “böses-Ich” kann mich mal. Pure Wut und Aggressionen haben sich aufgestaut die ich Abbaue indem ich über diese Grenze hinaus gehe, dem Druck standhalte und die Gedanken getrost bei Seite schiebe. Aus Prinzip. Ich will das “böse-Ich” ärgern, herausfordern und nieder metzeln. Ich weiß nicht ob es Sinn voll ist gegen den Strom zu schwimmen, aber die Aggressionen gegen das Ich gibt mir enorm viel Kraft. Weisheit 4: Leben ist wie Liegestütze- aufgeben gilt nicht ! Während wir am Tisch saßen fing meine Schwester,, mittlerweile liebe ich sie echt- husthust” wieder davon an wie gut es mir doch geht. Mam und Dad haben die kleine Konversation nicht mitbekommen, besser so, hab meiner Schwester wieder einmal darauf aufmerksam gemacht das ich langsam die Beherrschung verliere und ich nicht sicher bin ob Mam die neben mir sitzt mich davon abhalten könnte dir eine reinzuhauen für all die Scheiße die aus deinem Mund quillt. Ich bin ihr schon mal an die Kehle gesprungen. Mam hat mich dann von ihr weg gezert gehabt. Sie hatte voll ins Schwarze getroffen. (Bezüglich- Ich bin viel besser und mehr wert als du, weil ich nicht im Labor gezüchtet wurde und nicht meinen Zwilling verdrängt habe- haha ) Bin eigentlich eine Person die sich recht gut an dem Riemen reißen kann wenn es um Aggressionen anderen Menschen gegenüber geht. Ich warne meine Mitmenschen wenn sie an der Grenze sind, meistens halten sie sich dann zurück, wenn nicht, wenn sie neugierig sind wie ich reagiere- sie erfahren es. Ich war nie beim Schulleiter, war nie in einer richtigen Prügelei oder ähnliches verwickelt. Bin kein Schläger, aber jemand der sich nichts mehr gefallen lässt was über die Grenze hinaus geht.
Bin über normal müde, letzten Nächte waren pure Geschichten in Geschmacksrichtungen: Horror,Thriller, Verwirrung und Psycho. Morgen Vormittag 6. Termin. Weiß noch nicht so wirklich wie ich ihr das mit dem Essen beibringen soll. Ich soll ja so beschreiben was ich denke und fühle und so weiter. Mal schauen. #OPTIMIST
Tag 47
Samstag. Extrem verschlafen und dann zum Essen. Danach irgendwann cotherapeutische Gruppe. Habe nichts gemacht, nur die ganze Zeit auf die Uhr geschaut. Dann bin ich sofort los zum Bahnhof, um zu meiner Freundin zu fahren. Der Zug hatte mal wieder zehn Minuten Verspätung. Dann habe ich ihr rote Rosen gekauft. Bin sofort zu ihr und bei ihr haben wir erstmal Zimmer aufgeräumt und später Bad geputzt. Zwischendurch gekuschelt, geweint, gelacht, Gassi gegangen und vieles mehr. Abends bin ich dann leider wieder gegangen. Wieder zurück in die scheiß Klinik. Dann war da ein Fragebogen in meinem Zimmer. Den habe ich ausgefüllt und... zwischendrin wollte ich dann nicht mehr, weil ich fertig war. Also geistig fertig. Habe es doch noch bis zum Ende gemacht und dann habe ich ihn abgegeben. Dann wollte ich nochmal zum Rauchen, aber es war leider schon zu spät und die Türen verschlossen. Naja muss ich halt etwas eher morgen aufstehen, damit ich morgen früher rauchen kann. Probleme werden weggeraucht. Negative Gefühle werden weggeraucht. Klappt nicht, ist mir aber egal. Für einen kurzen Moment hilft es. Naja bin jetzt so müde... ich geh schlafen.
Fünf rote Rosen zum Jahrestag. Zwar drei Tage zu spät, aber eher ging es nicht. Ich wollte ihr 12 Rosen schenken wegen 12 Monaten, aber gab leider keine Einzelnen. Nur fünf große oder zehn kleine. Ich liebe dich mein Schatz ♥️
Tag 47: Ist es immer gut, die Wahrheit zu erfahren? Ja, definitiv! Die Wahrheit mag zwar manchmal weh tun, aber ich glaube, es verletzt einen viel mehr, wenn man im Nachhinein erfährt, dass man die ganze Zeit belogen wurde.