Sechse kreative Köpfe dokumentieren die schönen Momente des Lebens. Chris schreibt kurz vor Start der #Surftour14, was ein paar Tage vor dem Start der Reise in den Süden in ihm vorgeht. Zwischen Vorfreude und Vergnüglichkeit.
Du kriegst es, wenn du es wirklich willst. Drei Wochen Freiheit. #surftour14
Es heißt, Hürden seien für diejenigen da, die es nicht wirklich wollen. Letztes Jahr sah ich das Video von Freunden. Mit dem eigenen Bulli und Surfbrettern fuhren sie bis nach Spanien. Unmöglich für mich, dachte ich – Dieses Jahr tue ich es ihnen gleich.
Die Sonnenstrahlen brechen auf der von Wassertropfen bedeckten Haut. Der Blick ist auf das Wasser gerichtet. Es ist nur Wasser in Sichtweite und der Horizont, der den wolkenlosen Himmel und das Meer voneinander trennt. Es riecht nach Salzwasser, Neoprenstoff und Wachs. Nichts ist zu hören, außer der harmonischen Kompositionen aus brandenden Wasserbergen am Strand in meinem Rücken und das leichte Plätschern der Meeresoberfläche an meinem Brett.
Ich bin ein Listenmensch.
Meine Finanzen erfasse ich penibel. Etliche Aufgaben füllen meine Erinnerungsliste. Nichts wird dem Zufall überlassen. Es wird Zeit das zu ändern. Drei Wochen in einem Bulli wohnen und 3500 km reisen.
Das Video von den Freunden, die ich im Surfcamp kennenlernte, fasziniert mich während ich an meiner Bachelorarbeit sitze. Sieben Stunden am Tag, vier Tage die Woche investiere ich für die Abschlussarbeit. Ein strikter Zeitplan liegt vor mir. Ich sehe die vier im Video, wie sie ihren Wagen packen, im Zeitraffer ihre Reise starten und mit der Kamera auf dem Surfbrett im Wasser liegen.
Ein Traum, sagte ich mir. Genau das will ich auch machen. Aber wie? Keine Zeit, kein Geld und wen begeistere ich zum Surfen? Ich sah keine Chance. Normalerweise wäre dieser Gedanke im Sande verlaufen. Ich hätte es nie gemacht und mich in 20 Jahren gefragt, warum nicht.
Diesmal habe ich mir geschworen, es zu versuchen. Fix gestaltete ich ein Konzept für Förderer und Partner (Gott sei Dank bin ich Designer geworden), sprach Leute an, hielt Ausschau nach Transportern und stöberte durch Surfblogs. Zwei Monate später sind wir zu dritt und stehen kurz davor unseren Wagen abzuholen. Trotz vieler Rückschläge und Momente, in denen ich ans Aufgeben dachte. Ich arbeite unter anderem bei der Carsharing-Plattform tamyca. Ist wusste, einen Wagen zu leihen würde billiger werden als der Kauf oder die Miete. Aber nicht nur das, ich konnte tamyca und Opel Rent überzeugen, Teil dieser Reise zu werden. Gemeinsam erzählen wir kleine Reisegeschichten und gleichzeitig greifen sie mir bei der Autosuche und der Organisation unter die Arme. Unser Surfmobil ist ein Opel Movano geworden. Er bringt noch nicht den Surfcharakter eines VW T3 mit, aber von der Größe her lässt er den Bulli wie einen Kleinwagen aussehen. Unseren Mitfahrer Igor lernten wir über die Surfbörse bei Facebook kennen. Ein Brett ergatterte ich über Kleinanzeigen. Und wie gut, dass unsere Untermieterin Pia ausgezogen ist. Ihre Matratze wollte sie nicht mitnehmen. Nun schmückt sie die Ladefläche unseres Wagens.
Es scheint, als hätte ich es geschafft…
…trotz vieler Hürden. Ich habe mir mehrfach sagen müssen: „Nicht aufgeben, weitermachen. Es gibt eine Lösung“. Und so hoffe ich meine Listenmanieren auf dem Weg nach Spanien entlang der Atlantikküste Frankreichs ablegen zu können. Jetzt heißt es spontan zu sein, der To-Do-Liste die kalte Schulter zu zeigen und jede Woche aufs Neue zu schauen, wo wir verweilen und surfen wollen.
Ich drehe mich auf dem Wasser und sehe den Strand. Das Ende meines Bretts steigt in die Höhe. Dreimal werfe ich meine Arme ins Wasser, rudere und dann ergreift mich der Wellenberg. Unter Adrenalin und mit rasanter Beschleunigung trägt mich mein Brett auf der Welle. Es ist unbeschreiblich die Kraft des Meeres unter den Füßen zu spüren.
Ihr könnt uns bei der Reise begleiten.
Folgt mir, Viola und Igor bei Instagram unter dem Namen @spainwards und dem Hashtag #surftour14 oder auf der Facebookseite von tamyca. Schickt uns eure Fragen zum Thema Surfurlaub, die wir auf dieser Reise beantworten sollen.
Zwischenzeitlich könnt ihr euch schon in diese 42 Tipps für das Leben eines Surfers einlesen.
Original Post auf Down-to-Mars.tv