A giant colonial spiderweb in a sulfuric cave on the border between Greece and Albania may be the largest ever found — and it was built by s
most common household invertebrates originate from caves so it's not that weird that this was done by T. domestica of all things but it's still incredibly funny. are you telling me the guy who lives behind the furniture could do this if i got him a few friends
Alle reden vom Insektensterben. Dass auch die achtbeinigen fernen Verwandten – zumindest einige Arten - auf dem Rückzug sind, scheinen die meisten nicht zu merken. Außer Kerstin Herrnkind vom Stern – „Rettet die Spinne“ – (1) gibt die Mainstreampresse eher Tipps wie man die unbeliebten Hausbewohner schnell wieder loswird. Nachfolgender Bericht stützt sich daher fast nur auf meine eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen. Nicht einmal auf die „Rote Liste“ kann ich mich stützen. In Anspielung auf eine bekannte Kafka-Erzählung (2) kann ich also „nur berichten“. Mögen mir die „Hohen Herren von der Akademie“ die fehlende biologische Fachkenntnis verzeihen. An meinen Beobachtungen ändert das nichts. Und die sind beunruhigend. Denn letztendlich ist das Verdrängen der Hauspinne mit einer „feindlichen Übernahme“ vergleichbar.
Sie hat sich rar gemacht, die gute Hausspinne, Tegenaria atrica, Schreckgespenst vieler Hausfrauen und auch Hausmänner. Hauste sie vor zwanzig Jahren noch hinter so manchem alten Wohnzimmerschrank, so sucht man sie heute selbst in unaufgeräumten Kellern vergeblich. Zugegeben eine Schönheit ist sie nicht. Mit ihren haarigen acht Beinen und ihrem mindestens 1,5 Zentimeter großen Körper bedient sie so ziemlich alle Ängste eines Arachnophobikers. Zweiter Grund ihrer Unbeliebtheit: Im Gegensatz zur gleichfalls großen Kreuzspinne, die still in ihrem Radnetz an der Hauswand oder Hecke auf Beute harrt, bewegt sich die umtriebige Spinne – allerdings nur die Männchen - mühelos im ganzen Haus und taucht überall auf, wo man sie nicht vermutet. Im schlimmsten Fall an der Wand des Schlafzimmers direkt über dem Bett. Pikanter weise ist die Spinne gar nicht auf Beute, sondern auf ein erotisches Abenteuer aus. Zu dumm, wenn sich das Netz der Auserwählten gerade hinter dem Schlafzimmerschrank befindet oder gar in einer Ecke unter dem Bett. Obwohl die Weibchen noch größer werden (bis zu 2 cm) als ihre männlichen Artgenossen und damit noch gruseliger aussehen, sind es daher vor allem die Männchen, die auf ihren Streifzügen zum Liebesnetz im Staubsauger der panischen Arachnophobin ihr klägliches Ende finden, wenn sie es nicht schaffen mit immerhin fast 5 km/h durch ein geöffnetes Fenster zu entkommen. Für die weibliche Spezies ist der Verlust eines stattlichen Männchens fatal. Die normale Lebensdauer des Spinnenmännchens beträgt maximal ein Jahr. Nur größere Exemplare haben eine Chance auf Fortpflanzung. Kleinere werden leicht zur Beute. Besonders clevere Männchen nisten sich bei einem kleineren Weibchen ein und warten dann Kavalier mäßig, bis es geschlechtsreif ist. Sterben zu viele potenzielle Partner vorzeitig kann auch das bis zu fünf Jahre lebende Weibchen, die Population langfristig nicht mehr aufrechterhalten.
Eine Einwanderin vor dem die Hausspinne „zittert“ (Bild oben)
„Viele Jäger sind des Hasen Tod“, sagt das alte Sprichwort. Zum spürbaren Verschwinden der Hausspinne haben nach meinen Beobachtungen nicht nur hysterische Zeitgenossen, immer sterilere Häuser und Wohnungen, sondern vor allem die aus dem Mittelmeer eingewanderte Konkurrenz Pholcidae, zu Deutsch „Zitterspinne“ beigetragen. Selbst kräftige Tegenaria werden von den dünnbeinigen zart aussehenden Webkünstlerinnen zu Paketen zusammengeschnürt und verspeist. Der Kampf zwischen David und Goliath, erinnert an eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Waffensystemen. Die Tegenaria tötet ihre Beute im direkten Kampf, etwa so wie eine Jagdspinne. Ihr großes Trichternetzt dient eigentlich nur als Stolperfalle und später als Kinderstube. Oft kann man beobachten, dass Insekten, die bereits aus dem Netz entkommen sind, überwältigt und mit einem kräftigen Biss – der übrigens auch durch menschliche Haut dringt - getötet werden. Sogar Stachelbewehrte, oder gar eine ausgewachsene Kreuzspinne, die auf der Suche nach einem neuen Standort an einer Rollladenrille vorbeikrabbelte, in der eine Tegenaria hauste. Die Zitterspinne hingegen benutzt ihre Fäden, die wie Lassos fungieren, als Distanz-Waffe. Selbst gefährliche kräftige Insekten wie Wespen werden mit den zentimeterlangen dünnen Beinen mühelos auf Abstand gehalten und in Sekundenschnelle mit feinen Fäden zuerst Kampf- und schließlich Bewegungsunfähig gemacht. Bis sie endlich ihren Todesbiss ansetzt, können Minuten vergehen.
Zum weiteren Verschwinden der großen Hauspinne hat möglicher Weise auch der rapide Rückgang von Insekten beigetragen. Die Zitterspinne ist zwar auch vom Insektensterben betroffen, aber ihre flexiblere Jagdtechnik gleicht dies wieder aus. Die Tegenaria brauch zum Netzbau Ecken und Kanten, die Zitterspinne spinnt und webt überall, auf glatten Wänden ebenso, wie vor Glasfenstern, zwischen Lampen, an der Decke, aber auch hinter Schränken und Heizungsrohren, die eigentlich die bevorzugten Reviere der Hausspinne sind. Ihre Beutepalette reicht von der klitzekleinen Fruchtfliege, bis zum Fingergroßen Nachtfalter, kräftigen Wespe und eben auch die doppelt so große Konkurrentin.
Obwohl wir jahrzehntelang Tegenarias wie Haustiere hüteten, sogar mit kleinen Insekten fütterten, verirrte Männchen regelmäßig aus der Badewanne retteten (das letzte Mal vor fünf Jahren) ist das Reihenhaus heute so gut wie Hausspinnenfrei. Ihr ehemaliger Lebensraum – einschließlich Bad und Toiletten - wurde komplett von der Zitterspinne übernommen. Lediglich im Außenbereich, in der Ecke zum Nachbarhaus hat sich dem großen Netz nach zu urteilen noch ein weibliches Exemplar erhalten. Früher saßen ganze Paare Wochenlang inniglich vereint in den Kellerschächten, ehe sie sich nach ausgiebigen Stelldicheins friedlich trennten. (Nicht alle Spinnenarten fressen oder bedrohen ihre Männchen). Wie es in anderen Häusern aussieht, die alle clean und Klimatechnisch optimiert wurden, liegt auf der Hand. Die Überlebenschance für eine Hauspinne liegt hier bei null. Zumal viele Kellerräume zu Party- oder Hobbyräumen umfunktioniert wurden, so blitzeblank, dass man vom Fußboden essen kann. Dass ihr Verschwinden, wie Herrnkind schreibt, kaum zur Kenntnis genommen wird und erst recht kein Volksbegehren auslöst, liegt buchstäblich in der Hand. Auch die sozial lebende kleine Fettspinne, ein gleichfalls gern gesehener Gast ist von den Zimmerdecken verschwunden. Wohin? In die Mägen der gefräßigen Neozoen?
Nachfolgerin unterwegs?
Die Spinnenhasser können also durchatmen und sich auf ihren Grillbalkons entspannt zurücklehnen. Oder nicht? Wer rudimentäre Biologiekenntnisse besitzt weiß, dass eine verdrängte Art nicht selten von einer ähnlichen Spezies ersetzt wird. Nach neuesten Meldungen hat sich eine Kräuseljagdspinnen-Art in Süddeutschland niedergelassen, die gleichfalls Häuser als Lebensraum bevorzugt. Auch sie ist wie die Zitterspinne eine Einwanderin aus dem Süden, übertrifft allerdings in Sachen Ekelfaktor noch die haarige Tegenaria atrica. Die sogenannte Nosferatu-Spinne. Von der Größe her geben sich beide nichts. Auch die Nosferatu-Spinne kommt auf maximal zwei Zentimeter Körpergröße. Der Unterschied liegt in der Lebens- und Jagdweise. Tegenaria – allen voran die Weibchen – sind ausgesprochene Standorttreue Stubenhocker. Nur die Männchen gehen, wie bereits ausgiebig beschrieben, zur Paarungszeit auf die Walz. Bei der neuen Einwanderin, die Medienberichten nach 2005 das erste Mal gesichtet wurde, sind Männlein wie Weiblein im gleichen Maße ununterbrochen unterwegs, denn die Nosferatu-Spinne ist eine Jagdspinne, die sich nur zur Brutzeit in ihren Kokon zurückzieht und dann ähnlich wie die Dornfingerspinne richtig bissig werden kann.
Glaubt man den Berichten, die derzeit untermalt von reißerischen Überschriften im Netz kursieren, so trägt die Spinne ihren Horror-Namen zu Recht, denn sie soll nicht nur angriffslustig, sondern auch giftig sein. Da auch einheimische Spinnen auf ihrer Speisekarte stehen, wird sie als Königin in der Spinnennahrungskette wohl auch die Tegenaria weiter dezimieren. Mit einem Marmeladenglas lässt sie sich jedenfalls nicht so leicht einfangen, wie ein Mann aus Rastatt in der BNN (3) anschaulich berichtet. „Groß und Giftig“, textet die Berliner Zeitung (4) und für Ludwigshafen24 (5) ist die auffällig gezeichnete kräftige Spinne mit bis zu 8 Zentimeter Beinumfang „Absolut Horror“. Gleich 15 Exemplare hat eine Familie in der Rheinland-Pfälzischen Industriemetropole in ihrem Haus entdeckt plus Kinderstube direkt im Schlafzimmer. Angenehme Nachtruhe.
Und die Moral der der Geschichte: Unser Mikrokosmos ist fast immer ein Spiegelbild unserer allgemeinen Umwelt. Spezies, vor denen wir uns fürchten und glauben, sie bekämpfen zu müssen, sind in Wahrheit oft harmlos, im schlimmsten Fall ärgerlich. Im Gegenzug akzeptieren wir dann Spezies, die sich wirklich zu einer Gefahr entwickeln können. Honi soit qui mal y pense.
Links: (1-5)
Spinnen sind so wichtig fürs Ökosystem wie Bienen. Doch sie sterben still.
Inzwischen hat sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland breitgemacht. Auch in Rastatt schildern BNN-Leser mehrere Begegnungen.
„Sie mag die Nähe zu menschlichen Behausungen, insbesondere Kellern. Die Spinne baut kein Netz, sondern lauert bewegungslos auf Beutetiere“,
Eine gruselige Vorstellung – nicht nur für Arachnophobiker. Immer wieder findet eine Familie Exemplare einer riesigen Gift-Spinne im Haus, d
I'm a lifelong arachnophobe, so imagine my delight to see this little monster making a new home in one of my houseplant pots. I'm unsure of the species.
At least I know where this one is and won't need to worry about encountering it scurrying about the house just yet.
(unlike the absolutely huge female house spider I've already spotted roaming around).