Das neue Büro braucht einen Telefonanschluss
Der Vater meines besten Freundes orientiert sich beruflich neu. Von der Festanstellung in einem Versicherungsbüro macht er sich als Makler selbständig und schlägt seine Zelte im Keller der Doppelhaushälfte auf.
Eines Morgens wird große Maschinerie aufgefahren. „Warum sind hier so viele Bauarbeiter?“, frage ich meinen Freund. „Die legen meinem Papa eine Telefonleitung“, antwortet er. „Warum?“, frage ich neugierig zurück. „Damit er unterscheiden kann, welche Anrufe privat und welche geschäftlich sind.“ Das leuchtet mir ein.
Die Bauarbeiter buddeln erst unter viel Lärm ein Loch in die Straße. Von der nun freigelegten Hauptleitung wird ein neues Kabel abgezweigt und stoßweise unterirdisch bis zum Haus durchgetrieben. Der inzwischen ebenfalls anwesende Vater zeigt mir, wo ich mich hinstellen soll, damit ich die Stöße spüren kann.
Ich verliere kurz darauf das akute Interesse, aber mein Freund erzählt mir am nächsten Tag, dass die Leitung durch die Hauswand gebohrt und dann von einem Beamten der Post angeschlossen wurde. Am Abend konnte der Vater dann seinen Geschäftsanschluss in Betrieb nehmen.