Kiezdeutsch wird in erster Linie von Jugendlichen gesprochen; es ist eine Jugendsprache des Deutschen. Das Besondere an Kiezdeutsch ist, dass sich diese Jugendsprache im Kontakt unterschiedlicher Sprachen (und Kulturen) entwickelt hat, und zwar in urbanen Wohngebieten, wie z.B. Berlin-Kreuzberg, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Herkunftssprachen zusammenleben. In den Blick der Öffentlichkeit ist Kiezdeutsch seit Mitte der 1990er Jahre getreten. Ähnliche Jugendsprachen gibt es auch in anderen europäischen Ländern, etwa in den Niederlanden, in Dänemark und in Schweden. Kiezdeutsch ist also kein isoliertes deutsches Phänomen. In den Niederlanden wird die betreffende Jugendsprache straattaal genannt, wörtlich Straßensprache. In Schweden spricht man von Rinkeby-Svenska, benannt nach Rinkeby, einem Stockholmer Vorort mit hohem Migrantenanteil. In Dänemark ist eine solche Jugendsprache als københavnsk multietnolekt bekannt.
Kiezdeutsch is primarily spoken by youths. It’s a youth dialect of German. What’s special about Kiezdeutsch is that this youth dialect developed through contact with different languages (and cultures), which happned in urban residential areas, such as Kreuzberg in Berlin, where people of different backgrounds and with different native languages all live together. Kiezdeutsch first entered everyday German in the mid-Nineties. There are similiar youth dialects in other European countries, such as the Netherlands, Denmark, and Sweden. Kiezdeutsch is, therefore, not a phenomenon unique to Germany. In the Netherlands, the language is called straattaal, literally “street speak”. In Sweden, they call it Rinkeby-Swedish, named after the Stockholm suburb of Rinkeby which has a high immigrant population. In Denmark there is a youth dialect known as “københavnsk multietnolekt“.