Tungsram NG 91 cat lightbulb (aka Cat-shaped neon glow night light) for kids, c1980.
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Tungsram NG 91 cat lightbulb (aka Cat-shaped neon glow night light) for kids, c1980.
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Oedenburger Zeitung, 1935
Micsoda ajándék!!!! 😺🧡
Géza Faragó (Budapest 1877-1928), Slim Woman With a Cat, 1913.
Tungsram swimming pool in Újpest, Budapest, Hungary - closed in 2004, photos from 2011.
Do you have any news about its current condition?
#Tungsram #Budapest . . . . . #photo #photography #art #citylife #suburb #industry #buildings #structure #streetphotography #brick (helyszín: Budapest, Hungary) https://www.instagram.com/p/CmdXCh9NxV0/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Vintage Promotional Sticker ‘Tungsram’ ca.1930.
20. Dezember 2020
Das Vöglein wetzt seinen Schnabel einmal am Leuchtmittelberg im Keller
Die Leselampe der Mutter leuchtet nicht richtig. “Die Birne ist durchgebrannt und ich hab eine neue gekauft, aber die hat nur 60 Watt, das ist mir zu dunkel”, sagt die Mutter. Sie geht trotz Pandemie und meiner flehentlich erhobenen Pfoten mindestens einmal täglich einkaufen.
“Ich fahr gleich mal zum Waldemar”, sagt sie, “der sagt, er hat eine hellere Birne für mich.” Sie macht trotz Pandemie und meiner flehentlich erhobenen Pfoten ständig Besuche bei anderen unvorsichtigen alten Menschen.
“Tu’s nicht!”, sage ich. “Du hast doch noch welche für 300 Jahre im Keller!”
Vielleicht nicht für 300 Jahre, aber bestimmt genug für die nächsten 30.
“Gut, dass du da mal Ordnung reinbringst”, sagt meine Mutter, als sie mich mit zwei Kartons voller Leuchtmittel aus dem Keller kommen sieht. “Musst auch alle ausprobieren!” – “Aber wer würde denn kaputte Glühbirnen wieder in den Keller tun?” – “Ich tu die kaputten da manchmal rein, damit ich beim nächsten Mal weiß, was ich für eine kaufen soll.”
Ich sortiere den Inhalt in die Rubriken “Kleine Fassungen”, “traditionelle Glühbirnen, NICHT energiesparend”, “Energiespar”, “leere Schachteln”, “besonders schöne leere Schachteln” und “defekt”.
Aus der hiermit abgeschafften Rubrik “Irreführende Schachteln”, mit was für Menschen bin ich verwandt! Man fragt sich manchmal.
Andere Menschen, mit denen ich verwandt bin, haben hingegen jede Schachtel aufgehoben und mit dem Einschraubdatum und -ort beschriftet, vermutlich, damit man weiß, ob eine Birne vor der versprochenen Lebensdauer kaputtgegangen ist und man diese Sorte nie wieder kaufen soll.
Aus der Rubrik “Schöne Schachteln” (mit leider defektem Inhalt)
Die Sammlung “traditionelle Glühbirnen” enthält 24 Birnen, der größte Teil davon im meiner Meinung nach sinnlosen 25-40-Watt-Bereich. Da kann man ja gleich eine Kerze anzünden. Da ich die Glühbirnen sowieso testen muss, lege ich auch gleich das Handy mit der Luxmeter-App darunter, die ich noch vom letzten Einsatz habe, um einen Vergleichsmaßstab für die Energiesparbirnen zu bekommen. Dabei finde ich heraus, dass mit gleichen Watt-Angaben beschriftete Glühbirnen sehr unterschiedlich hell sein können, zum Teil gehen die Lux-Ergebnisse um über 100% auseinander. Dann schreibe ich die Watt-Angaben sehr groß auf Zettel, die ich an den Glühbirnen festklebe, denn ich bin inzwischen weitsichtig genug, um mir die Leseprobleme alter Menschen vorstellen zu können.
Zum Schluss beschrifte ich mit Hilfe meiner Lux-Erkenntnisse die vorhandenen LED-Energiesparbirnen, bei denen keine Glühbirnen-Vergleiche auf der Verpackung stehen, mit “so mittel (entspricht ca. 50 Watt)” oder “sehr hell (entspricht ca. 100 Watt)”. Dabei finde ich wiederum heraus, dass manche Energiesparlampen erst im Laufe einer Minute ihre endgültige Helligkeit erreichen. Theoretisch wusste ich das, aber mit der App kann ich es zum ersten Mal sehen.
In die Leselampe kommt eine 150-Watt-Glühbirne, die mich durch ihr Verpackungsdesign überzeugt:
Tungsram war zu der Zeit, aus der dieses Design stammt, eine Ostblockfirma in Ungarn. Wie und wann die Birne in diesen westdeutschen Haushalt gelangt ist, weiß ich nicht. Vielleicht konnte man sie hier ganz normal kaufen, vielleicht ist sie durch die Haushaltsauflösung der Großtante aus Halle an der Saale zu uns gelangt.
“Ist die auch dimmbar?”, fragt die Mutter besorgt, denn die Leselampe wird durch Berühren eines Stäbchens geschaltet und gedimmt. Ich google die Frage und gelange zum provisorischen Ergebnis, dass Dimmbarkeit nur bei den neumodischen Leuchtmitteln manchmal nicht eingebaut ist. Bei alten Glühbirnen geht es wohl mit allen.
Energiesparend ist das zwar nicht, aber die Leselampe leuchtet jetzt wirklich sehr schön hell.
(Kathrin Passig)