Until dawn 2 seems very homoerotic. 👀
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Until dawn 2 seems very homoerotic. 👀
『maxell UD2 74』
20220620
『Maxell UD II (1985)』
20220430
Medibang試作
UD:2
(First of all let’s forget that Yunhee ever took care of the Boiler. Never happened! )
Mit knirschenden Schritten ging Eunsook vor Seokjin die Treppe an der Seite hinunter, die zum Weg hinter dem Haus entlang tiefer ins Tal führte.
“Oh my god, Namjoon ist ja sowas von unerträglich! Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal, naja, FREUNDE waren, weißt du?”
Seokjin verkniff sich ein Grinsen und schürzte die Lippen, schob die Hände in die Taschen des großen Parkas und folgte ihr durch den tiefer werdenden Schnee.
“Wir waren und sind alle noch Freunde, Eunsookie, aber Namjoon ist halt mächtig eifersüchtig…”, meinte Seokjin mit hochgezogenen Brauen spöttisch und sah zum Mond hoch, der sich immer mal wieder durch die Wolken schob und den Schnee glitzern ließ.
“Eifersüchtig? Auf wen denn bitte. Unsere guten Looks?”, kicherte Eunsook arrogant und hob die Arme, um mit vorsichtigen Schritten einen leichten Abhang hinunter zu joggen. Zum Ende hin japste sie und rutschte beinahe aus, hätte Seokjin nicht nach ihrer Elle gegriffen und sie zu sich gezogen. Grinsend brachte er sein Gesicht ihrem näher, ihre Augen weiteten sich und ihre Wangen waren nicht nur wegen der niedrigen Temperaturen so rot.
“Würdest du diese hübschen Augen benutzen, dann hättest du schon längst kapiert, dass Namjoon schon seit einer Weile was von dir will. Allerdings hat er sich ziemlich viel Zeit gelassen - und letztendlich war ich schneller~”, schnurrte Seokjin und stupste mit einem behandschuhten Finger gegen ihre Nase, sodass sie irritiert blinzelte.
“W-Was? Niemals, du spinnst doch?!”
“Glaub’s mir oder nicht, aber das ist der Grund, warum Joonie so hässlich zu dir ist... “, meinte Seokjin in einem merkwürdigem Tonfall und zog Eunsook sanft aber bestimmt an der Hand hinter sich her. Eunsook ließ das auf sich wirken und jonglierte mit den neu gewonnenen Informationen in ihrem Kopf herum, während sie in Schlangenlinien den Berg weiter hinunter stiegen.
“Aber wenn du Recht hast, brichst du dann nicht eine entscheidende Regel des Bro-Kodex?”, fragte sie ihn über das Heulen des Windes und das Rascheln der Tannennadeln um sie herum feixend, sah ihn allerdings scharf von der Seite an. Seokjin wandte sich im Gehen zu ihr um, grinste schelmisch und zuckte die Schultern, bevor er sich wieder umwandte - und zu einem umzäunten Vorsprung deutete.
“Oh wow, sieh mal!”
Dort war ein Fernrohr, Eunsook hüpfte darauf zu und sah aufgeregt hinein, schwenkte es herum. “Wooow, wie gespenstisch und schön- oh, ich kann von hier aus die Hütte sehen!” “Du meinst wohl eher das Liebesnest”, korrigierte Seokjin sie mit tiefer Stimme und einem schiefen Grinsen und bettete das Kinn auf ihrer Schulter, schlang die Arme von hinten um ihre Mitte; sie zerrte kichernd an seinen Händen. “Chill out, Cowboy, und spar dir den Atem für später!”, giggelte sie, bevor sie in seinen Armen erstarrte und ihr Gesicht näher an das Fernrohr presste…
...bevor sie zurück zuckte und die beiden leicht nach hinten stolperten, sie vergrub die Hände im Kragen seiner Jacke. “Woah, was ist los?”, fragte Seokjin besorgt, sie deutete auf das Fernglas.
“D-Da ist jemand bei der Hütte… Ich hab eine Gestalt gesehen”, wisperte sie, Seokjin runzelte die Stirn und warf selbst einen Blick hinein. Dort war der Generator, den sie noch betätigen mussten, da ein verlassener Schuppen, und über einem Bach die Hütte. Doch da war niemand…
Plötzlich schob sich ein merkwürdiger Schatten vor sein Sichtfeld und er lehnte sich blinzelnd zurück, kniff die Augen zusammen und sah über das Fernglas ins Tal hinunter.
“Sicher, dass du dir das nicht nur eingebildet hast? Hier ist eine Menge Wild unterwegs…”
“...hoffen wir’s. Ich will die Nacht nicht wegen eines gruseligen Voyeurs in Erinnerung behalten”, scherzte Eunsook leicht beunruhigt, schaffte es aber dennoch, Seokjin über die Schulter keck anzulächeln und zu zwinkern. Er grinste und nickte wieder in Richtung Abstieg.
“Dafür werd’ ich schon sorgen, Baby! Come on, way to go.”, rief er über den Wind und sie gingen an einem Schild vorbei, dass Wildtiere ausgeschildert hatte. Er runzelte leicht die Stirn und wandte sich dann wieder Eunsook zu, griff nach ihrer Hand.
“Hey, ich will dich nicht erschrecken, aber bleib in meiner Nähe. Es kommen nicht nur Hirsche, sondern auch Wölfe und Braunbären ins Tal.” “Was lässt dich glauben, dass ich nicht gern mit dir schmuse, Hottie?”, kicherte Eunsook und stieß ihn mit der Schulter an, er schüttelte lachend den Kopf. “Daran zweifel ich nicht - aber an deiner Zurechnungsfähigkeit schon manchmal!”
Eunsook riss den Mund auf und sich von Seokjin los, um mit erhobenem Haupt an ihm vorbei zu marschieren. Er grinste und blieb an einem Stromkasten stehen, nahm den kleinen Schlüssen, den Jeongguk ihm gegeben hatte und öffnete ihn, um den Generator für die Hütte einzuschalten. Eunsook bog währenddessen in den Vorsprung einer Höhle ab, von dem Seokjin wusste, dass man von dort früher in die Mine gelangt war. Ihre Stimme hallte dumpf heraus:
“Ich bitte dich! Willst du damit sagen, dass ich zu doof bin, um auf mich selbst aufzupa-ARGH?!”
Ihre Stimme brach sich in einem schrillen Schrei, Seokjin hörte Holz bersten und dann ein dumpfes Geräusch. Rasch schnallte er den Stromkasten zu und rannte um die Ecke, rutschte dabei beinahe aus und blieb mit strauchelnden Armen vor der zerborstenen Absperrung stehen.
“SOOK! EUNSOOK!”, rief er, in einer kleinen Wolke aus Staub stand das Mädchen auf und klopfte sich den Dreck von der weißen Jacke, schüttelte den Kopf so heftig, dass die Flechtzöpfe flogen. Seokjin stieß erleichtert die Luft aus und stemmte die Hände auf die Knie.
“Genau DAS meine ich! Alles gut bei dir?” “Ehm, ja! Ich denke schon?” “Holy Shit, erschreck’ mich doch nicht so!” “Was meinst du, wie’s mir geht?”, schnaubte Eunsook und sah zu Seokjin hoch, der sein Handy heraus geholt hatte und seine Taschenlampe heraus geholt hatte, um hinunter zu leuchten.
“Hast du dir den Kopf gestoßen, oder so?” “Nein, soweit ich zählen kann hab ich noch alle sieben Gliedmaßen!”, scherzte Eunsook verspielt und machte grabby hands in seine Richtung, er schüttelte ungläubig den Kopf und stieß einen atemlosen Lacher aus.
“Das mit dem Zählen üben wir auch nochmal! Warte, ich komm zu dir runter”, rief er und als Eunsook einen Schritt zurück tat und Seokjin in die Hocke ging, um den Vorsprung herunter zu hüpfen, sahen sie beide nicht den Schatten, der am Eingang der Höhle aufgetaucht war… und ihnen langsam folgte.
Seokjin richtete sich gerade auf und strahlte mit seinem Handy in alle Ecken; sie waren kurz vor den Schienen am Anfang eines Minenschachtes.
“Ich war hier schonmal mit Jeongguk, als wir noch kleiner waren… Lass uns den Wagon aus dem Weg schieben, dann können wir einmal durchgehen und am anderen Ende wieder raus.”
Eunsook nickte und sie stemmten sich gegen den kleinen Eisenwagen, der sich mit quietschenden Reifen in Bewegung setzte, sodass sie durch den schmalen Durchgang kamen. “Wenn ich darüber nachgedacht habe, dass wir zusammen stöhnen, hatte ich nicht sowas im Kopf”, keuchte Seokjin, Eunsook presste die Schulter mit einem Kichern noch fester gegen das alte, kalte Eisen, dann hatten sie es geschafft. Mit einem angespannten Grinsen gaben sie sich einen Highfive und gingen vorsichtig weiter, Erde und Geröll knirschten unter ihren Stiefeln, es tropfte hier und da und alle Geräusche schienen doppelt so laut wider zu hallen in dem niedrigen, feuchten Gang. Es war mehr als dunkel, ihr Atem stand in der Luft und raubte ihnen ab und zu die Sicht, die sie hatten.
Plötzlich quietschte es und das Geräusch wurde erschreckend schnell lauter - und aus der Dunkelheit kam ein weiterer Wagen direkt auf sie zugerollt. Mit einem Japsen sprang Eunsook zur Seite, Seokjin stemmte sich dagegen und bremste den Wagen mit einem Schnaufen und Keuchen langsam aber sicher aus.
“Was zur Hölle?! Wo kommt DER denn her?”, fragte Eunsook wispernd und starrte in die Dunkelheit, sie holte nun ebenfalls ihr Handy heraus und leuchtete in die Dunkelheit. Ein feuriger Schimmer spiegelte sich nun an den nassen Wänden, vorsichtig gingen sie um die Ecke. Am Ende des Ganges, an dem es entweder runter oder wieder raus ging, standen in einer Ecke ein paar rostige Tonnen. Darauf flackerten Kerzen, und zwischen den Kerzen lag der Stummel einer Zigarre. Seokjin hob ihn auf und drehte ihn in den Fingern.
“Der ist relativ frisch…”, murmelte er mit gerunzelter Stirn, Eunsook riss die Augen auf. “Was, echt jetzt? Wer hängt denn bitte hier ab? Ich kenn über tausend schönere Locations…”, scherzte sie flach, Seokjin zog die Brauen hoch und nickte zustimmend. Dann musterte er die Wand und hob das Licht ein wenig.
“Shit, was ist DAS denn?”
Sie musterten den Schädel, der an der Wand hing. Der weiße Knochen stach krass auf dem dunklen Untergrund hervor, an dem ausladenden Geweih hingen Lederschnüre mit Federn daran. Um den Schädel war in roter Farbe - zumindest hofften sie, dass es Farbe war - Symbole geschmiert. Eunsook zuckte die Schultern und ließ die Hände mit einem lauten Geräusch wieder gegen ihre Schenkel fallen.
“Keine Ahnung, Mann. Vielleicht ‘n Kult? Mir würde als Teenie im nahen Dorf auch langweilig werden. Hier passiert mal so gaaar nichts!”, meinte sie, Seokjin nickte langsam. Keiner von beiden sagte, dass das ein recht schwaches Argument war. Als sie sich umwandten, sah Seokjin auf einem der Fässer eine alte Karte liegen. Sie war von der Feuchtigkeit schon hier und da zerfressen und vergilbt.
“Das sind die Minen… Ziemlich viel rot gekennzeichnet. Da sollte man wohl nicht mehr runter…”, murmelte Seokjin und Eunsook hob die Brauen und nickte zustimmend.
Rasch verließen sie die Mine und atmeten sichtlich auf, als sie durch einen weiten Höhleneingang wieder auf dem Weg den Abhang hinunter waren.
+
Mit einem Seufzen hielt Yunhee nach einer halben Minute die nun fast blauen Fingerspitzen immer noch unter den eiskalten Strahl des Badewassers. Sie drehte den Hahn wieder zu und wandte sich um, auf dem Treppenabsatz hörte sie bereits das Gekappel der drei Jungen:
“Ein Oujia Board? Ihr glaubt doch nicht an sowas, oder?”, spottete Jimin, er saß auf dem Teppich mit den Beinen von sich gestreckt wie ein Kind. Taehyung zuckte die Schultern, Jeongguk presste die Handflächen wie im Gebet zusammen. “Ach kommt schon, seit keine Spaßbremsen! Ich hab das immer zusammen mit… mit… wir haben das immer zusammen gemacht, das war cool!” “Wenn Koo Bock drauf hat, können wir’s doch mal versuchen”, lenkte Taehyung ein, der sensibel genug war, auf Jeongguk’s Wünsche einzugehen. Dieser reckte eine Faust in die Luft in einer triumphierenden Geste während Jimin sich mit einem Stöhnen rittlings auf den Flauscheteppich sinken ließ. “Okay okay, ihr habt gewonnen! Penner.”
“Heck yeah!” “Heck yeah wär’s auch, wenn ich Badewasser hätte - und zwar warmes”, rief Yunhee von der letzten Treppenstufe und warf Jeongguk einen tadelnden Blick zu, ging in die Küche, um sich einen Saft einzuschenken. Jeongguk warf ihr finger guns zu.
“Der Boiler im Keller, beinahe vergessen! I’m on it, Missy, kommste mit? Ihr könnt währenddessen das Oujia Board suchen, vielleicht ist es in… in ihren Zimmern, naja, ihr findet’s schon!”, rief Jeongguk zuversichtlich und winkte dann Yunhee zu sich heran. Sie ließ sich ein wenig Zeit mit ihrem Saft, kicherte, als er genervt die Lippen schürzte, sodass sich kleine Grübchen in seine Wangen bohrten und folgte ihm dann in den Keller.
Auf der Treppe zog er an dem Zopfgummi und öffnete sein langes Deckhaar, fuhr sich ein paar Mal hindurch und drehte sich dann im Gehen zu Yunhee um, sah sie an. Sein Gesichtsausdruck war blank, ausdruckslos, und die großen, dunklen Augen merkwürdig stumpf. Yunhee wurde ein wenig mulmig und sie lächelte verunsichert. Plötzlich blinzelte er und es schien wieder Leben in ihn zu fahren; er erwiderte das Grinsen und seine großen Augen funkelten. Er stieß sie ihm Gehen mit der Schulter an.
“Hey, ich- ich wollte nur sagen, dass es schön ist. Dass ihr alle hier seid, das würde die beiden freuen”, fing er plötzlich mit seiner sanften Stimme an und warf einen Blick auf Yunhee herunter. Sie erinnerte sich schwach daran, dass sie mal größer gewesen war als er. Nun war er groß, und breit, und warm. Und ein wenig neben der Spur, aber vielleicht bildete Yunhee sich das auch nur ein…
Sie erwiderte sein Lächeln und griff nach seiner Hand, um sie leicht zu drücken.
“Wir sind gern hier, Gukkie, das weißt du doch.”
Jeongguk nickte langsam und als sie ihm ihre Hand wieder entziehen wollte, blieb er stehen und hielt ihre Hand fest. Vielleicht etwas zu fest. Da er nichts sagte, sprach wie weiter: “Nach allem, was passiert ist… wir sind immer noch für dich da, Jeongguk, okay?”, sagte sie eindringlich, betrachtete sein unbewegtes Gesicht.
“Ich… will einfach nur, dass wir wieder ‘ne gute Zeit haben”, fing er mit rauer Stimme an, dann erwiderte er ihren Blick: “Danke, Yunhee, ich bin dir wirklich dankbar. Dir besonders”, sagte er leise, ihr Lächeln verrutschte bei seinem Tonfall etwas.
Der Keller des Hauses war ein Wirrwarr aus Gängen, in denen in einigem Abstand immer wieder Lampen an der Decke hingen. Sie befanden sich genau zwischen zweien und dank Jeongguk’s langem Haar, das sein Gesicht auf beiden Seiten einrahmte, waren seine Augen riesig und weiß in dem schattigen Gesicht. Sie konnte nicht ausmachen, wo seine Iris aufhörte und seine Pupille anfing; aber dass er nicht blinzelte und immer noch leicht lächelte, machte diesen Moment nicht gerade angenehmer.
Vorsichtig zog sie ihre Hand aus seinem Klammergriff, legte dann die Hände auf seine breiten Schultern und drückte leicht, bevor sie die Hände wieder sinken ließ und hinter dem Rücken verschränkte.
“Gerne doch”, murmelte sie mit einem verkniffenen Lächeln. Jeongguk sagte nichts, sondern lächelte nur unbeirrt dieses tote Grinsen, bei denen sich in seinen Augen nichts bewegte. Plötzlich streckte er die Hand nach ihr aus und sie zuckte heftig zusammen - bevor sie merkte, dass er lediglich eine Metallklappe hinter ihr öffnete.
“Was bist’n so schreckhaft heute, das bist du doch sonst nicht?”, kicherte er feixend und hielt ihr eine Taschenlampe hin, bedeutete ihr, ihm Licht zu machen. Sie stieß einen atemlosen Lacher hervor und deutete unbeholfen um sich: “Naja, der Keller ist ziemlich groß und verwinkelt - schon ein bisschen unheimlich…”
“Du solltest auf jeden Fall nicht alleine hier unten sein”, sagte Jeongguk und wieder war es dieser beinahe belanglose, aber ernsthafte Tonfall, der Yunhee Gänsehaut bereitete. Sie runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf, machte ihm gerade Licht als sie ein rhythmisches, stählernes Pochen hörte.
“Was...?” “Mh?”, hakte Jeongguk geistesabwesend nach, er hatte sich den Knöpfen und Hebeln zugewandt. Yunhee warf einen Blick über die Schulter, sah den Gang zu beiden Seiten rauf und runter. Woher kam bloß das Geräusch? “Hörst du das Pochen nicht? Es ist so… regelmäßig?” “Nein, ich- hey, kannst du dich konzentrieren? Ich brauch hier Licht”, wies Jeongguk sie ungeduldig an, sie blinzelte und drehte sich wieder zu ihm um. Doch da war immer noch dieses Pochen, inzwischen wurde es etwas unsteter. Stirnrunzelnd drehte sie sich erneut um, doch da war nichts und sie konnte weiß Gott nicht sagen, aus welcher Richtung es kam.
“Okay, komm mal hier rüber”, befahl Jeongguk und zog sie am Arm zu einem weiteren Stromkasten, “du legst diesen Hebel um und wenn diese Lampe blinkt, dann musst du den Knopf drücken. Der geht schwer, hau am Besten drauf”, wies Jeongguk sie an und hockte sich wieder vor den anderen Stromkasten.
Yunhee tat wie befohlen, wartete nach dem Klacken, bis das Grollen der Maschine seinen Höhepunkt erreicht hatte und als das Lämpchen aufflammte, schlug sie zu. Ein gleichmäßiges Grollen ertönte und Jeongguk klatschte sich einmal in die Hände und lachte freudig.
“Hell yeah! Ausgezeichnet”, rief er und stand auf, hielt Yunhee eine Hand hin. Allerdings übersah sie die Einladung zum Highfive, da sie sich bereits geistesabwesend lächelnd wieder umgewandt hatte, in Gedanken immer noch das merkwürdige Geräusch…
Jeongguk’s strahlendes Lächeln verschwand und er starrte Yunhee’s Hinterkopf einige Sekunden einfach nur an, sein Gesicht eine blanke Maske. Dann hörten sie plötzlich ein hohles Jammern und um die entfernte Ecke taumelte eine vermummte Gestalt - mit ausgebreiteten Armen genau auf sie zu.
“LAUF!”, rief Yunhee und drängte Jeongguk am Arm vor sich her, der irritiert blinzelte und die Beine in die Hand nahm. Yunhee schob ihn weiter, wandte sich um und zerrte an ein paar Brettern, die an der Wand lehnten. Sie fielen ihrem Verfolger in den Weg, der japste und stolperte. Rasch sprinteten sie die Treppe hinauf und Jeongguk griff nach dem Türgriff - und rüttelte ihn verzweifelt, jedoch ohne Erfolg.
“Mach schon?! Warum geht die Tür nicht auf?”, zischte Yunhee verzweifelt und stemmte sich mit dagegen, was natürlich nichts nützte. “Damit uneingeladener Besuch nicht reinkommt?”, mutmaßte Jeongguk luftleer, da taumelte die dunkle Gestalt um die Ecke. Sie heulte hohl und wankte die Treppenstufen auf, Yunhee schrie auf und presste sich an Jeongguk - der loskicherte.
“Steht dir, Minnie”, kicherte er und die Gestalt brach ebenfalls in Gelächter aus, Park Jimin schob sich die weiße Maske vom Gesicht und die Kapuze des Mönch Gewandes herunter. Yunhee riss empört den Mund auf und schlug mit einer flachen Hand auf Jimin’s Oberarm. “Park Jimin?! Wie kannst du nur?” “Oh Mann, ihr hättet eure Visagen seh’n sollen! Hollywood reifer Schrei, Yunhee, wirklich erste Klasse”, kicherte er und klatschte langsam, Taehyung öffnete ihnen gerade mit verwundertem Gesicht die Tür. “Geht’s euch gut?”, fragte er unschuldig, Yunhee schob sich mit einem Augenrollen an ihm vorbei. “Bis auf den Schreck, den ich mir jetzt mit einem heißen Bad aus den Knochen wasche? Hervorragend, Taetae, danke der Nachfrage!”, schnaufte das Mädchen und griff nach einem der Kissen vom Sofa, warf es nach Jimin. Der fing es auf und warf es Taehyung an den Kopf, der seine Mütze probt verlor. Verwundert sah er an Jimin rauf und runter. “Mensch, gehst du jetzt unter die Schutzheiligen?” Jimin legte die Hände wie zum Gebet zusammen und sah Taehyung mit einem Ausdruck ehrfürchtiger Verzweiflung an: “Nur Beten kann uns nun noch von dem Fluch befreien, der auf uns liegt... nur Beten, oder der TOD?!” Theatralisch sank er auf die Knie und streckte eine Hand gen Himmel - beziehungseise gen Yunhee, die vom oberen Stockwerk auf ihn herunter sehen konnte, da alles offen war. Sie klatschte langsam und schüttelte mit zuckenden Mundwinkeln den Kopf: “Du solltest unter die Schauspieler gehen… oder einfach direkt mehr trinken!”, schloss sie und winkte über die Schulter, schloss die Badezimmertüre wieder hinter sich. Jimin wandte sich kichernd Jeongguk zu: “Mann, da ist ja haufenweise billiges Filmequipment im Keller…gehört das deinem Vater?”
Jeongguk verdrehte die Augen: “Als ob der für sowas Zeit hat! Nein, das ist meins… Ich hab doch mal so ‘nen Kurzfilm gedreht, wisst ihr noch? Diesen wirklich billigen Horrorstreifen, der ‘ne Auszeichnung bekommen hat? Der Scheiß ist noch übrig…”, erklärte Jeongguk und wandte sich dann Taehyung zu: “Also, hat einer von euch das Board gefunden?”
Jimin zog aus der braunen Kutte ein hölzernes Brett.
“Tadaaa~”, rief er triumphierend, die anderen beiden grölten und sie griffen sich ihre Getränke und liefen in den Salon neben der Bibliothek, um dort im schwachen Kerzenlicht die Geister zu rufen.
+ Ein schriller Schrei, nicht menschlich aber auch nicht der Ruf eines Tieres, durchbrach spitz die Nacht. Eunsook blieb wie angewurzelt stehen und wandte sich mit großen Augen zu Seokjin um, der ihren Blick mit hochgezogenen Brauen erwiderte.
“Okay, what the fuck? Hast du das gehört?”, fragte Eunsook, die sich langsam im Kreis drehte und in die dunklen Bäume um sie herum spähte.
“Ich hab… etwas… gehört, ja… Vielleicht ein Eichhörnchen”, murmelte Seokjin und holte zu Eunsook auf, drückte sanft eine Hand in ihr Kreuz und ging weiter.
“Eichhörnchen…”, murmelte Eunsook ungläubig, folgte ihm aber artig. Bis sie ein weiteres Geräusch im Dickicht um sie herum hörten, Geäst knackte, Schnee knirschte. Eunsook blieb wie angewurzelt stehen und presste den Rücken gegen Seokjin’s breite Figur, er hatte ihre Schultern umklammert. Dann löste er sich langsam, bückte sich und griff nach einem Schneeball. Warf ihn in die ungefähre Richtung des Geräusches und warf. Einige Sekunden passierte nichts. Dann stieß Eunsook ein lautloses Lachen aus und drehte sich zu ihm um.
“Oh mein Gott, ich dachte schon-”
Plötzlich brach ein riesiger, dunkler Hirsch aus dem Geäst und landete mit einem Aufprall, der dumpf im Boden vibrierte, zwischen ihnen um mit einem röhrenden Ruf und der Kraft eines Kleinwagens mit einem Satz wieder zwischen den Bäumen auf der anderen Seite des Weges zu verschwinden. Sie sahen noch kurz die riesigen, dunklen Augen, die sie schreckensgeweitet anstarrten, dann war das große Tier auch schon wieder verschwunden.
“Woah, das war knapp! Bleib lieber neben mir”, rief Seokjin aus und machte einen Ausfallschritt, zog Eunsook an sich heran und sie gingen rasch weiter, sie stieß ein zustimmendes Geräusch hervor.
Um die nächste Kurve hörten sie bereits den Bach plätschern und vor der kleinen Brücke stand ein alter Schuppen. Das Dach war bereits eingeknickt und es gab keine Türe mehr. Eunsook ging zum Bach und kniete sich ans Wasser, sie hatte ihr Handy gezückt und machte ein paar Fotos von dieser Seite, da der Mond die Szenerie so schön beleuchtete. Seokjin schon sich neugierig in den Schuppen, anscheinend ein altes Jagdversteck. Es gab nicht viel zu sehen, da waren Haken zum Aufhängen des Fanges - und merkwürdigerweise eine Art Atemschutzmaske? Seokjin griff danach und schlich sich langsam von hinten an Eunsook heran, die unschuldig im Schnee hockte und sich nichts Böses dachte.
“Uaaargh!”, grollte er, hielt sich die Maske vor und streckte einen Arm nach ihr aus - sie fuhr mit einem spitzen Schrei herum, rutschte am Ufer aus und fiel rittlings in den Bach. Jammernd und schimpfend kam sie mit Ach und Krach wieder auf die Beine, sie war klitschnass und der fallende Schnee machte es auch nicht besser. Seokjin klatschte mit einem bellenden Lachen in die Hände.
“JIN?! Hör auf zu lachen, ich bin klitschenass - und arschkalt?!”, quengelte sie mit Tränen in den Augen und schubste ihn, er stolperte kichernd zurück und streckte beschwichtigend die Arme nach ihr aus.
“Oh keine Sorge, Darling, ich weiß genau, wie wir dich wieder aufheizen können…” “Halt die Klappe! Die Stimmung ist sowas von MIES!”, fauchte sie, als sie plötzlich den Schrei wieder hörten - den von dem angeblichen Eichhörnchen. Das dunkle, hohle Röhren eines Hirsches folgte.
Mit großen Augen wirbelte Eunsook herum und Seokjin packte sie an der Hand, zog sie über die Brücke. “Okay, wir sollten gehen - es tut mir Leid, dass du nass bist, das wollte ich nicht”, sagte er mit leiser, beschwichtigender Stimme und rieb ihre Oberarme, sie stapfte missmutig neben ihm her.
“Gibt’s etwas Schlimmeres, als nass UND kalt zu sein?”, zischte sie.
Just in dem Moment, als sie den Pfad wieder betreten hatten, brach erneut ein Hirsch durch das Dickicht und stolperte auf der anderen Seite über ein auf dem Boden liegenden Stamm. Im Schnee leuchteten rote Sprenkel, sie breiteten sich aus wie die Knospen von Blüten und als das am Boden liegende Tier keuchte, spuckte es einen Schwall heißen Blutes über den kalten, weißen Schnee.
“DAS ist Schlimmer”, stellte Seokjin trocken fest und sie näherten sich vorsichtig dem Tier. Der Hals des Hirsches war beinahe vollständig von Fell, Haut und teils auch Fleisch befreit; in die Flanke waren riesige Striemen gerissen und sie konnten sich nur vorstellen, was für gigantische Krallen ein Tier haben musste, um solch einen Schaden bei einem ausgewachsenen Hirsch anzurichten. Das Tier war beinahe zwei Meter groß - und lag offensichtlich im Sterben.
“Oh Gott, wir müssen doch irgendwas tun?!”,keuchte Eunsook mit tränenerstickter Stimme. Seokjin näherte sich langsam dem in Todesqualen keuchenden Wesen, das verzweifelt die Hufe in den Schnee grub und vergebens versuchte, sich wieder aufzurichten. Seokjin’s Hand fand den Kiefer des Tieres und er strich beruhigend über das klebrige Fell und sah in die dunklen, schockgeweiteten Augen und verlor sich einige Sekunden darin…
...bevor der Hirsch mit einem gewaltigen Ruck in die Finsternis der Bäume gezerrt wurde. Eunsook schrie auf und sprintete los: “KOMM SCHON! LAUF?!”
Seokjin war ihr bereits dicht auf den Fersen, sie hörten dumpfe Geräusche in den Bäumen um sie herum und wollten es auf keinen Fall drauf ankommen lassen, Bekanntschaft mit einem Bären zu machen! Auf der Veranda der Hütte angekommen rutschte Eunsook dank ihrer nassen Schuhe prompt aus, Seokjin machte einen Satz zurück und zerrte sie hoch doch sie stieß ihn von sich: “Schlüssel, JETZT!”
Rasch kramte er den Schlüssel heraus, jagte ihn ins Loch und drehte ihn rum, schob Eunsook zuerst durch die Tür und hüpfte hinterher, rammte die Tür zu und verschloss von innen. Heftig atmend standen sie sich gegenüber und Seokjin stieß einen atemlosen Lacher aus, Eunsook stolperte zum Sofa und ließ sich darauf fallen.
“Holy… shit… Was zur Hölle war das?!”, keuchte sie, Seokjin zerrte sich die Jacke vom Leib.
“Bestimmt ein Bär… Glück gehabt, würd ich sagen!” “Glück gehabt? Was, wenn er herkommt!”, protestierte Eunsook fassungslos, Seokjin verdrehte hinter ihrem Kopf die Augen. “Bären öffnen keine Türen, Eunsookie…” “Ich hab mal gesehen, dass Bären Autotüren öffnen können!” “Wo das denn?”, fragte Seokjin stirnrunzelnd. “Im Internet?” “Das hier ist nicht das Internet, sondern Real Life…”, warf Seokjin beschwichtigend ein, lehnte sich über die Sofalehne und sah auf das Mädchen herunter. Eunsook verschränkte die Arme vor der Brust und schob trotzig die Unterlippe vor. “Mhpf! Die Stimmung ist trotzdem ziemlich im Eimer… Ich hätte gern ein Feuer und gute Musik…”
Sie kramte nach ihrem Handy - und ihr Gesicht entgleiste.
“Fuck… fuck, fuck, FUCK!” “Was- Eunsook, hey, was suchst du?” “Mein Handy! Oh verdammt, es ist bestimmt in den Fluss gefallen - meine Eltern bringen mich UM!” “Und kaufen dir doch sowieso ein Neues…” “Das ist mein VIERTES dieses Jahr”, jammerte Eunsook, inzwischen bereits auf allen Vieren um unter die Couch zu linsen. Seokjin begutachtete währenddessen eine Shotgun, die in einer Vitrine neben der Türe hing. “Ich glaub nicht, dass wir jetzt da raus sollten… nur so’n Gefühl”, meinte er mit einem ironischen Unterton, sie verdrehte die Augen und ließ sich wieder auf die Couch fallen.
“Jetzt musst du dir wirklich was GANZ Tolles einfallen lassen, damit ich wieder Lust bekomme!”, zischte sie beleidigt und sah mit trotziger Miene zu ihm auf. Seokjin verkniff sich ein Seufzen und machte sich auf die Suche nach Streichhölzern.
+
“Oh mein Gott, Jeongguk - es tut uns Leid, okay? Das war NICHT geplant, warum sollten wir damit scherzen?”, rief Jimin erneut und gestikulierte zum Oujia Brett, auf dem das dreieckige Tool mit dem Loch in der Mitte nach wie vor auf dem T stand… nachdem es das Wort V-E-R-R-A-T gebildet hatte.
Angeblich sprachen sie mit Mina, zumindest hatte die unsichtbare Kraft sie ihren Namen und das reizende Wort M-O-R-D buchstabieren lassen, was die Stimmung nicht unbedingt ausgelassen werden ließ. Jeongguk fuhr sich gerade durch’s Haar, seine Augen glitten fahrig durch den Raum und er tigerte von links nach rechts.
“Wenn ihr glaubt, dass mir das hilft, die ganze Scheiße besser zu verarbeiten… dann ist das wirklich KRANK, okay, einfach nur KRANK!”, rief er verzweifelt und trat vor den Tisch, bevor er aus dem Zimmer rauschte und die Tür hinter sich zuknallte. Taehyung saß nach wie vor mit großen Augen an dem Tisch und hatte abwehrend die Hände gehoben, als der Tisch mit schrabbenden Beinen auf ihn zukam. Dabei rutschte das Dreieck auf ihn zu und wäre ihm wohl in den Schoß gefallen, wenn er nicht wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen und einen Satz nach hinten gemacht hätte.
“Ohh Jiminie… Ich glaub’, wir haben Mist gebaut…” “Das hast du aber schön in Worte gefasst”, stöhnte Jimin und raufte sich die Haare, bevor er die Mütze wieder aufsetzte und sich die Nasenwurzel massierte. “Shit! Was machen wir denn jetzt?”
Taehyung sah an Jimin vorbei zu dem Schreibtisch und ging langsam näher, nahm geistesabwesend einen formellen Brief zur Hand und las ihn.
“Wir sollten Koo auf jeden Fall erstmal in Ruhe lassen, bis er sich abgekühlt hat… Hey, sieh mal”, murmelte er und hielt Jimin mit langen Fingern den Brief hin. Genervt stieß Jimin Luft aus der Nase aus und griff ruckartig nach dem Stück Papier, die schmalen Augen flogen über die Buchstaben:
“Tae, ich hab jetzt echt keine Zeit- warte Mal… Diesen Namen, Min Yoongi, den hab ich unten beim Skilift gesehen! Da war so ein Poster, der wird doch gesucht, weil er Jeongguk’s Familie ständig belästigt”, sagte er aufgeregt und stach mit einem kleinen Finger auf den Namen. Er studierte den ganzen Brief noch einmal.
“Mhh, sieht so aus, als ob er dem indianischen Stamm, der auf dem Berg gelebt hat, angehörig ist. Die halten wohl nicht so viel von dem Minenbau, den Jeongguk’s Großvater hier betrieben hat…”, sinnierte er und Taehyung wandte sich um, studierte mit großen Augen die Bücherregale und zog schließlich eines mit Indianischen Sagen und Mythen heraus.
“Zumindest scheint sich Guk’s Vater damit auseinandergesetzt zu haben… Aber einig wurden die sich wohl nie…”
Taehyung runzelte die Stirn und musterte Symbole zur Vertreibung böser Geister und aufgezeichnete Totems. “Was, wenn dieser Kerl nach all den Jahren Rache für seine Urväter will?”, fragte Taehyung und wandte sich zu Jimin um, seine Augen waren riesig. “Was, wenn dieser- dieser Kerl, der immer noch gesucht wird… Was, wenn er hier auf dem Berg ist? Was, wenn er es war, der Momo und Mina-” “-Taehyung! Halt die Klappe”, zischte Jimin und warf den Zettel wieder auf den Schreibtisch, riss dem anderen das Buch aus der Hand, es landete klatschend daneben.
“Selbst, wenn da was dran ist… Da wären die doch bestimmt selbst drauf gekommen. Und bei den Konditionen auf diesem Berg und den verlassenen Minen…”, fuhr Jimin fort und sah nach draußen in den Schneesturm, Taehyung folgte seinem Blick mit einem unwohlen Gefühl im Bauch, “...wer wird schon allein hier oben sein Unwesen treiben? Noch nicht mal ein Verrückter, oder?”
In der Stille, die nach Jimin’s Worten folgte, hörten sie ein lautes Rumpeln und Jeongguk’s erstickten Hilferuf. Mit riesigen Augen sahen sie sich an. Dann nahmen sie die Beine in die Hand, Taehyung war zuerst bei der Tür und brach hindurch, die Flügeltür knallte hinter ihm wieder zu. Fluchend rüttelte Jimin am Türknauf, als er endlich nachgab, stolperte er in die Küche.
Taehyung lag am Boden, Arme und Beine von sich gestreckt, von Jeongguk fehlte jede Spur. Und von der Seite sprang plötzlich ein großer, breiter Kerl in sein Sichtfeld, mit langem, zotteligen Haar und einer weißen Clownsmaske, die um die Mundpartie halb aufgerissen war - stattdessen klemmten dort nun aufgeklebte, gelbliche lange Zähne.
Ein dumpfer Schlag ertönte und Jimin spürte seine Nerven am Hinterkopf heiß kitzeln, bevor alles um ihn herum schwarz wurde und er zu Boden fiel.
+
Seokjin hatte Eunsook gerade ihr Longsleeve über den Kopf gezogen und sich wieder zu ihr herunter gebeugt, um die bereits wunden Lippen wieder auf ihre zu pressen, als es im Bad laut klirrte.
Eunsook quietschte atemlos und zog die lange Beine in der nach wie vor feuchten Jeans an die Brust; sie trug keine Socken mehr aber noch ein hautenges, gut ausgeschnittenes T-Shirt, aus dem Seokjin sie als nächstes schälen wollte. Er selbst trug noch Jeans und ein ebenfalls eng anliegendes Top und war ziemlich genervt, schon wieder unterbrochen zu werden - was den jetzt schon wieder?
“Was war das”, keuchte Eunsook mit heißen Wangen und deutete in den Flur. Seokjin musste alle mentale Kraft zusammennehmen, um nicht entnervt zu stöhnen und die Augen zu verdrehen, und erhob sich um in den Flur zu gehen. Das Badezimmerfenster war eingeschlagen, nein, es war etwas hineingeworfen worden.
Eunsook’s Handy.
Es spielte Musik und lag unschuldig auf den Holzdielen vor ihm.
“Ehm… Dein Handy ist wieder aufgetaucht…”, rief Seokjin und hob es auf, musterte es von allen Seiten und ging wieder zurück, reichte einer fassungslosen Eunsook das Gerät. Ihr Mund stand offen, dann flackerte Wut über ihr Gesicht und sie sprang auf.
“Diese Penner!”, zischte sie und polterte zur Eingangstüre, riss sie auf sodass ein Schwall kalte Winterluft hereinfegte und das Feuer im Kamin protestierend knisterte; Seokjin schnaubte fassungslos: “Was..?”
“HEY, IHR SPACKOS! Ja, genau ihr?!”, brüllte Eunsook und stemmte eine Hand in die Hüfte, hielt mit der anderen das Handy in die Höhe.
“Ich weiß genau, dass ihr da seid - ihr wartet doch nur auf ‘ne Peep Show und wisst ihr was? Wir geben euch gerne eine! Wir werden jetzt nämlich VÖGELN?!”, rief sie in die Nacht hinaus und lachte beinahe manisch, klatschte in die Hände und presste sie theatralisch vor die Brust.
“Und das wird SO! GUT! werden, und keiner von euch kann uns davon abhalten?! Hasta la vista!”, beendete sie ihre Kundtuung und mit einem erneuten Lacher kam sie wieder hinein und knallte die Tür hinter sich zu, warf ihr Handy auf den Tisch und grinste Seokjin mit heißen Wangen und funkelnden Augen an.
“So! Wo waren wir?”
Seokjin lachte und schüttelte den Kopf: “Du bist einmalig!”, kicherte er und machte einen Schritt auf sie zu - dann passierte alles ganz schnell.
Es klirrte laut als das Türfenster zerbarst und Eunsook’s gesamter Körper am Kopf nach hinten gerissen wurde als Jemand, oder Etwas, sie unter hysterischem Schreien und sich wehrenden Händen, die haltlos an den Holzplanken entlang fuhren, durch das zerbrochene Fenster zerrte.
Ein letzter, markerschütternder Schrei hallte durch die Nacht, dann war Stille.
“EUNSOOK?!”, brüllte Seokjin und Leben fuhr in ihn; rasch griff er sich die kleine Gaslampe vom Tisch und mit der anderen das Gewehr, trat die locker in den Angeln hängende Türe ein und sprang die Veranda runter, blieb nur stehen, um sich kurz zu orientieren.
Da waren Schleifspuren, vor ihm im Schnee, sie führten in Richtung der Minen.
“EUNSOOK, WO BIST DU?”, brüllte er, sie kreischte, die Stimme bereits weit entfernt, ein Echo durch Wind und Schnee getragen.
Rasch nahm Seokjin die Beine in die Hand und rannte los. Er spürte die Kälte nicht einmal, schlitternd und keuchend bahnte er sich seinen Weg durch das Unterholz. Statt des Weges wählte er den Abhang hinunter, da er dort Schleifspuren und etwas Dunkles sah - bitte kein Blut!
Japsend rutschte er noch tiefer, ließ gezwungenermaßen Gewehr und Lampe los, um seinen Fall nach unten abzufangen in dem er hier nach einem aus der Steinwand ragenden Rohr griff, da nach einem alten Zaun. Trotzdem fiel er tief und taumelte, als er zwar auf den Füßen landete, jedoch kurz in die Knie ging und sich abstützen musste.
Er war vor einem Eingang zu den Minen, ein goldener Schimmer drang aus dem Inneren. Rasch griff er nach der auf der Seite liegenden Lampe, die glücklicherweise immer noch funktionierte, und dem Gewehr, und joggte hinein. Kurz orientierte er sich und folgte schließlich Geräuschen von weiter unten, nahm eine Treppe die zum Fahrstuhl ausgeschrieben war und stolperte beinahe über seine Füße, so schnell hastete er die Stufen hinunter.
In der Dunkelheit hörte er ein Stöhnen, er hob die Lampe und sah sie - da lag Eunsook, auf dem Gitter, das den Boden des Fahrstuhls markierte. Ihre Gliedmaßen waren merkwürdig abgewinkelt, sie bewegte gerade den Kopf stöhnend auf die andere Seite. Tiefe Kratzer zierten ihr Dekoltee, sie hatte einen eingerissenen Mundwinkel und war überall dreckig und blutig. Als Seokjin auf sie zuhastete und sich neben sie fallen ließ, blinzelte sie mit schweren Augenlidern, der glasige Blick fokussierte sich nur mit Mühe.
“Seok...jin?” “Oh Gott, Eunsook! Eunsook, geht’s dir gut? Fuck, natürlich nicht, du siehst- nichts für ungut, du siehst echt beschissen- was zur Hölle passiert hier”, keuchte Seokjin atemlos und streckte vorsichtig die Hände nach ihr aus.
Es knirschte unheilverkündend und der Fahrstuhl verlor vor Seokjin’s Augen den Halt und mit einem gewaltigen Krachen jagte er in die Tiefe, wo er mit einem Donnern aufschlug.
“EUNSOOK, NEIN?!” Seokjin’s Augen brannten, er sah fassungslos in die Tiefe, sah jedoch außer tiefer Schwärze nichts. Da hörte er einen Schrei, aber nicht Eunsook’s - es war der Schrei, den sie vorher bereits im Wald gehört hatten. Er ging durch Mark und Bein und Seokjin konnte nicht anders; er presste sich schützend die Hände vor die Augen und sah sich panisch um - da sah er es.
Ein Wesen, ausgemergelt und mit dürren, langen Gliedmaßen, hing an der Decke. Im schwachen Schein seiner Lampe glänzten die Augen riesig, rund und weiß auf ihn herunter und Speichel tropfte von langen, spitzen Zähnen. Es hatte blutige Krallen in die Steine gerammt und es könnte humanoiden Ursprungs sein - wenn es sich nicht mit unglaublicher Geschwindigkeit, wendig wie eine Spinne, die Wand entlang bewegen und einen weiteren, grellen Schrei ausstoßen würde.
Seokjin griff schneller nach der Knarre, als er denken konnte, und als das Wesen zielsicher mit ausgestreckten Krallen und weit aufgerissenem Mund auf ihn zu sprang, schoss er und traf die linke Schulter. Mit einem weiteren Kreischen wurde es zurück geschleudert und fiel mit einem Krachen in ein paar Tonnen, die krachend zur Seite rollten.
Dann wurde die Mine erhellt von einem Schwall Feuer, der zielsicher das Wesen fand und Hitze die Wände hochtrieb. Es stieß einen letzten, grellen Schrei aus und ein dumpfes Echo schwang ihm nach, bevor es sich hinaus in die verschneite Nacht stürzte. Aus den Schatten trat ein kleiner Mann, der einen Flammenwerfer in der Hand hatte, den Tank hatte er sich auf den Rücken geschnallt. Er trug eine Maske, die der, die Seokjin im Schuppen gefunden hatte, nicht unähnlich sah.
Gerade schob er sie langsam nach oben und ein kleines Gesicht mit melancholischen Augen trat zum Vorschein, die Ringe in den Ohren klingelten. Seokjin sah die Narbe über einem Auge, als hätte ihn eine Kralle gut erwischt.
Am ganzen Leibe zitternd griff Seokjin nach dem Gewehr und erhob sich, deutete zitternd auf den Mann. Der sich nicht rührte, sein Gesicht blieb ausdruckslos. In der Dunkelheit knurrte es, diesmal kehlig und tief, und ein weißer Wolf schob sich langsam aus den Schatten und stellte sich vor dem kleinen Mann auf. Er taxierte Seokjin mit gelben Augen, das dichte Nackenfell stellte sich auf.
Seokjin stieß den angehaltenen Atem aus und ließ das Gewehr sinken, stemmte sich mit den Händen auf den Knien ab und blinzelte ein paar Mal gegen den Schwindel an, der ihn nach dem Überschuss Adrenalin zu übermannen drohte.
“O...kay. Okay, was zum Fick geht hier eigentlich ab?”
Der Wolf hatte sich wieder beruhigt, er wackelte mit einem Ohr und kam auf Seokjin zu, schnüffelte interessiert an dessen Schuhen bevor er in den dunklen Schlucht nach unten starrte. Der kleine Mann schob die Maske ganz vom Kopf und schob sie in den gigantischen Parka, zog eine Zigarre heraus und zündete sie an. Dann kam er näher, in den Schein der kleinen Lampe, und sah auf Seokjin herunter.
“Ihr Kinder… seid zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber das waren die Jeon’s ja schon immer.”, murmelte er mit rauer, tonloser Stimme und zog ein weiteres Mal an der Zigarre, der Rauch stand kurz zwischen ihm und Seokjin. Seokjin schüttelte müde den Kopf: “Was… zur Hölle war dieses Wesen?”
“Das…”, begann der kleine Mann beinahe andächtig und kraulte dem Wolf, der sich an sein Bein presste, das dichte Nackenfell, “...war der Fluch dieses Berges. Das war der Wendigo.”
#ElizaTaylor #UD2: My question for Eliza's solo #PrincessPanel. 1. What do you think Clarke's greatest strength is & what is her greatest weakness? And what are Eliza's? Eliza's answer - Clarke's greatest strength and weakness: her empathy and compassion. My greatest strength is not letting criticism get me down. I love acting. My greatest weakness is chocolate or champagne. That's my perfect Friday night. Thank you @ jopinionated for asking her my question. Her response to my Twitter handle was adorbs. #UNITYDAYS2017 #ChooseKindness #The100 #ClarkeGriffin #FBF 💙🌻 (at Pinnacle Hotel Harbourfront) https://www.instagram.com/p/BPQlYeuh3DB/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=1p42vkcfzppmj
Mapa del territorio que ocupaba el Imperio Carolingio
2 muertos y 8 heridos durante una fiesta en la UD2 de Caricuao
Una versión indica que un hombre al que le negaron la entrada reaccionó con tiros. Otros dicen que fueron ocho personas en autos y motos los que dispararon contra los asistentes
En un tiroteo que se registró el sábado, a las 3:30 am, en el centro nocturno de la UD2 de Caricuao al que había acudido la comunidad para dar la bienvenida a la Navidad, murieron 2 hombres y otras 8 personas…
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2 muertos y 8 heridos durante una fiesta en la UD2 de Caricuao
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En un tiroteo que se registró el sábado, a las 3:30 am, en el centro nocturno de la UD2 de Caricuao al que había acudido la comunidad para dar la bienvenida a la Navidad, murieron 2 hombres y otras 8 personas…
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