Uni Jena stärkt Ukraine mit DAAD-Hochschulnetzwerk
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Uni Jena stärkt Ukraine mit DAAD-Hochschulnetzwerk
Spin-Steuerung im Molekül ebnet Weg für Quantencomputer
👉 Spin-Steuerung im Molekül ebnet Weg für Quantencomputer ℹ️ Forschende der Uni Jena steuern erstmals den Spin eines Moleküls mit elektrischem Feld – ein Durchbruch für energieeffiziente Quantencomputer. #Molekül #Quantencomputer #SpinSteuerung #UniJena Read the full article
Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit gegründet
Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit: Gemeinsame Verantwortung für nachhaltige Entwicklung Zehn staatliche Hochschulen in Thüringen haben eine Absichtserklärung zur Gründung des Thüringer Hochschulnetzwerks Nachhaltigkeit unterzeichnet. Damit bekennen sie sich zu einer aktiven Rolle im gesellschaftlichen Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit – lokal, regional und global. #HochschulnetzwerkNachhaltigkeit #UniJena Read the full article
Chemieolympiade: Rauchende Köpfe und dampfende Kolben
Zwischen rauchenden Köpfen und dampfenden Kolben
Für Chemie-begeisterte Schülerinnen und Schüler heißt es am 22. März all das Wissen über Formeln und Gleichungen zusammenzunehmen beim Schülerwettbewerb „Chemie – die stimmt!“ am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zum fünften Mal ist die Uni Gastgeber der Thüringer Chemieolympiade und bietet rund 100 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der Klassen 8, 9 und 10 für die Landesrunde des Schülerwettbewerbes ein umfangreiches Programm. ➤ Jenaer Nachrichten >> Uni Jena Die Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Altersklassen erhalten neben wertvollen Buchpreisen eine Urkunde. Für die sechs Besten aus der 9. und 10. Klasse geht es weiter zur mitteldeutschen Finalrunde, einer Vorstufe des großen Bundesfinales in Leipzig.
Thüringer Chemieolympiade „Chemie – die stimmt!“ 2019 am 20.3.2019 im Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Uni Jena. Experimentalvorlesung mit Dr. Sven Krieck. Foto Christoph Worsch Auf die Theorie folgt die spannende Praxis Doch bevor es soweit ist, gilt es, sich in einer Klausur für die kommenden Runden zu qualifizieren. Im Anschluss können sich die Schülerinnen und Schüler mit der Uni Jena vertraut machen und ihre Fragen an Chemie-Studierende stellen. Neben Laborführungen haben die Nachwuchs-Chemikerinnen und -Chemiker die Chance, eine Vorlesung im Hörsaal zu besuchen und gemeinsam mit Studierenden in der Mensa zu essen. Den Abschluss des Tages bildet die Siegerehrung. Veranstaltungshinweis: Fototour Thüringen – Lichtmalerei an der Bockwindmühle Krippendorf im Mai Lightpainting, Langzeitbelichtung, Nachtfotografie – Bockwindmühle Krippendorf, Fototour in Thüringen am Samstag, 20.05.2023 Hintergründe zum Wettbewerb Der Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ wird jährlich vom Förderverein Chemie-Olympiade e. V. - in Thüringen in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) – durchgeführt. Der Wettbewerb besteht aus insgesamt drei Runden. Begonnen wird mit einer Hausaufgabenrunde, danach folgen die eintägigen Landesolympiaden und schließlich die mehrtägigen, länderübergreifenden Finalrunden.
Uni Jena empfängt am 22. März Schülerinnen und Schüler aus ganz Thüringen zur Landesrunde der Chemieolympiade, Symbolfoto: Frank Liebold, Jenafotografx In Thüringen richtet sich „Chemie – die stimmt!“ an Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klasse. Die Landesbeauftragte der Thüringer-Chemieolympiade ist Sabine Rinke vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena. In die Organisation ist zudem das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) involviert. Veranstaltungen im Eventkalender >> Info, Ute Schönfelder // UNI Jena Fotos, Christoph Worsch // UNI Jena und Frank Liebold, Titelbild Read the full article
Studierende der Universität Jena nehmen an UNO-Simulation in Paris teil
Kleines Land auf großer Bühne für Jenaer Studierende
Eine Versammlung der Vereinten Nationen in New York ist die ganz große Bühne. Eine Nummer kleiner, doch nicht minder spannend geht es für zehn Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 12. bis 16. März 2023 in Paris zu. Die Jenaer Delegation nimmt an der „Harvard World Model United Nations“ (WorldMUN) Konferenz teil und vertritt dort Costa Rica. Wie in der „echten“ UNO diskutieren bei dieser Simulation über 1.500 Studierende aus über 80 Ländern über reale Probleme der Weltpolitik, wie etwa die Energieversorgung, die Klimakrise oder Kindersoldaten.
Die Jenaer Delegation für die WorldMUN 2023, die erstmals nach drei Jahren wieder in Präsenz stattfinden kann: Franziska Sandt, Ben Mengler, Dagmar Coelle, Emma Morgan, Lucas Kozun, Razia Gul Mohammad, Justine Krieg, Amelie Brockhaus, Ana Maria Gutierrez Suarez, Beatrice Zillmann, Annika Lüttge und Sofiia Shaida (v.l.n.r.). (Foto: Jule Marie Brischar/Universität Jena) „Das Ziel ist es, im Interesse der von ihnen vertretenen Staaten nach zahlreichen Verhandlungsrunden am Schluss der Konferenz Resolutionen zu verabschieden“, sagt Franziska Sandt. Die Politikwissenschaftlerin von der Universität Jena hat die Delegation mittels eines Bewerbungsverfahrens zusammengestellt und im vergangenen Semester vorbereitet. Studierende verschiedener Fächer und verschiedener Nationalitäten Zur Delegation gehören Amelie Brockhaus, Dagmar Coelle, Razia Gul Mohammad, Justine Krieg, Lucas Kozun, Annika Lüttge, Ben Mengler, Emma Morgan, Sofiia Shaida und Beatrice Zillmann. Vertreten sind Studierende der Politikwissenschaft, aus dem internationalen Studiengang International Organisations and Crisis Management, eine Lehramtsstudentin, eine Physik- und eine Sozialgeographie-Studentin. Die Studierenden kommen aus den USA, Deutschland, der Ukraine, aus Afghanistan sowie ihre mitreisende Tutorin Ana Maria Gutierrez Suarez aus Kolumbien. Das Team repräsentiert Costa Rica in fünf verschiedenen Gremien der UNO mit unterschiedlichen internationalen Konfliktthemen. Costa Rica, ein kleines Land in Mittelamerika, unterhält seit 1949 keine militärischen Streitkräfte mehr. Es ist bekannt für seine stabile Demokratie, Naturschutz und internationalen Einsatz für nachhaltige Energienutzung. Veranstaltungshinweis: DIKANDA Live! Gypsy World & Balkan Beats + ORIENT OKZIDENTAL Global Bass! 24. MÄRZ 2023 – KUBA JENA
Dikanda Live on Stage!!! 24.03.2023 im KuBa Jena, Foto: Jenafotografx Um sie bestmöglich vorzubereiten, absolvierten die Studierenden im Vorfeld ein von Franziska Sandt geleitetes englischsprachiges Seminar über Rhetorik, Diplomatie und Verhandlungsstrategien. Außerdem gab es eine Generalprobe: Anfang Januar trafen sich die Studierenden im kleinen Rosensaal der Universität zur Probesimulation „littleMUN“, bei der es um die Simulation einer Sitzung des Sicherheitsrates zur Verlängerung der Mali-Mission ging. Vertreten waren dort alle 15 Länder des Sicherheitsrates. In einer sechsstündigen Verhandlung wurde ein Vorschlag zur Weiterführung und Ausweitung der aktuellen UN-Peacekeeping-Mission MINUSMA erarbeitet und erfolgreich verabschiedet. Gründliche und intensive Vorbereitung mit einer Generalprobe Um ein tieferes politisches und historisches Verständnis für die Belange Costa Ricas zu entwickeln, unternahmen die zehn Delegierten am 15. Februar eine eintägige Exkursion nach Berlin. Dort wurden sie von Eugenia Gutierrez und Marianela Àlvarez Blanco in der Botschaft Costa Ricas empfangen und hatten die Möglichkeit, in einem zweistündigen Gespräch die Positionen des Landes näher kennenzulernen. Im Anschluss besuchte die Delegation der Universität Jena noch die Landesreferentin für Costa Rica, Michaela Gastiger, im Auswärtigen Amt und sie wurden in der französischen Botschaft vom Ersten Botschaftsrat Thomas Guibert empfangen. Nun, gut gerüstet, freuen sich die Studierenden auf die große Bühne in Paris. Veranstaltungen im Eventkalender >> Info, Janine Kalisch // UNI Jena Foto, Jule Marie Brischar // Veranstaltungshinweis Frank Liebold, Jenafotografx Read the full article
Das alte Jenaer Studentengefängnis - Fakten statt Legenden
200 Jahre nach seiner Ausmalung wird der Karzer an der Universität Jena restauriert
Vor 200 Jahren, genau am 30. Juli 1822, soll einer von damals neun Karzern der Universität Jena an einem Tag ausgemalt worden sein. Martin Disteli habe als gefangener Student mit Blut, Kot und anderen organischen Materialien zahlreiche Szenen mit größtenteils karikierten Personen an die Wände der rd. 15 Quadratmeter umfassenden Zelle gemalt, lautet die oft erzählte Geschichte. ➤ Weitere Nachrichten aus Jena >> Uni Jena Sie ist nur eine Legende, hat die jüngst begonnene Restaurierung des historischen Karzers bereits belegt – dieser Teil der Jenaer Universitätsgeschichte muss neu geschrieben werden. Thüringens einziger historischer Karzer Lange Zeit wurde das ehemalige Studentengefängnis der Jenaer Universität, der Karzer, nur zu besonderen Gelegenheiten geöffnet. Zu groß war die Angst, die Besucher könnten durch ihr Schwitzen oder durch Berührungen der seltenen Bemalung schaden. „Denn es ist der einzige historische Karzer in Deutschland, der vollständig von nur einem Künstler ausgemalt wurde“, sagt Dr. Babett Forster, Leiterin der Kustodie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Doch sie und ihre Mitarbeiterin Gina Grond wollten dieses historische Kleinod gerne der Öffentlichkeit stärker zugänglich machen. Grundlage dafür war eine Restaurierung mit entsprechender Sicherung der Bemalung. Als die Kustodie dafür Fördermittel vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, dem Verein für Jenaer Stadt- und Universitätsgeschichte, der Freundesgesellschaft der Jenaer Universität sowie Eigenmittel der Universität eingeworben hatte, konnte die Restaurierung starten. Anzeige: Der neue Wartburgkalender 2023 ist da! Wartburgkalender 2023 – limitierte Auflage! Jetzt bestellen. Analyse widerlegt Legende Beauftragt wurde die freischaffende Restauratorin und Karzer-Spezialistin Katharina Heiling. Sie sandte noch vor Beginn der praktischen Arbeiten in Jena einige Materialproben aus dem Karzer an ein Speziallabor in Prag. Die Analyse belegte: Es wurde weder mit Blut noch mit Kot gemalt, sondern mit vor 200 Jahren gängigen Farben. Diese wurden vermutlich von Disteli selbst aus den natürlich vorkommenden Erdpigmenten gelber und brauner Ocker sowie den Bindemitteln Leinöl und Kalkkasein hergestellt – ein Teil der Legende war widerlegt. Und auch die Geschichte, Disteli habe den Karzer als Gefangener in einer Nacht- und Nebel-Aktion bemalt, konnte durch Katharina Heiling dem Reich der Mythen zugeordnet werden.
Katharina Heiling bei der Restaurierung des Karzers der Universität Jena am 27.07.2022 in Jena. Es ist der ein¬zige historische Karzer in Deutschland, der vollständig von nur einem Künstler, dem Schweizer Maler und Polit-Karikaturisten Martin Disteli, ausgemalt wurde. Bis September 2022 wird Katharina Heiling im Auftrag der Kustodie der Jenaer Universität die Wände und die Farbe stabilisieren, die Malereien reinigen und Fehlstellen retuschieren. Foto: Axel Burchardt/Universität Jena Nach einer Oberflächenreinigung war ein ungestörter Blick auf die Malereien möglich. Anstatt einer zügig in den nassen Kalk gemalten Fresko-Technik arbeitete Disteli in Seccotechnik und malte auf eine bereits trockene Kalktünche, konnte Katharina Heiling nachweisen. Auffällig dabei ist der Einsatz verschiedener Bindemittel an unterschiedlichen Wänden, wodurch sich die Malereien der Nordwand maßgeblich von den anderen Malereien unterscheiden. Man gehe jetzt davon aus, sagt Kustodin Forster, dass Martin Disteli nicht eingesperrt, sondern zu Besuch war und die Möglichkeit nutzte, die bisher ‚weißen Wände‘ des Karzers zu bemalen. Das Datum, 30. Juli 1822, bezog sich wahrscheinlich auf den Abschluss dieser Arbeiten. Neue Ausmalungen gefunden Das Werk des Schweizer Malers und Polit-Karikaturisten Martin Disteli ist ein Kunstwerk, das es zu bewahren gilt. Restauratorin Heiling wird die Wände und die Farbe stabilisieren, die Malereien reinigen und Fehlstellen retuschieren. „Spuren, die auf den Gebrauch des Karzers hinweisen, werden nicht restauriert“, sagt sie. Eine besondere Herausforderung wird ein Fund, den Heiling bei einer Untersuchung mit UV-Strahlung der vierten, bislang einfarbigen Wand gemacht hat. Die kurzwellige Strahlung kann Materialien eines Kunstwerks zum Fluoreszieren anregen und ermöglicht dadurch eine differenziertere Wahrnehmung der verwendeten Malmaterialien. Als Ergebnis dieser Untersuchung wurde nachgewiesen, dass sich hinter später hinzugefügten Farbschichten weitere Malereien befinden. „Die Wand wurde später übermalt“, ist sich Heiling sicher. ➤ Veranstaltungen in Jena Bis zum Tag des offenen Denkmals im September hoffen alle Beteiligten, die Restaurierung beendet zu haben und den erfrischten und konservierten Karzer der Öffentlichkeit ab und an zugänglich machen zu können. Und selbst wenn sich dieser Termin – wie bei so vielen anderen Baustellen – nicht halten lässt, sei eines sicher, sagt Babett Forster: „Ziel der aufwendigen Arbeiten ist es, dieses universitäre Kleinod einem interessierten Publikum regelmäßig zeigen zu können“. Veranstaltungen im Eventkalender >> Info, Axel Burchardt // UNI Jena Fotos, Anne Günther // UNI Jena Read the full article
Thüringen wird Zentrum für nachhaltige Wasserforschung
45 Millionen Euro Fördermittel: Innovationscluster ThWIC erhält Förderung des Bundesforschungsministeriums
Die Erforschung neuer, zukunftsweisender Ansätze einer sicheren und nachhaltigen Wasserversorgung wird in Thüringen langfristig gefördert. Der von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und der Ernst‐Abbe‐Hochschule Jena initiierte „Thüringer Wasser-Innovationscluster“ (ThWIC) hat sich in der Endrunde des Clusters4Future-Wettbewerbs durchgesetzt und wird ab 2023 vom Bundesforschungsministerium gefördert. Damit fließen über die nächsten neun Jahre bis zu 45 Millionen Euro Fördermittel in die Entwicklung neuer Wassertechnologien und die Erforschung des gesellschaftlichen Umgangs mit der knapper werdenden Ressource. Sichere Wasserversorgung und Chancen für den Thüringer Mittelstand „Mit unserem Cluster wollen wir die erfolgreiche Grundlagenforschung aus den Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen in gesellschaftliche Anwendung bringen und zeigen, wie sich die kleinen und mittleren Unternehmen der Region mit modernsten Technologien globale Marktchancen erarbeiten können“, so Prof. Dr. Michael Stelter. Der Chemiker, der als stellvertretender Institutsleiter am IKTS und Direktor am Center for Energy and Environmental Chemistry der Universität Jena Koordinator des Projekts ist, zeigt sich besonders erfreut, dass mit ThWIC kein reiner Technologiecluster zur Förderung ausgewählt wurde: „Es geht bei unseren Projekten nicht nur um technische Innovationen für eine nachhaltigere Wasserversorgung, sondern auch um die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft.“ Auch wenn das Thema Wasser zunehmend in den Medien präsent sei, fehle es häufig noch an überzeugenden Angeboten zur Vermittlung von Wasserwissen und zur Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten an den anstehenden Umbrüchen in der Wasserwirtschaft.
Keramisches Membranfiltermodul zur Reinigung industrieller Abwässer, wie es im ThWIC eingesetzt werden soll. Foto: © Jürgen Lösel / Fraunhofer IKTS Zukunftsweisende Entscheidung für den Wissenschaftsstandort Die langfristige Förderung des Clusters durch das Bundesforschungsministerium freut auch den Präsidenten der Universität Jena Prof. Dr. Walter Rosenthal: „Der Erfolg in der Zukunftscluster-Initiative zeigt die herausragende Zusammenarbeit der Friedrich-Schiller-Universität mit den Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen der Region. Die Förderung ist ein starkes Signal für den Wissenschaftsstandort Thüringen und insbesondere für Jena.“ Rosenthal bezeichnete die im Cluster geplante Zusammenarbeit von naturwissenschaftlicher Wasserforschung, Datenwissenschaften und Soziologie als „perfektes Beispiel für die in Jena etablierte Bearbeitung wissenschaftlicher Problemstellungen über die Grenzen von Disziplinen und Wissenschaftskulturen hinweg, das das große Portfolio der Nachhaltigkeitsforschung der Universität Jena komplementiert“.
Dr. Patrick Bräutigam, Leiter der AG „Wassertechnologie und Kavitation“ am Lehrstuhl von Prof. Dr. Michael Stelter. Foto: Michael Stelter / Uni Jena Datengetriebene Wasserbewirtschaftung Die mehr als 20 Teilprojekte des Innovationsclusters beschäftigen sich mit verschiedensten Aspekten nachhaltiger Wasserversorgung. Ein zentraler Bereich sind neue Technologien zur Analyse und Reinigung von Wasser. „Mit der im Cluster entwickelten neuen Generation von Sensoren können tausendfach mehr Daten über die Wasserqualität erhoben werden“, erläutert der Mitkoordinator des Clusters, Dr. Patrick Bräutigam. „Wir können damit erstmals in Echtzeit Veränderungen der Wasserqualität beobachten und viel effektiver auf Belastungen durch Mikroschadstoffe wie Arzneimittelrückstände reagieren.“ Den Potenzialen einer smarten, datengetriebenen Wasserbewirtschaftung stünden jedoch, so Bräutigam, auch Fragen der Datensicherheit und die gesellschaftliche Angst vor Datenmissbrauch gegenüber. Deshalb komme es darauf an, „die Bürgerinnen und Bürger mit neuen Methoden frühzeitig in die Technologieentwicklung einzubeziehen und ihre Fragen ernst zu nehmen.“ Veranstaltungen im Eventkalender >> Info, Axel Burchardt // UNI Jena Fotos, Michael Stelter // UNI Jena und Jürgen Lösel // Fraunhofer IKTS Read the full article
Universität Jena richtet ein neues Vizepräsidium für Digitalisierung ein
Chemieinformatiker Prof. Dr. Christoph Steinbeck wird neuer Vizepräsident für Digitalisierung an der Uni Jena
„Die weitere Digitalisierung der Universität und die damit eng verknüpfte Bereitstellung von IT-Infrastruktur und die Gewährleistung von IT-Sicherheit sind wichtige und stetig wachsende Handlungsfelder der Universität Jena mit weitreichenden Auswirkungen auf Forschung, Lehre und Verwaltung“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Rosenthal. „Wir wollen die Handlungsfelder Digitalisierung, IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit künftig noch enger aufeinander abstimmen und strategisch weiterentwickeln. Anzeige: Der neue Wartburgkalender 2023 ist da! Exklusiv, im größeren Format und in limitierter Auflage. Mehr erfahren >> Wartburgkalender 2023 – limitierte Auflage! Jetzt bestellen. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung der Digitalisierung und dem Bedarf nach strategischer Steuerung, die sich auch auf Forschung und Lehre erstreckt, hat der Senat der Universität auf Vorschlag des Präsidiums nach intensiver Prüfung beschlossen, ein Vizepräsidium für Digitalisierung einzurichten.“ ➤ Weitere Nachrichten aus Jena >> Uni Jena Die Einrichtung des neuen Vizepräsidiums hatte der Senat der Jenaer Universität bereits in seiner vergangenen Sitzung beschlossen. Heute hat der Senat zugestimmt, Prof. Dr. Christoph Steinbeck zum Vizepräsidenten für Digitalisierung zu bestellen. Steinbeck ist Professor für Analytische Chemie, Chemieinformatik und Chemometrie und daher Experte im Umgang mit digitalen Daten und Strukturen. „Ich habe in den letzten beiden Jahrzehnten das Privileg genossen, internationale wissenschaftliche e-Infrastrukturprojekte aus der Taufe zu heben und zu leiten. Zurzeit bin ich Sprecher der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur in der Chemie (NFDI4Chem). Das Bedürfnis, Digitalisierung auch an der eigenen Universität mit weiterzuentwickeln, hat mir dann die Entscheidung leicht gemacht, das Angebot des Präsidiums anzunehmen“, erläutert Steinbeck seine Beweggründe, das Amt zu übernehmen.
Prof. Dr. Christoph Steinbeck, Professor für Analytische Chemie- Chemometrik/Chemoinformatik der Friedrich-Schiller-Universität, aufgenommen in Jena am 06.04.2017. Foto: Anne Günther/FSU Digitalisierungsstrategie weiterentwickeln Dem neuen Vizepräsidenten werden das Universitätsrechenzentrum sowie die Stabsstelle Digitale Universität zugeordnet. Er soll den Vorsitz des universitären CIO-Gremiums übernehmen sowie bei den digitalen Großprojekten der Universität entscheidend mitwirken. Und nicht zuletzt wird er die Digitalisierungsstrategie weiterentwickeln. „Ich möchte helfen, zusammen mit dem neu aufgestellten CIO-Gremium die vielfältigen Digitalisierungsprozesse besser zu koordinieren, Synergien zu identifizieren und zu nutzen. Das geht in einer freiheitlich denkenden Institution wie einer Universität nicht dirigistisch, sondern nur durch viel Kommunikation und Inklusion aller Parteien“, beschreibt der zukünftige Vizepräsident seine Aufgaben und seine Arbeitsweise. Das Präsidium der Friedrich-Schiller-Universität Jena besteht aus Präsidialamt, Kanzleramt, Vizepräsidium für Studium und Lehre, Vizepräsidium für Forschung, Vizepräsidium für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung sowie nun dem Vizepräsidium für Digitalisierung. Veranstaltungen im Eventkalender >> Info, Axel Burchardt // UNI Jena Fotos, Anne Günther // UNI Jena Read the full article