audhd, pmdd, depression, anxiety…
even though I think I’m doing pretty good at life actually

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audhd, pmdd, depression, anxiety…
even though I think I’m doing pretty good at life actually
Du sagst, du willst, dass es mir gut geht und in den meisten Stunden des Tages geht es mir auch gut. Aber manchmal sitze ich abends da, auf der Bettkannte, mein Notizbuch schon aufgeklappt in der linken Hand, meinen Stift bereit in der rechten, doch ich schreibe nicht. Ich starre über den Flur ins Wohnzimmer, durch die Balkontür in den Himmel. Die Sonne versinkt zwischen den Häuserdächern und verfärbt den Himmel violett. Ich will schreiben, aber ich weiß nicht was. Ich will fühlen, aber ich weiß nicht was. Den Tag über bin ich wach, ich bin da, ich bin so Energiegeladen wie schon lange nicht mehr. Ob das die Reste des Chemiecocktails in meinem Hirn sind? Ich denke kaum an dich und wenn ich’s doch tue, dann spreche ich über dich, ohne Schmerz im Herzen. Ich lache, ich tanze beim Kochen in der Küche, tanze betrunken mit meinen Freunden, mal eng umschlugen mal mit den Armen von mir gestreckt. Wenn ich fertig bin mit starren, schreibe ich manchmal einen Satz in das Notizbuch, manchmal auch zwei. In manchen Nächten bin ich wütend auf dich, lasse mich einhüllen von ihr, lasse mich umarmen und liebkosen, bis ich endlich im Schlaf versinke. Heute liege ich da, nicht in Wut, sondern in Sehnsucht. Nach dir, aber vor allem nach dem Gefühl, welches du mir gabst. Nach deinem Körper neben meinem, deine Arme um mich geschlungen, dass ich meinen Brustkorb bei jedem Atemzug fühle. Erkennen, zulassen, spüren, vorbeiziehen lassen. Gefühle kommen und gehen, so wie du kamst und gingst. Schnell verknallt, schnell entknallt, wie ein Rausch mit Sekt. Es geht mir gut, sage ich. Es geht mir wirklich gut, aber dahinter stehen so viele Stunden, von denen ich nichts mehr erzähle, dabei habe ich dir noch vor kurzem so viel erzählt. Es trifft mich jedes Mal bis ins Mark, wie schnell und leicht das sich verlieben, das sich verlieren ist.
it’s so funny how shocked men are when you’re still living your best life after they treated you poorly
Die Temperaturen bringen jedes Jahr verlässlich die Erinnerungen an all die vergangenen Sommer zurück. So vieles habe ich vergessen aber meine Haut erinnert sich an die falschen Hände. An die kühlen Steinfliesen unter meinen Fußsohlen, sein Gewicht auf meinem Körper. Depressive Sommer von denen mir nicht viel bleibt als das Gefühl neben mir zu stehen und Hitze auf der Haut. Schweißtropfen, die mir aus den Achseln über die Rippen laufen. Nach ihm habe ich echte Liebe gefunden, die sich im Nachgang an manchen Tagen doch nur halb anfühlt. Liebe mit goldbraunen Augen, die im Sonnenlicht wie gelbes Herbstlaub strahlen. Liebe, die alles fortgewischt hat — fast alles. Mit großen Händen und langen Fingern hat sie jede seiner Berührungen fort gewaschen und durch einen neuen Code ersetzt. Ich weiß nicht wer diesen überschreiben wird, ich weiß nicht, wer so viel Macht hätte, mich davon zu überzeugen, dass es zu zweit doch besser ist als allein. Allein mit brütender Hitze und diffusen Erinnerungen, die mit dem Schweiß vermischt auf meiner Haut kleben.
hi
high as fuck but never high enough
Ich spüre, wie mich die Sehnsucht innerlich zerreißt und ich wünsche mir, ich könnte dasselbe mit meinem Äußeren tun.
29.05.17 / 17.15
jemand Bock auf knutschen?