Ein grinsendes, in der Luft schwebendes Übel, dessen Lebenszweck es war, wirrsal und Verdruss zu schaffen...
Peeves

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Ein grinsendes, in der Luft schwebendes Übel, dessen Lebenszweck es war, wirrsal und Verdruss zu schaffen...
Peeves
Ich bin schrecklich.
Ich bin ein widerlicher Mensch, das gleich vorweg. Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, wie verdammt abgebrüht und asozial diese ganze Masche ist.
Mein Job ist es Leuten falsche Hoffnungen zu machen.
Ich bringe es normalerweise nicht über die Lippen und selbst das Wort zu tippen fällt mir unheimlich schwer. Wann immer ich “Medium” sagen will, möchten meine Lippen stattdessen ganz von selbst die Worte “Lügnerin”, “Trickbetrüger” und “Miststück” formen und ich beiße mir auf die Zunge.
Ich will ganz sicher kein Verständnis, oder Vergebung, oder vielleicht sogar noch Zustimmung von jemandem, der das hier aus Versehen liest. Und ich verstehe jeden, der es verachtenswert findet.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte wäre es, um ganz ehrlich zu sein, ein Gewinn im Lotto und einfach mit all dem aufhören zu können.
Und wenn das keine Option ist und ich auch nicht auf magische Art Menschenfreund genug für einen Job in einer Bar werden kann, dann hoffte ich doch tatsächlich meine Lügen immerhin auch selbst zu glauben: Es gibt doch einen Haufen Leute da draußen, die wirklich Stimmen hören; welche die ganz fest daran glauben, dass sie durch Handauflegen Heilen, oder die Zukunft vorhersagen können, oder die sich sicher sind, dass die Karten zu Ihnen sprechen. Warum kann ich nicht einer von ihnen sein?
Stattdessen bin ich "ungläubig”; am ehesten noch ein Agnostiker, der nur eines mit ganz großer Gewissheit weiß: Ich nehme von Leuten Geld für falsche Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Leute, die sie in diesem Leben verloren haben noch irgendwo da draußen im Limbus schweben und auf sie warten.
J. sagt, dass ist auch nichts anders als bezahlte Seelsorge, aber das ist doch alles Schwachsinn. Ein gutes Gefühl, das auf Unwahrheiten basiert ist nichts, aber auch nichts wert. Aus Täuschung kann nie etwas Gutes erwachsen.
Überdruss
Mit Wörtern Schuhwerk weiten Da is noch keiner drauf gekomm’n Der Horizont aus Kreide Ist tief im Tafelschwamm zerronn’n
Wenn ein’m das Band entgleitet Und war mal Lehrer von Beruf Man zog sich Brotgetreide Und hat kein’ Plan was man erschuf
An einer Drehtür scheitern Ist was nach Therapien passiert Ein’m sind die Eingeweide Mal in der U-Bahn eskaliert
Man wird Abteilungsleiter Von seiner Wohnung in Berlin Durch fahle Fensterscheiben Ziehn die Gedanken weglos hin
Der Job ist schon der Zweite Dieses Jahr wie jedes Jahr Man legt die Amtsbescheide Auf den behördlichen Altar
Die letzte Augenweide Sah man durch Biergläser verschwomm’n Und sein Gesicht aus Kreide Ist ein’m beim Stoffwechsel entkomm’n
Vorsätze
Vorsätze fürs neue Jahr sind doch für Idioten. Nie erreichbar und nach zwei Wochen wieder vergessen. Keiner hält sich dran, aber jeder schiebt es vor um sein Gewissen zu beruhigen. Ab über Bord damit wenn der Weg zu schwer wird.
Aber da dieses Jahr alles anders ist dachte ich mir so, ich versuche das einfach auch mal mit den Vorsätzen. Aber etwas das erreichbar ist und realistisch. Nicht sowas wie abnehemen oder eine Reise machen die ich mir eh nicht leisten kann.
Ich hab mir einfach gesagt ich will mutiger sein und mal ein Risiko eingehen.
Mein Zwischenfazit ist jetzt...Das hätte ich mal lieber bleiben lassen sollen. Nach einem Viertel des Jahres hat es sich noch absolut nicht gelohnt. Den Kopf mal in die Welt hinaus gestreckt und die Fühler ausgesandt. Mal aktiv gewesen und Dinge angepackt. Mal den einen Schritt weiter gegangen den ich sonst nie gewagt hätte. Sich auf etwas eingelassen, obwohl man vorsichtig ist was das eigene Naturell angeht. Eigentlich bin ich introvertiert, obwohl ich das immer unter anfallsartigen Wasserfällen der verbalen Art verstecke.
Hat sich nur nicht gelohnt. Ich wünschte mir gerade, ich wäre in meinem Schneckenhaus geblieben. Da ist es warm und sicher. Vier Schritte nach vorn und die Bratpfanne ins Gesicht bekommen.
Vielleicht waren es zu kleine Schritte oder zu viele. Auf jeden Fall ist das echt schwer mit den Vorsätzen. Durchhalten und nicht aufgeben sagt sich irgendwie leichter als es dann auch zu machen.
Joker
Ein Nichts, ein Alles,
berauscht von der Macht,
verloren im Sog.
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Deep from the inside
will I rise,
unknown and unforgiven.
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Nicht wirst du mich finden,
noch würdest du mich erkennen können
so entstellt wie ich wurde zurückgelassen.
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Nightmares are gentle,
the hapyre's voice more than soft,
death would be pleasant.
-
All das bin ich nicht.
Nenn mich Joker
denn meinen wahren Namen habe ich schon lange abgelegt.