Ich vermisse die Zeit,
in der Menschen noch gewartet haben.
Heute wird alles sofort ersetzt.
Menschen. Gespräche. Gefühle. Aufmerksamkeit.
Jemand schaut dich an,
als wärst du die wichtigste Person der Welt —
und drei Tage später bist du nur noch ein weiterer Name zwischen Notifications.
Vielleicht macht mich genau das müde.
Nicht die Einsamkeit selbst.
Sondern wie normal sie geworden ist.
Wir sitzen nebeneinander
und kennen trotzdem nur die bearbeitete Version voneinander.
Niemand zeigt mehr Chaos.
Niemand zeigt mehr Angst.
Nur schöne Farben, gute Winkel und Sätze,
die tief wirken sollen.
Aber nachts, wenn alles still wird,
merkt man plötzlich, wie leer viele Menschen eigentlich geworden sind.
Und trotzdem suchen wir weiter.
Nach jemandem, der nicht sofort geht, sobald es kompliziert wird.
Nach einem Gespräch, das nicht nach drei Nachrichten stirbt.
Nach einem Gefühl, das bleibt.
Vielleicht wollen wir alle einfach nur einmal irgendwo ankommen,
ohne uns verstellen zu müssen.












