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Indústria de temperos e conservas garantiu proteção do ambiente e eficiência
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School Web Filter - Tech Director Mike Shumake On Securly
School filter - Cat Flippen on Securly
School Web Filtering - Tanya Avrith On Securly At GAFE Summit
(via Secure Web Gateway - Web Control & Content Filter)
Juni 2015
Arbeiten im Computerraum einer Schule
Ich unterrichte in der Oberstufe eines Gymnasiums in einer Klasse gerade Literatur und Literaturgeschichte, einen Roman des bürgerlichen Realismus. Nachdem ich mit den Schülerinnen und Schülern close reading anhand des ersten Kapitels geübt habe, also das genaue Lesen und Interpretieren einer Textstelle, will ich ihnen kollaboratives Arbeiten mit dem Computer vorstellen. Die vorher geübte Art, Aussagen zu konkreten, kurzen Textstellen zu machen, sollen sie an einem neuen Kapitel des Romans anwenden, und zwar alle gleichzeitig und schriftlich.
Dazu gehe ich mit dem Kurs in einen der beiden Computerräume. Den Raum habe ich vorher über eine digitale Nachricht an die Vertretungsplanung gebucht, da das automatische Raumbuchungssystem nicht flexibel genug ist, um auf Sonderfälle zu reagieren (und nur dank eines solchen ist ein Computerraum frei).
Im Computerraum teile ich den Kurs in zwei Hälften und gebe jeder (als Link und Text) einen vorbereiteten Verweis auf eines von zwei Kapiteln des Buches, die ich vorher bei Google Drive eingestellt habe. Google Drive ist ein Dienst, der es zum Beispiel ermöglicht, eine Textdatei auf den Google-Servern gespeichert zu haben und sie anderen Leuten zugänglich zu machen: Nur zum Lesen, auch zum Editieren, oder – wie in diesem Fall – mit der Berechtigung, Kommentare einzufügen, und das anonym, also ohne jegliche Anmeldung. (In Schulen ist es aus Datenschutzgründen kaum möglich, mit Schülern und Schülerinnen irgendwelche Dienste zu nutzen, für die sie sich irgendwo anmelden oder ein Benutzerkonto haben müssten.)
Der erste Versuch misslingt, da der Webfilter der Schule die Benutzung von Google Drive bei fast allen (aber nicht allen) Schülerinnen und Schülern verhindert. Solche Webfilter sind an den meisten Schulen installiert, da sie Lehrkräfte bei der Wahrnehmung ihrer Aufsichtspflicht unterstützen sollen: Systembetreuer abonnieren dabei weiße und schwarze Liste von erlaubten und verbotenen Webseiten. Die Einordnung der Webseiten erfolgt dabei automatisiert und mitunter fehlerbehaftet in Kategorien wie „Social Media“, „Einkaufen“, „Politik“, und der Schule steht es frei, bestimmte Seiten oder Kategorien zu sperren oder zuzulassen.
Als zweiten Versuch nenne ich den Schülerinnen und Schülern die Adresse eines privat von mir selbst installierten Proxy-Servers, um auf diesem Weg zu Google Drive zu kommen. Auch das führt leider zu einer Fehlermeldung.
Der dritte Versuch klappt: Ich kopiere dem Kurs eine portable Version des Browser Firefox, die ich immer griffbereit habe. Zwar unterliegen die Schülerinnen und Schüler damit auch erst einmal dem Webfilter, aber in diesem Browser lassen sich – anders als im regulären Schulbrowser – die Verbindungseinstellungen so konfigurieren, dass der schulinterne Webfilter umgangen wird.
Es bleibt noch genügend Zeit für das eigentliche Arbeiten. Das geht etwas holprig, da die ganze Schule sich eine wenig leistungsfähige Internetverbindung teilen muss, aber das Arbeiten machte den Schülerinnen und Schülern Spaß.
(Alan Smithee)