REXVINI Test: Weinverschlüsse - Tag 3
Wie halte ich eine bereits geöffnete Flasche am besten genießbar?
Vor 3 Tagen war der Startschuß für unseren praktischen Test, bei dem wir insgesamt 6 gängige Varianten unter die Lupe nehmen. Dieser Beitrag ist ein kleiner Zwischenbericht.
Unser Testwein: Bodegas Barbadillo Andalusia - Aneto Vino Tinto 2010 -> Unsere Vorgehensweise: 2-4 Personen treffen sich alle 2-3 Tage, 10 Tage lang und probieren die Weine dann quer. Am ersten Tag wurden insgesamt 11 Flaschen geöffnet, auf Weinfehler hin untersucht und teilweise ausgemustert. Danach haben wir aus den 6 geschmacklich identischen Flaschen nach der Erstprobe ca. ein Viertel weggeschüttet. Nun zum Tag 3:
1. Private Preserve - Wine Preserver
Der Wein wirkt insgesamt abgerundet und noch relativ frisch. Dies werten wir positiv. Er hat von seiner ursprünglichen Power, wenn dann nur minimal verloren. Oxidationsgrad: 9 von ehemals 10 Punkten.
2. Weicomatic Wine Protector - CO2
Nach dem ersten Tag war geschmacklich ein leichtes Mousseux (Bitzeln auf der Zunge) identifizierbar. Am Tag 3, heute, ist diese Eigenschaft nicht mehr nachweisbar. Das ursprüngliche Aromenbild ist noch vollkommen intakt, allerdings ist insgesamt ein leichter Intensitätsverlust bemerkbar. Oxidationsgrad: 8 von ehemals 10 Punkten.
3. Kühlschrank - “Quick and Dirty"
Die Probe im Kühlschrank hatte bereits nach Tag 1 deutliche Oxidationsnoten. Auch heute, zwei Tage später sind diese bereits beim "Eingießen" eindeutig. Bekommt er langsam Temperatur, riecht der Wein nach sehr reifen Erdbeeren. Powerverlust und identifizierbare Abstumpfung sind nachweisbar. Zu der Entwicklung muss noch erwähnt werden, dass es im Vergleich von Tag 1 und Tag 3 keinen Unterschied mehr gab. Der Wein ist also nicht noch "schlechter" geworden. Oxidationsgrad: 5 von ehemals 10 Punkten.
4. Vakuumierer
Der Vakuumierer macht generell eine gute Figur. Weincharakter ist vollends vorhanden und es ist kein Verlust von Geschmacksintensität zu bemerken. Allerdings wurde am Tag 3 ein sehr dezenter Geruch von Gummi wahrgenommen. Oxidationsgrad: 8,5 von 10 Punkten.
5. Kombination - Vakuumierer & Kohlendioxid
Unsere Kombination zur gedachten "Non-Plus-Ultra" Lösung liegt im Gesamteindruck merkwürdiger Weise hinter den Konservierungssystemen in Einzelbetrachtung. Charakterlich sind Aromen noch sauber identifizierbar, doch wirkt der Wein etwas "matt" und wurde allgemein als "merkwürdig" im neutralen Sinne bewertet. Oxidationsgrad: 8 von 10 Punkten.
6. Zimmertemperatur - einmal ohne Alles
Die Referenzprobe, die in der dunklen Ecke in der Küche verschlossen "zwischengelagert" wurde gibt einen überraschend guten Eindruck ab. Ganz entgegen den Erwartungen schmeckt der Wein abgerundet und noch relativ intensiv. Oxidationsnoten sind am Tag 3 natürlich nicht vollends von der Hand zu weisen, aber im Vergleich zur Technik, bemerkenswert gut. Oxidationsgrad: 8 von 10 Punkten.
Den nächsten Beitrag widmen wir dann dem Tag 5. Hier wollen wir dann bereits ein kleines Zwischenergebnis liefern und die Oxidationsverläufe dann auch graphisch visualisieren. Es bleibt spannend.
Steph














