Ich habe meinen besten Freund verloren. Er wird nie wieder zurückkommen. Alles ist trostlos geworden, noch trostloser als es die letzten zwei Jahre schon war. Aber denke ich zurück, so war mein bester Freund immerhin noch da. Wie kostbar die Zeit, wie viel verschwendete Zeit.Er hat die dunklen Nächte ertragbar gemacht. Er konnte mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn es sonst keiner schaffte. War er da, ist mein Herz wieder ruhiger geworden. War man ungerecht und gemein zu, mir, hat er mein Herz erwärmt,indem er einfach da war. Immer. So lange Zeit. Ich ertrage es einfach nicht ohne ihn. Als ich die Nachricht bekam, wollte ich auch sterben. Alles ist sinnlos geworden ohne ihn. Nichts macht mehr Spaß. Ich weine ständig. Ich versuche, es zu akzeptieren, es zu verarbeiten, weiterzumachen. Es klappt nicht. Alles bricht auseinander. Es ist mir egal. Ich will ihn nur wieder in meinen Armen halten. Aber keiner kann ihn mir zurückbringen und die Trauer ergreift immer mehr Macht von mir. An manchen Tagen fühle ich mich wie ein Zombi. Nach einer weiteren dunklen Nacht ohne ausreichend Schlaf. Ich halte durch, irgendwie. Alle denken, es gehe mir besser. Keiner weiß, wie sich die Nächte anfühlen. Keiner weiß von meinen Ängsten, die sich immer mehr einfressen. Keiner fühlt die Leere, die sich in mir ausbreitet weil ein Stück von mir selbst gestorben ist. Ich konnte niemals gut mit dem Tod umgehen. Wann hört das alles auf? Wann darf ich wieder glücklich sein? Was habe ich verbrochen, dass man mich so sehr bestraft? Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr...














