Auf dem verschneiten Weg hinauf zu den Toren von Eisenschmiede stauen sich die Lastkarren. Ein alter Jäger, auf dessen Holzkarren einige frisch geschossene Klippeneber liegen, unterhält sich gut gelaunt mit einer Bierbrauerin, die vor ihm in der Schlange wartet.
In den Straßen der alten Zwergenstadt herrscht rege Betriebsamkeit. Aus den umliegenden Dörfern treffen nach und nach die Lieferanten für das bevorstehende Winterhauchfest ein. Verwandte und Freunde, die sich lange nicht gesehen haben, begrüßen sich überschwänglich. Im Militärviertel werden lange Tischreihen für ein großes Bankett aufgebaut. Alle Balkone sind mit festlichen Girlanden und Lichterketten geschmückt. In den Werkstätten werden Geschenke gebastelt und geschraubt, verzaubert und bunt verpackt.
Aus der Ingenieurwerkstatt von Bryn Steinschild schallt fröhliches Lachen. Bryn und ihre Gehilfin Arlyn Schwarzbach legen letzte Hand an eine Reihe mechanischer Yetis und reichen sie dann zum Testen an Arlyns kleine Schwester Gretie weiter. Die kleine Worgin trägt stolz eine Ingenieursbrille mit grünen Gläsern und eine Schürze auf der "Kwalitetskontrole" steht. Um sie herum marschieren surrend einige der fertigen Spielzeuge.
Da flitzt ein dunkler Schatten zur Tür hinein und stürzt sich auf das Mädchen, die durch den Schwung umgestoßen wird und auf einen Haufen Yetifelle plumpst. "Azira!" Lachend legt sie die Arme um das aufgeregte Marsuul und krault es hinter den Ohren.
Das lächelnde Gesicht der Waldläuferin Rhanoriel taucht im Türrahmen auf. Ihre leuchtend blauen Haare sind unter einer roten Winterhauchmütze versteckt, an der ein kleiner Mistelzweig steckt. "Fröhliches Winterhauchfest, ihr Lieben! Die Wachen sagen, sie müssen bald hier sein. Beeilt euch, wir treffen uns dann mit Noxa an der Steinfeuertaverne."
"Endlich, das wurde aber auch Zeit!" Bryn fährt sich nervös durch ihre Haare. "Wie sehe ich aus?" Arlyn nimmt einen Lappen und reibt der Zwergin einen kleinen Ölfleck von der Stirn. "Perfekt!" Dann eilen sie hinaus in Richtung des Bankenviertels, wo sich die Taverne befindet. Überall treten die Bewohner Eisenschmiedes aus ihren Häusern auf die Straßen und schauen gespannt nach oben. Ein aufgeregter Ruf ertönt "Dort! Ach nein, das ist nur eine Wache." Vor der Taverne treffen sie Rhanoriel und die Gnomin Noxa, die einen Beutel Zuckerstangen herumreicht und aufgeregt von einem Fuß auf den anderen hüpft. "Hach! Die Parade der Heimkehrenden ist doch das allerschönste an Winterhauch! Und das Essen natürlich!"
Derweil ist der alte Jäger mit seinem Karren schon fast zu den Toren von Eisenschmiede aufgerückt als er den Ruf eines Gebirgsjägers hört. "Sie kommen! Sie sind da!" Wie ein Lauffeuer wird der Ruf weitergetragen, bis hinein in die Stadt. Er dreht sich auf seinem Karren um und schaut nach oben. Noch in weiter Ferne, doch für seine scharfen Augen gut zu erkennen, nähern sich mehrere große Formationen von Greifenreitern und Flugmaschinen der Stadt. Aus ganz Azeroth, Nordend, den Verheerten Inseln, aus Pandaria und Kul Tiras kommen Zwerge, Gnome, Nachtelfen, Worgen um das Winterhauchfest im Kreis ihrer Freunde und Verwandten in Eisenschmiede zu verbringen. Unterwegs schließen sie sich wie Zugvögel zu Verbänden zusammen um dann schließlich gemeinsam in Eisenschmiede eine Ehrenrunde durch die Stadt zu fliegen.
Jubel bricht aus, als die Heimkehrenden näher kommen und hintereinander durch die Tore von Eisenschmiede in die Stadt fliegen. Taschentücher werden gezückt, um zu winken oder sich die Tränen zu trocknen, Mützen und Helme werden geschmissen und von einer über der Bankenhalle kreisenden Flugmaschine feuert eine Ingenieurin eine Konfettikanone ab.
Die Barbierin Pella hat vor ihrem Salon ein Fass mit Eierpunsch für ihre Kundschaft aufgebaut. Eine junge Lagerarbeiterin mit hoch aufgetürmten rosafarbenen Haaren und einer vom Punsch geröteten Nase stößt einen Schrei aus. "Da ist Kiruni!" Sie winkt freudig und eine rothaarige Zwergin auf einem kräftigen Wildhammergreif erwidert lachend ihren Gruß.
Vor der Steinfeuertaverne späht Bryn nervös in die Höhe. Rhanoriel legt ihr eine Hand auf die Schulter und zeigt nach oben. "Dort!" Erleichtert lacht die Zwergin auf und reißt jubelnd die Arme hoch "Whoo-hoo!" Rosmelda, die nach der spektakulär fehlgeschlagenen Aktion in Tirsfal in den Un'Goro Krater versetzt wurde, strahlt und wirft ihr eine Kusshand zu. Rhanoriel, Noxa und Arlyn werfen lachend ihre Winterhauchmützen in die Luft.
Später beim Bankett sitzen die Freundinnen zusammen, erzählen, lachen, essen und trinken. Sie erinnern sich an die schlimmen Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, doch auch an die Hoffnung und die neuen Freundschaften, die daraus entstanden sind. Zusammen schmieden sie Pläne für neue Abenteuer und stoßen miteinander auf die Zukunft an.