Das, z.B., ist hochgradig "unwissenschaftlich" ...
... in dem Sinne, dass es nicht einfach auf Mess- und Wägbarkeiten aus Kostengründen verzichtet und sich statt dessen irgend welcher plausibler, ausleihbarer Analogieen bedient, sondern schlicht keiner solchen bedarf:
Sanat Kumara : Die Arbeit, die die Erde in Kürze zu bewältigen hat
Der Intellekt ist die Fähigkeit, Emotionales und Rationales (auf hochgradige Differenzierung, Kategorisierung und Verknüpfung getrimmte Inter- und Transinstinkte), sondern auch Emotionales und Geistiges (die Zwänge des nackten Überlebens als vorübergehend bedingt Voraussetzendes bzw. Relativierendes) zu einander in Beziehung zu setzen und daraus Schlüssefür die Gestaltung der eigenen Autonomie zu ziehen.
Die "Wissenschaftlichkeit" ist eine vieler, niemals die einzig ergiebige Methode. Diese Methode ist sehr Nützlich, hat aber ihre absoluten Grenzen in der direkten Mess- und Wägbarkeit. Diese wiederum hat ihre Grenzen in der Struktur der Materie und in der Frage, wie, wann, wo, warum "Ordnung" in "Chaos" umschlägt und umgekehrt.
Viele wünschen sich eine "Ordnung des Seins" (Hans Ruh ISBN 978-3-03909-198-0), in der Erwartung, das Schlechte, Böse, Unvollkommene und Diharmonische sei von dieser Ordnung ausgeschlossen. Der wache Intellekt kann sich mit dieser Vereinfachung des Guten und Harmonischen, wohin man sich als Gutmensch quasi in ein Verantwortungsparadies einfach absetzen könne, nicht einfach so zufrieden geben. Dies nicht aus Niedertracht, Missgunst oder Zynismus sondern aus dem Bestreben, das eigene Verhältnis zum Ungeliebten - denn darum erscheint es ja böse usf. - zu klären, zu erhellen, zu bewältigen oder wenigstens Erfahrungen damit zur künftigen Bewältigung zu sammeln.
Der Intellekt ist der Vermittler zwischen eigener Wahrnehmung und der Wahrnehmung und deren Deutung der Andern und auch zwischen der eigenen Wahrnehumung und eigenen Musterschüler- und Sonntagsschulvorurteilen sowie verzweifelten Rechhabereien.
Wir sind nicht geboren, nur um Recht zu haben und perfekt zu sein sondern zumindest etwa gleichen oder gar grösseren Teils, um zu erkunden, zu erfahren, zu irren und dabei ebenso gelassen wie über die Überraschung erfreut zu lernen. Vollkommenheit im rein rational technischen und normativen Sinn ist ein satanischer Wahn, weil er den Intellekt zum Schweigen bringt und abtötet.
Also möge sich Jedermann seines Intellekts erfreuen, ihn schulen, üben und ihm vertrauen lernen und ihm Mitteilungen wie die hier zum Lesen empfohlene zuführen.