Wende- und Abstellgleis mitten im Wohngebiet?
(Quelle: Flächennutzungsplan der Stadt Starnberg, gelbe Ellipse: ungefähre Lage des aktuell geplanten Wende- und Abstellgleis)
Ein Wende- und Abstellgleis nördlich vom Bahnhof See ist keine Option, da sonst bei einem Richtungswechsel der Fahrer 3x die Seite der S-Bahn zu wechseln hätte, bis er wieder in die andere Richtung losfahren könnte.
Und wenn wir uns das Gemeindegebiet der Stadt Starnberg südlich vom Bahnhof See anschauen, gibt es dort mit Ausnahme an der südlichen Stadtgrenze ausschließlich beidseitig Wohngebiete bzw. den Starnberger See (im Bereich der Seepromenade).
Aus Sicht der Bahn ist es unbestritten, dass in Starnberg südlich vom Bahnhof See ein Wende- und Abstellgleis zu entstehen hat, sobald irgendwelche Sanierungs- oder Baumaßnahmen durchgeführt werden. Und die Barrierefreiheit des Bahnhofs See ist z. B. so eine Baumaßnahme. Für mich stellt sich das so dar: Wenn wir den Bahnhof See barrierefrei haben wollen, hat (wer auch immer das wie finanziert) die Bahn Umbauten zu beginnen und wird dann sicher im selben Atemzug ihr zukünftiges Betriebskonzept realisieren wollen. Und dazu gehören die beiden Richtungsgleise, das Durchfahrtsgleis, die jeweils irgendwo vorhandenen Bahnsteige für S-Bahn (210m) und Regionalzug (300m) und auch ein Wende- und Abstellgleis.
510m lange Bahnsteige am See wollen wir alle(!) vermeiden, in dem der Halt des Regionalzugs, wie es auch schon in mehreren Gutachten empfohlen wurde, an den Bahnhof Starnberg Nord gelegt wird. Dort ist unser städtischer ÖPNV-Knotenpunkt und durch keinen langen Bahnsteige mehr Platz für die Seepromenade vorhanden.
Wohin dann nur noch mit dem Wende- und Abstellgleis?
Da hat sich die Stadt bzw. der Stadtrat im Juli 2022 einstimmig für die aktuell diskutierte Lage entschieden. Auch wenn es seit Sommer 2023 einige wenige Stadträte gibt, die sich irgendwie gegen die aktuelle Vereinbarung stellen, aber noch keinen Alternativvorschlag für die Lage des Wende- und Abstellgleises vorgebracht haben (oder zumindest ist der dann bei mir noch nicht angekommen), behaupte ich mal, dass immer noch eine große Mehrheit im Stadtrat für die aktuell diskutierte technische Lösung ist, auch wenn die Finanzierung ganz unabhängig von der Lage eines Wende- und Abstellgleises noch nicht gesichert ist.
Ich persönlich sehe auch keine Alternative, wenn ich möglichst viel Platz an der Seepromenade für eine verbesserte Aufenthaltsqualität erreichen möchte. Und eine bessere Aufenthaltsqualität bringt uns mehr (Tages)Touristen (also nicht die Münchner, die nur zum Steininger etc. wollen), die wiederum auch unsere Einzelhändler erfreuen würden.












