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Die CSU-Fraktion im Regensburger Stadtrat veröffentlicht eine neue Kampagne gegen die Radfreigabe in der Altstadt. Die Bürger sollen damit sensibilisiert werden welches Leid die Radfahrer in der Altstadt anrichten würden. Einer groben Schätzung aus dem Bauch heraus sind bisher 32 Fußgänger von Rad-Rowdys getötet worden. Ein Schicksal hebt die CSU dabei besonders hervor, weil es wirklich allen (außer OB Wolbergs) nahe geht.
Erst im vergangenen Monat hat die kleine Rebecca ihren fürsorglichen Vater verloren. Dieser wolle seiner geliebten Tochter eine Freude bereiten und in einer Bäckerei in der Altstadt eine Mohnschnecke und eine Kürbiskernbreze kaufen. Zu Fuß unterwegs bog er in die Gesandtenstraße ein und wurde sogleich von einem rasenden und rücksichtslosen Rad-Rowdy erfasst und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen (Prellungen, Abschürfungen und fünffache Fraktur der Wirbelsäule). Rebecca hat seitdem nicht nur ihren Vater nicht mehr gesehen, sondern leider auch ihre Mohnschnecke und Breze nicht bekommen, die sie sich so sehr gewünscht hat.
Doch nicht nur für Rebecca ist der Radterror schlimm. Auch für die betroffene Bäckerei, die die zwei Gebäckstücke nicht verkaufen konnte. “Hätte Rebeccas Vater vorher wenigstens noch geschafft die Mohnschnecke und die Breze zu kaufen. Uns allen wäre das ein kleiner Trost gewesen”, so der betroffene Bäckermeister.
Für CSU-Fraktionschef und Vollblutpolitiker Hermann Vanino ist die Situation in der Altstadt deswegen nicht mehr hinnehmbar und er stellt unmissverständlich klar: “Jeder Tote schadet den Altstadtkaufleuten, das ist nun einmal Fakt”. Und was ist eigentlich mit Rebecca? Seit dem Tod ihres Vaters kauft sie ihre Mohnschnecken und Kürbiskernbrezen nur noch in den Arcaden oder im DEZ. Arme Altstadt.
Demo für mehr Livekultur
Die Scants of Grace und zahlreiche Unterstützer aus der Regensburger Kulturszene fordern “Mehr Raum für Livekultur” und stellen am Freitagabend eine Kundgebung am Bismarckplatz auf die Beine, für die sich bei Facebook bereits mehr als 300 Teilnehmer angekündigt haben.
Dabei sollen auch zwei Bands ab 19 Uhr auf einem Lastwagen aufspielen. Bislang sind die Regensburger Schlager-Popper Ohrange bestätigt. Beisser, die bereits angekündigt wurden, haben ihren Auftritt bei der Kundgebung inzwischen wieder abgesagt. Sie kämen bei der erlaubten Maximallautstärke “nicht optimal rüber”.
Update: Michael Lobesan springt ein.
Meine MZ-Kollegin Heike Haala hat mit den Organisatoren, betroffenen Regensburger Veranstaltern und mit OB Wolbergs über die Probleme und den Status quo der Livekultur in Regensburg gesprochen.
Hier ist ihr Artikel online.
Kinder wählen Wolbergs!
Regensburg - Der Kommunalwahlkampf in Regensburg geht in die heiße Phase. Alle Welt fragt sich: wer wird Oberbürgermeister dieser schönen Stadt? Der tolle Familienvater Joachim Wolbergs (SPD) oder der tolle Familienvater Christian Schlegl (NPD CSU)? Oder eine/r der sieben anderen Kandidatinnen und Kandidaten, die aber sonst niemanden kümmern und die wir an dieser Stelle auch ignorieren.
Alles deutet auf einen haushohen Sieg von Wolbergs hin, der sich mit der Agentur Platzl 2 einen wahren Erfolgsgaranten ins Haus geholt hat. Die haben bekanntlich schon Christian Ude haushoch zum Ministerpräsidenten von Bayern Pensionisten gemacht.
Zahlreiche Initiativen unterstützen Wolbergs bereits: Migranten wählen Wolbergs, Arbeitnehmer für Wolbergs, Künstler wollen Wolle, Anja Wolbergs liebt Wolli, Ameisenbären für Wolbergs, romani morti castrae reginae sunt eligere wolbergum (Initiative der toten Römer, die Regensburg gegründet haben).
Heute kam eine weitere, gesellschaftlich unheimlich wichtige Gruppe hinzu: Kinder. Der Zentralrat der Regensburger Kinder hat heute erfolgreich die Wahlkampagne "Kinder wählen Wolbergs" gestartet. Wir konnten im Zuge dessen ein paar O-Töne einfangen, warum die Kinder Wolbergs wählen:
Horst-Kevin (3 1/2): "Kacka wucku ducku... hala walla kau kau." (dt.: "Ich kenne Joachim Wolbergs schon sehr lange. Er vereint Wirtschaftskompetenz und soziales Gewissen wie kein anderer. Ich finde er sollte Oberbürgermeister werden.")
Melanie-Chantal (2): "Abilabikikikiki. Hulla, halla, hallo. Papa, Mama aua." (dt.: "Herr Wolbergs ist genau der richtige für diese Stadt. Er steht für eine moderne Familienpolitik.")
Schalke (04): "Ole ole ole ola, ole ole ola. Höhöhö, oleeeeeeé." (dt.: "Wir brauchen einen Oberbürgermeister in der Stadt, der sich auch um die sozial Schwachen kümmert. Zum Beispiel um mich. Mir muss dringend jemand die Windel wechseln, weil auch ich mehr Zukunft brauche.")
Simone-Virginia (1 1/4): "Bäääääääääääääääääääää, iiiiieeehe bääääää." (dt.: "Nur Joachim Wolbergs vermag die gesellschaftlichen Diskrepanzen und Widersprüche von einem objektiven Standpunkt aus zu betrachten und im Allgemeinen, aber auch im Einzelnen, tragfähige Entscheidungen zu treffen, die in letzter Konsequenz Verwertungszwänge der kapitalistischen Gesellschaft aufzuheben imstande sind.)
Norbert H. (67): "Sacklzement zefix halleluja. Ja, verfluachta Henadreg oreidiga. Oschloch grintigs, saubelds. Wo kemaran do hi, wenn ma do hikemman, wo ma hikemma wolln, oba ned hikemma dadn, wenn ma hikemma wolln dadn. Schupfabrunzn deppade." (dt.: "Ich bin der Beste!")
Bei soviel Euphorie dürfte Wolbergs der Sieg kaum noch zu nehmen sein.
(Anm. d. Redaktion: Auf Bilddokumente mussten wir leider verzichten. Die sind alle beim Edathy auf dem Laptop.)