Wir landen zwischen den beiden Schiffen, die unsere Eskorte bilden.
Ein paar 100 Meter entfernt ducken sich die Zollbaracken an imposante Felsformationen. Wir sind auf einer gewaltigen Fläche aus etwas, dass sehr nach Beton aussieht, gelandet.
Jim überprüft die Atmosphäre. „Wir brauchen ein Sauerstoffgerät, aber sonst besteht keine Gefahr. Zieht euch was drüber, es hat -15 Grad“
Nachdem wir zehn Minuten lang auf irgendwie geartete Signale der Besatzung der anderen Schiffe oder von der Zollstation gewartet haben, beschließen wir, hinaus zu gehen.
Artur bleibt im Schiff, weil er nicht mit den Sauerstoffmasken klarkommt.
Jim, Vets und ich treten durch die Luke ins Freie. „Links“, entscheidet Jim. Wir gehen zu dem Schiff, umrunden es. Nichts. Das Schiff ist komplett dunkel, die Luke geschlossen. Derselbe Zustand herrscht auch bei dem Schiff auf der anderen Seite.
Alles ist still. Der gesamte Asteroid scheint einsam und verlassen.
„Okay. So langsam kommt mir das hier komisch vor. Lass uns abhauen.“, meint Artur. „Artur?“, fragt Vets. „Er verfolgt uns über Funk.“, erklärt Jim und fährt fort: „Ich möchte mir aber schon gerne diese Zollstation ansehen.“
Ausgerüstet mit Taschenlampen gehen wir zum Eingang. „Irgendwie“, meint Vets nachdenklich, „kommt mir das alles hier bekannt vor.“
Jim schiebt die Türe auf. Das Foyer dahinter sieht aus, wie man es von einem Zollstationenwartezimmer erwarten würde. An den Wänden sind im regelmäßigen Abständen Bankreihen angebracht, gegenüber der Tür ist ein Schalter mit Diskretionsklebeband davor.
Von einem regulären Zollstationenwartezimmer abweichend sind die Deckenlampen kaputt und alles ist mit einer armdicken, regelmäßigen Staubschicht bedeckt. „Rechts“, entscheidet Jim und marschiert voran in einen abzweigenden Gang.
„Hey Leute“, knistert Artur durch unsere Headsets, „seid ihr das?“
„Was meinst du?“, fragt Jim unsicher.
„Da sind gerade so Leute rausgekrch...“
„Artur?“
Aber Artur antwortet nicht mehr. „Was ist da los?“, fragt Jim besorgt und will sich gerade auf dem Rückweg machen, als Knall aus dem Warteraum kommt. Jim sprintet los, und als Vets und ich zu ihm aufschließen rüttelt er vergeblich an der verschlossenen Eingangstür. Er dreht sich um und meint: „Hier kommen wir wohl nicht mehr raus. Hey. Vets. Was ist los?“
Ich drehe mich zu dem Alten um. Er hockt in sich zusammengesunken an der Wand und hat die Arme um seine Beine geschlungen.
„Ich glaube“, kommt es undeutlich von dem zitternden Körper, „ich weiß wo wir sind.“