Baumrinde aus dem Regenwald Der Lapacho-Tee wird aus der Rinde des Lapacho-Baumes (Tabebuia avellanedeae) gewonnen. Seine Heimat sind die Regenwälder zwischen Mexiko und Argentinien, wo der Baum bis zu 700 Jahre alt und 20 Meter hoch wird. Um Lapacho-Tee herzustellen, wird der Baum geschält, die rote innere Rinde zerkleinert und getrocknet. Das Schälen schadet dem Baum nicht; nach einem Jahr ist die Rinde wieder nachgewachsen. Das Holz des Lapacho-Baumes ist auch als Baustoff begehrt, weil es gegen Schädlinge besonders widerstandsfähig ist. Bei der Holzverarbeitung fällt als Nebenprodukt reichlich Rinde an, so dass die Holzindustrie den Tee zu Dumping-Preisen anbieten kann. Hier lohnt es sich, genau auf das Etikett zu schauen und nur Lapacho-Tee zu kaufen, der aus nachhaltiger Bewirtschaftung des Regenwaldes stammt. Diese Angabe wird allerdings nicht offiziell überprüft. Chinone im Tee sollen fit machen Regelmäßig getrunken soll Lapacho-Tee das Immunsystem stärken. Naturkeilkundler empfehlen ihn auch bei Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma und bei einer Besiedelung des Darms mit dem Candida-Pilz. Die südamerikanische Volksmedizin berichtet, dass Lapacho sogar bei Krebs wirksam ist. Für die immunstimulierende und krebshemmende Wirkung werden bestimmte Chinone verantwortlich gemacht, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Sie sollen bereits in Mengen, die in einem normalen Aufguss enthalten sind, die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Wissenschaftlich erwiesen sind diese Eigenschaften allerdings nicht. Da der coffeinfreie Lapacho-Tee weniger Gerbstoffe als andere Tees mitbringt, schmeckt er angenehm mild. Für eine Kanne werden etwa 1-2 Esslöffel Tee in ein Liter kochendes Wasser gegeben und fünf Minuten geköchelt. Anschließend sollen die Rindenstückchen im Topf noch 15-20 Minuten ziehen, ehe sie abgefiltert werden. (hier: Brasília, Brazil)