Es gibt so viel zu lernen, so viel zu tun, so viel zu erfahren, so viel zu sein. Wie kann man sich in der Fülle an Möglichkeiten bloß entscheiden, was man will?
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@tiefenabsturz
Es gibt so viel zu lernen, so viel zu tun, so viel zu erfahren, so viel zu sein. Wie kann man sich in der Fülle an Möglichkeiten bloß entscheiden, was man will?
Vielleicht stecke ich fest, weil gerade etwas Neues entsteht, und ich noch nicht so weit bin, das alte vollständig loszulassen.
Manch ein Gedanke, dem ich nachhänge, ist am Ende nur eine Zusammenstellung alter Erfahrungen und nicht die Wirklichkeit.
Ein intensives Leben zu leben, mit all den Emotionen, die es zu bieten hat, ist so viel bedeutungsvoller als ein Leben zu leben, das monoton gut ist.
Gibt es dich noch? Mich würde interessieren wie es dir geht?
Mich gibt es noch. Ich bin da, mitten im Leben. Und am Leben. Solange ich das schreiben kann, geht es mir gut.
Das absurde ist, ich vermisse meine destruktiven Verhaltensweisen. Und manchmal wünsche ich mir, dass die Dinge schlecht laufen, damit ich einen Grund habe, sie wieder auszuführen.
Ich kann es nicht ablegen. Das Verhaltensmuster ist so tief verankert, dass ich nicht dagegen ankomme. Ich kann mich nicht so verhalten, wie ich gerne würde, weil das Muster vorgibt, was ich tun soll.
Eine Pille gegen den psychischbedingten Schmerz in meinem Körper, der nicht nachlässt. Der nicht abklingt, nicht verschwindet, weil die Ursache bestehen bleibt. Wie kann ich so je schmerzfrei leben?
Manchmal sieht man Menschen nicht so wie sie sind, sondern wie man sich wünscht, dass sie sind.
Nicht sicher, ob ich leben möchte. Aber sicher, dass ich es versuchen werde.
Ich wünschte, ich könnte aus meiner Haut heraus. Aber sie hält mich gefangen und erinnert mich daran, dass kein Mensch sich von Grund auf verändern kann.
Manchmal brechen plötzlich, wie aus dem nichts, alle angestauten Gefühle über mir zusammen. Und in diesen Momenten verschwinde ich, und die Welt um mich herum, und alles was bleibt, ist eine ohrenbetäubende Stille und ein betäubender Schmerz.
Ich fühle mich allein.
Aus Freunden werden Bekannte und aus Bekannten Fremde.
Ich fühle mich allein. Allein gelassen.
Da ist dieser Druck, den Erwartungen zu entsprechen.
Und dann ist da diese leise Stimme, die so sehr nach Authentizität strebt.
Manchmal zerreißen mich diese beiden gegensätzlichen Pole.
Manchmal ist man es selbst - derjenige, der sich jemandem gegenüber verletzend verhält. Die Erkenntnis kann weh tun, denn verletzt zu werden war mir immer lieber als der verletzende Part zu sein. Ich fühle mich wohler in der zerbrochenen Rolle, vermutlich auch, weil sie so angenehm vertraut ist. Und trotzdem muss ich mir eingestehen, dass ich in manchen Geschichten den bösen Part spiele.
Keine Entschuldigung der Welt kann die Verletzung heilen, die du mir zugefügt hast.
Es ging einen Schritt zu weit. Es war der ohne zurück.