Zucker, besonders handelsüblicher Raffinerie-Zucker, ist nicht gut für uns. Klar schmeckt er und versüßt unsere Speisen, aber die gesundheitlichen Schäden von zu viel Zucker sind enorm - Karies und Übergewicht gehören beispielsweise dazu.
Im Alltag spüren wir die Auswirkungen von Zucker in Form eines achterbahnfahrenden Blutzuckerspiegels - Zucker verleiht uns Energie und wenn unser Körper darauf gepolt ist, jeden Nachmittag in Form eines Schokoriegels zu neuer Energie zu kommen, wird er auch lautstark danach verlangen. Meist mit schlechter Laune, einem Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten oder Müdigkeit. Man muss sich dem aber nicht kampflos geschlagen geben, sondern kann unserer allgemeinen Zuckersucht durchaus die Stirn bieten!
Der erste Schritt: Reduzieren Sie Ihre Zuckerzufuhr, die Sie mit Getränken zu sich nehmen! Limonaden sollten Sie konsequent von Ihrem Speiseplan streichen, da stecken Unmengen an Zucker drin. Greifen Sie zu Wasser. Wenn Ihnen das zu langweilig ist, geben Sie einen Spritzer Zitrone dazu, auch ein Zweig Pfefferminze peppt den Geschmack auf.
Außerdem ist es gar nicht so schwer, die Menge an Zucker zu reduzieren, die Sie in den Kaffee oder Tee tun. Überlegen Sie mal, was das ausmacht, wenn Sie täglich Kaffee oder Tee trinken! Versuchen Sie, erst einmal einen oder einen halben Löffel weniger zu nehmen und arbeiten Sie sich so langsam vor. Wir versprechen Ihnen, dass Ihnen Ihre alte Menge in wenigen Wochen schon viel zu süß vorkommen wird.
Wer sich Zucker abgewöhnen will, steht allerdings noch vor einer anderen schwierigen Aufgabe: Denn weil das süße Zeug als Geschmacksverstärker so gute Dienste tut und auch einen gewissen Suchtfaktor birgt, setzt die Lebensmittelindustrie sehr gerne darauf und versteckt Zucker in etlichen Nahrungsmitteln. Da heißt es: Etikett lesen und aufpassen, was man zu sich nimmt. Sind Sie sehr figurbewusst und setzen auf Light-Produkte? Da ist es so, dass in vielen Fällen zwar an Fett eingespart wird, um das Produkt eben als “leicht” verkaufen zu können, damit es aber geschmackvoll bleibt, wird viel, viel Zucker zugegeben. Zucker heißt natürlich nicht immer Zucker, das wäre ja auch zu einfach. Es kann in verschiedenen Verkleidungen wie Glucose, Fructose, Maltodextrin, Saccharose und weiteren auftauchen. Also: Lesen Sie das Etikett wirklich gründlich! Anschließend: Stellen Sie das Produkt wieder ins Kühlfach und greifen Sie zu einer Bio-Variante (und ruhig vollfett, damit tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Besseres).
Wer sicher gehen will, hält sich generell von Fertiggerichten fern - damit sind jetzt nicht nur die aufwärmbereiten Hackbällchen in Tomatensoße gemeint (wo ebenfalls erschreckend großzügig mit Zucker gearbeitet wird), sondern eben auch vermeintlich gesunde Nahrungsmittel wie Joghurt oder Müsli. Nehmen Sie einen Naturjoghurt, fügen Sie einige Beeren hinzu und fertig ist ein leckerer Snack. Verfeinert mit Haferflocken, Leinsamen und einigen Raspeln dunkler Schokolade (bitte auf Bio und extrahohen Kakaogehalt achten!) haben Sie Ihr Frühstücksmüsli gezaubert. Versuchen Sie möglichst unbehandelte Lebensmittel zu essen, achten Sie darauf, so nah wie möglich an der Natur zu bleiben - dann hat Industriezucker kaum noch eine Chance bei Ihnen!
Bilder: Cover Media, Thinkstock
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